Joomla! 6.1 holt die CAPTCHAs zurück

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Joomla! 6.1

Trotz des kleinen Versionssprungs hinter dem Punkt bringt das Content-Management-System Joomla! zwei größere Neuerungen für Seitenbetreiber mit: einen grafischen Workflow-Editor und die seit längerem vermissten CAPTCHAs.

Das neue CAPTCHA-Plugin soll Bots aussperren und vor allem automatisierten Spam verhindern. Dazu stellt das Plugin den Browsern der Besucher eine etwas aufwendigere Rechenaufgabe. Die wiederum löst der Browser selbstständig, Besucher müssen folglich nicht mehr fehlerträchtig Bilder erkennen oder zuordnen.

Lokale Auswertung

Das Plugin arbeitet zudem barrierefrei und benötigt insbesondere keinen externen Dienst – anders als das ursprüngliche CAPTCHA-Plugin aus älteren Joomla!-Versionen. Das nutzte den reCAPTCHA-Dienst von Google, was zuletzt nicht mehr fehlerfrei funktionierte und obendrein Datenschutzfragen aufwarf. Anders als sein Vorgänger erkennt das neue Plugin nicht, ob tatsächlich ein Mensch vor dem Computer sitzt – es schließt lediglich einen Großteil der Bots aus.

Das CAPTCHA-Plugin basiert derzeit auf der Open-Source-Bibliothek Altcha. Das Joomla!-Team betont dabei die Angabe „derzeit“: Das Plugin ist derart allgemein aufgebaut, dass sich die CAPTCHA-Bibliothek jederzeit austauschen ließe. Dies wiederum verspricht dem Plugin eine längere Lebensdauer als seinem Vorgänger.

Die Joomla!-Entwickler sind zudem nicht die einzigen, die Altcha verwenden: Das Unternehmen Akeeba bietet bereits seit einiger Zeit ein eigenes CAPTCHA-Plugin für Joomla! an, das ebenfalls auf der Altcha-Bibliothek basiert.

Workflows

Eine weitere große Neuerung in Joomla! 6.1 betrifft die Workflows. Mit ihnen lassen sich Abläufe festlegen, die das Content-Manamgenet-System einhält. So kann man etwa neue Blog-Beiträge immer erst noch einem Vorgesetzten zur Freigabe vorlegen lassen. Komplexe Workflows ließen sich jedoch bislang nur umständlich definieren. Joomla! 6.1 erleichtert dies mit einem grafischen Workflow-Editor.

In erster Linie zeigt er die Workflows als Diagramm an, so dass man einfacher die Zustandsübergänge nachvollziehen und kontrollieren kann. Seitenbetreiber mit passenden Rechten dürfen zudem direkt im Editor neue Zustände und Übergänge anlegen beziehungsweise ändern. Der Editor selbst nutzt das JavaScript-Framework Vue.js, um die Elemente auf den Bildschirm zu zeichnen.

Weitere Neuerungen

Die Einstellungen der eingesetzten Module unterliegen ab sofort der Versionsverwaltung. Hat man sich als Seitenbetreiber verkonfiguriert, kann man so schnell zu einer alten Konfiguration zurückkehren. Abschließend offeriert Joomla! 6.1 noch neue Custom Fields für Audio- und Video-Dateien sowie Dokumente.

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