ExploitMe: Firefox-Erweiterung soll Schwachstellen finden

ExploitMe: Firefox-Erweiterung soll Schwachstellen finden

Kanadische Entwickler wollen auf der kommenden Sicherheitskonferenz Sector in Kanada eine Firefox-Erweiterung vorstellen, die gezielt Schwachstellen von Webseiten aufdecken soll. Unter dem Namen ExploitMe haben die Entwickler eine freie Sammlung von Exploit-Tools zusammengestellt, die sich als Erweiterung direkt aus Firefox und verwandten Browsern wie Netscape Navigator heraus anwenden lassen. Die Sammlung enthält Werkzeuge, um Websites anzugreifen, beispielsweise durch Cross-Site-Scripting (XSS) oder SQL-Injection, die zwei häufigsten Schwachstellen auf Webseiten.

Die Präsentation der Tools wird Nishchal Bhalla vornehmen. Er ist Gründer der Sicherheitsfirma Security Compass, deren Mitarbeiter ExploitMe entwickelt haben. ExploitMe soll von Sicherheitsspezialisten, Qualitätstestern und Web-Designer eingesetzt werden, um mögliche Sicherheitslücken bereits während der Entwicklung von Webseiten zu entdecken.

Im Gegensatz zu bereits existierenden Anwendungen zum Test von Webanwednungen hat ExploitMe den Vorteil, direkt aus dem Browser heraus zu funktionieren. Andere Tools wie Burp Suite oder WebScarab hingegen fungieren lediglich als Proxy, der einen Webbrowser emuliert. Daher könnten sie beispielsweise XSS-Angriffe nicht richtig erkennen, behauptet Bhalla.

Die Entwickler sehen ihr eigenes Produkt jedoch durchaus kritisch: Damit wäre es schließlich jedem Anfänger möglich, Angriffe auf Webseiten durchzuführen. Auch bestehe die Gefahr, dass das Tool gegen den Anwender eingesetzt werde, so ein Entwickler. Am besten sei es, die Erweiterung den Großteil der Zeit zu deaktivieren.

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