Die Distribution Emmabuntüs empfiehlt sich für den Einsatz auf schwachbrüstigen Rechnern sowie als Betriebssystem auf Computern in Schwellenländern. Die auf Debian basierende und jetzt aktualisierte Fassung basiert auf Debian 10.3 „Buster“ und nutzt den Xfce-Desktop.
Die Distribution baut auf der Vorversion Emmabuntüs DE2 auf, gegenüber der die Entwickler unter anderem die Größe des ISO-Images geschrumpft haben. Das Live-System ist zudem deutlich flotter einsatzbereit. Emmabuntüs DE3 unterstützt die Installation im UEFI Secure Boot-Modus, wenngleich es auf einigen Systemen noch Probleme geben kann. Die eigentliche Installation vereinfacht der Calamares-Assistent, der auch schon in anderen Distributionen zum Einsatz kommt.
Neu an Bord sind die Anwendungen OpenBoard und Minetest sowie das Paket open-vm-tools-desktop. Des Weiteren haben die Entwickler zahlreiche Softwarepakete aktualisiert. So erwarten Anwender jetzt unter anderem HPLip 3.19.12, TurboPrint 2.49-1, Multisystem 1.0442, Firefox ESR 68.5.0 und Thunderbird 68.5.0.
Das Update verbessert zudem die Ergonomie. So haben die Entwickler den Umgang mit dem Light- und Dark-Theme optimiert. Die Icons im Cairo-Dock lassen sich besser verwalten. Ein gepatchtes Skript soll den Screen Tearing-Effekt auf Intel- und AMD-Grafikkarten unterbinden, bei dem Einzelbilder optisch „zerreißen“.
Abschließend haben die Entwickler einige Fehler korrigiert. Unter anderem funktioniert jetzt wieder der Dateiaustausch über eine Netzwerkfreigabe via Samba. Zudem startet der XScreenSaver die Diashow wieder korrekt.
Emmabuntüs existiert in mehreren Fassungen, die auf unterschiedlichen Distributionen basieren. Bei der jetzt aktualisierten Ausgabe handelt es sich um die die „Emmabuntüs Debian Edition 3“, die in der Version 1.01 vorliegt. Sämtliche Neuerungen listet die offizielle Ankündigung auf.




