Die Linux-Mint-Entwickler haben eine neue Version ihrer Desktop-Umgebung veröffentlicht. Sie geht jetzt flotter zu Werke und schont den Prozessor. Die neue Version 2.6 soll im kommenden Linux Mint 17.2 sowie LMDE 2 zum Einsatz kommen.
Verbessert haben die Entwickler auch den Multi-Monitor-Betrieb. So lassen sich Fenster jetzt mit einer Tastenkombination auf einen anderen Monitor schieben. Des Weiteren dürfen Anwender mehrere Panels anlegen und diese dann über die Monitore verteilen. Über das neue „Inhibit“-Applet lassen sich schnell die Benachrichtigungen und das Power-Management abschalten. Das ist etwa vor Präsentationen nützlich.
Der Screensaver kann jetzt die Module von XScreenSaver verwenden und HTML5-Screensaver anzeigen. Damit ist der Cinnamon-Screensaver nicht mehr nur ein Lock-Bildschirm. Per [Strg]+[Alt]+[Esc] lässt sich die Desktop-Umgebung jetzt jederzeit neustarten (wohlgemerkt nur Cinnamon selbst und nicht den X-Server).
Wie fast mit jeder neuen Version haben die Entwickler auch diesmal die Systemeinstellungen weiter verbessert. Unter anderem haben sie die Einstellungen umgeordnet und dem Fenster ein neues Aussehen verpasst. Des Weiteren haben die Entwickler das Power Management, Helligkeit und die Batterieeinstellungen zusammengefasst. Das Power-Management-Applet erstrahlt ebenfalls in neuem Glanz und kann Batterien wesentlich besser erkennen.
Zwischen logind und consolekit können Anwender jetzt über eine entsprechende Einstellung wählen. In älteren Versionen fror der Desktop unter bestimmten Umständen ein. Um dies zu verhindern, nutzt Cinnamon zumindest auf entsprechend unterstützter Hardware die neue 3D-Grafikschnittstelle „cogl“.
Der Dateimanager Nemo bietet einen neuen Plugin-Manager. Die Kontextmenüs zeigen nur noch sinnvolle Aktionen an – wer mag, kann sich aber auch weiterhin alle möglichen präsentieren lassen. Dateioperationen reiht Nemo in eine Warteschlange ein, die er wiederum der Reihe nach abarbeitet.
Weitere Verbesserungen gab es bei der Barrierefreiheit beziehungsweise Accessibility. So lässt sich jetzt etwa die Bildschirmlupe konfigurieren. Darüber hinaus haben die Entwickler die Bildschirmtastatur überarbeitet und die Unterstützung von ATK/Orca verbessert.
Sämtliche Neuerungen listet die entsprechende Ankündigung im Linux-Mint-Blog auf, der Quellcode steht auf Github bereit. Einen Artikel zu Linux Mint mit einer älteren Cinnamon-Version gab es zuletzt in der Zeitschrift EasyLinux 04/2013.





