In einem Beitrag für das TV-Magazin Plusminus, das die ARD am heutigen Abend sendet, demonstriert der Chaos Computer Club, wie sich bei einfachen Kartenlesern persönliche Daten unbefugt auslesen lassen.
Der neuePersonalausweis, der auch die Funktionen des Identitätsnachweis für den Warenverkehr im Internet, als Login oder Alternachweis im Netz übernimmt, gibt beim Einsatz bestimmter Hardware Daten preis, die nicht für Dritte bestimmt sind. So kündigt das Magazin Plusminus an, dass der Chaos Computer Club in einem Beitrag zur heutigen Sendung zeige, wie sich beispielsweise die PIN auslesen lasse, wenn ein einfaches Kartenlesegerät ohne Display und Tastatur zum Einsatz kommt. Diese Lesegeräte gehören aber zu den Starterkits, die die Regierung in großer Zahl (1 Million) zur Einführung des neuen Dokuments im November verteilen möchte.
Wer einen neuen Personalausweis sein eigen nennt, kann in Verbindung mit dem sogenannten Bürger-Client, von dem auch eine Linux-Version in Auftrag gegeben ist, viele Verwaltungsgänge virtuell erledigen. Das scheckkartengroße Dokument enthält neben den Angaben zur Person auch biometrische Daten. Ein Bild ist obligatorisch, die Angabe der Fingerabdrücke optional. Mittels RFID lassen sich die Daten fernauslesen, ein Chip ermöglicht das Speichern besagter PIN sowie einer digitalen Signatur.
Die Bundesregierung hält das Verfahren für sicher. In einer Broschüre des Innenministeriums heißt es laut Plusminus, für den Betrieb reiche “einfaches Basislesegerät ohne eigene Tastatur und eigenes Display aus”.
Der Beitrag läuft in der ARD am heutigen Dienstag, 24. August 2010, um 21.50 Uhr.





