Aktualisiertes Kali Linux wechselt Standard-Shell

Aktualisiertes Kali Linux wechselt Standard-Shell

Kali Linux 2020.4 verfügbar

Die an Sicherheitsexperten und Penetration-Tester gerichtete Distribution verwendet jetzt standardmäßig die Zsh. Die Entwickler haben zudem das AWS-Image aktualisiert, neue Werkzeuge integriert und einige Pakete aktualisiert.

Dazu gehört unter anderem der Kernel, der in Version 5.9 vorliegt. Als Desktop-Umgebung kommt wahlweise Gnome 3.38 oder KDE Plasma 5.19 zum Einsatz.

Neu an Bord sind die Tools Apple bleee, CertGraph, dnscat2, FinalRecon, goDoH, hostapd-mana, Whatmask und das Metasploit Framework v6. Proxychains kommt jetzt standardmäßig in Version 4 zum Einsatz. Unter Vagrant unterstützt Kali Linux 2020.4 erstmals nicht nur VirtualBox, sondern auch VMWare.

Die Kali-Linux-Entwickler sind zudem eine Partnerschaft mit dem Programmierer byt3bl33d3r eingegangen. Dessen Tool CrackMapExec (CME) nutzt eigentlich ein Sponsorware-Vertriebsmodell. Durch die Partnerschaft ist CME über ein entsprechendes Repository allen Kali-Linux-Nutzern zugänglich. Neue Versionen sollen Anwender sogar 30 Tage vor dem eigentlichen Release erhalten.

Die Zsh bildet die Standard-Shell auf dem Desktop und in der Cloud, auf ARM- und anderen Plattformen folgt die Umstellung noch. Auf bestehenden Kali-Linux-Installationen muss der Administrator für jeden Benutzer manuell die Standard-Shell auf die Zsh setzen – automatisch erfolgt der Umstieg nicht.

Wer weiter die Bash nutzt, kommt in den Genuss eines neuen „Cross-Shell Themes“. Dabei haben die Entwickler die Bash optisch an die Zsh angeglichen. Beide nutzen etwa ein identisch aufgebautes Shell-Prompt. Die Angleichung betrifft allerdings nur die Optik, im Funktionsumfang unterscheiden sich die Shells auch weiterhin.

Beim Öffnen eines Terminals oder nach einem Login auf der Kommandozeile erhalten Anwender eine kurze Meldung der Kali-Linux-Entwickler. In ihr informieren sie beispielsweise über behobene Fehler und ob die Installation in der Cloud läuft.

Mit NetHunter bieten die Entwickler eine Kali-Linux-Variante für Geräte mit ARM-Prozessor und insbesondere Mobilgeräte an. Die Einstellungen für NetHunter erreichen Anwender ab sofort über ein neues Menü. Zur Auswahl stehen zudem verschiedene Boot-Animationen. Enthalten ist ab sofort ein „Magisk Persistence“-Modul. Auf diese Weise muss Magisk nach der Installation von NetHunter nicht noch einmal geflashed werden.

Verfügbar ist zudem Win-KeX 2.5, das einen neuen „Enhanced Session Mode“ kennt. Dieser nutzt das Remote Deskop Protocol (RDP). Damit lässt sich Win-KeX auch auf ARM-Geräten nutzen, die das „Windows on ARM“-Logo tragen.

Sämtliche Neuerungen fasst ein ausführlicher Blog-Beitrag der Entwickler zusammen.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben