Die Distribution für Sicherheitsexperten und Pentester poliert an verschiedenen Stellen die Optik, packt sämtliche verfügbaren Pakete in ein neues Image, macht die SSH unsicher liefert zusätzliche Werkzeuge mit.
Die Entwickler spendierten Kali Linux neue Hintergrundbilder für den Desktop, den Login-Bildschirm und den Boot-Vorgang. Auch GRUB grüßt mit einer aufgefrischten Optik. Dabei haben die Entwickler insbesondere die verschiedenen Boot-Menüs aneinander angeglichen. Unter anderem findet man jetzt auf einem UEFI-System die gleichen Menüeinträge wie auf einem BIOS-Rechner.
Die Shell Zsh zeigt nicht mehr das Right-Side-Prompt an, das den Exit-Code und die Zahl der Hintergrundprozesse verriet. Diese Informationen waren Anwendern häufig im Weg. Das Totenkopfsymbol, das eine Root-Shell kennzeichnet, tauschten die Entwickler in ein K in einem Kreis.
Die SSH lässt sich über das Tool „kali-tweaks“ in den Wide-Compatibility-Modus versetzen. In diesem unterstützt die SSH auch ältere Kryptoalgorithmen, die als unsicher gelten. Dies wiederum erleichtert unter anderem das Aufspüren von alten verwundbaren SSH-Servern.
Neu mit an Bord sind die Sicherheitswerkzeuge Dnsx, email2phonenumber, der Port-Scanner Naabu, nuclei, das C2-Framework PoshC2 und Proxify.
Die bisherigen Installations- und Live-Medien brachten immer nur einen Teil der verfügbaren Werkzeuge mit. Ab sofort steht eine „kali-linux-everything“-Variante bereit. Dieses ISO-Image bringt alle Werkzeuge vorinstalliert mit. Eine Ausnahme bilden derzeit noch die Kaboxer-Programme (also ältere Tools, die in einer Sandbox laufen). Das Image bringt damit rund 9,4 GByte auf die Waage und ist aufgrund seiner Größe momentan nur über Bittorrent erhältlich.
Sämtliche Neuerungen stellt noch einmal die offizielle Ankündigung vor.





