Neues auf den LinuxUser-Datenträgern

Aus LinuxUser 11/2011

Neues auf den LinuxUser-Datenträgern

Neues auf den Datenträgern

Kaum ein Tag, an dem sich nicht eine Schlagzeile zu einem neuen Datenskandal findet. Im Umgang mit dem Computer ist heutzutage nicht nur Umsicht, sondern auch das richtige Rüstzeug gefragt. Mit einer neuen Kombi-CD, die nach dem gleichen Prinzip funktioniert wie die Rescue-Disc, liefert LinuxUser Ihnen alle notwendigen Programme auf einen Schlag.

Der Datenträger kombiniert mehrere handverlesene Distributionen zu einem kompletten Werkzeugkasten mit allen wichtigen Tools zum Absichern von Netzwerk und Rechner. In der aktuellen Ausgabe dieser praktischen CD finden Sie fünf Systeme, die jede für sich schon einen wichtigen Platz in der IT-Security einnehmen.

Mit Backtrack 5R1 Gnome-Edition erhalten Sie so etwas wie das Swiss-Army-Knife für die Analyse on PC und Netzwerk auf Sicherheitslöcher. Mit den so gewonnenen Erkenntnissen dichten Sie Schwachstellen im lokalen Netz schnell und zuverlässig ab und verhindern so, dass ein Angreifer durch diese möglicherweise Zugriff auf Ihre wertvollen Daten erlangt.

Dazu gesellen sich mit IPCop 2.0, eine minimale Distribution zum Aufsetzen eines schlanken Gateways mit vielen weiteren Funktionen. So wie IPFire 2.11 LU-Edition, eine Server-Distribution, die das einfache und komfortable Aufsetzen einer Firewall erlaubt.

Wer beim Arbeiten im Netz seine auf der Festplatte gespeicherten Daten schützen möchte, dem dazu das Live-Systems LPS Public 1.2.4 Deluxe aus den Labors des amerikanischen Verteidigungsministeriums die richtige Umgebung. Es läuft direkt vom Datenträger aus, greift nicht auf die Festplatte zu und verhindert so ein Ausspionieren von persönlichen Daten.

TAILS 0.8 komplettiert die Sammlung der Distributionen. Mit diesem System setzen Sie auf einfache Weise einen Tor-Server auf der Basis von Debian auf und verwischen so gekonnt die eigenen Spuren im Internet.

Sie finden das praktische Kombi-System auf der Eco-Disk, leicht zu erkennen am prägnanten rot-gelben Label. Alle Systeme sind für 32-Bit-Rechner geeignet; manche liegen noch zusätzlich in einer Variante zum Booten von einem anderen Medium, wie einem USB-Stick, bei.

Unter dem Namen Fubuntu 14.11 firmiert ein Projekt, dass sich an einem Mash-Up von Fedora und Ubuntu versucht. Das System, dass Ihnen die Möglichkeit zum live testen bietet und sich für 32- sowie 64-Bit-Rechner eignet, setzt mit einem schlanke und eleganten Desktop Akzente. Die Entwickler peilen mit ihrer Arbeit vor allem mobile Geräte insbesondere Netbooks an. Sie finden Fubuntu auf der Heft-DVD 1. Seite A enthält dabei die 32-Bit-Variante, Seite B die für 64-Bit-Systeme.

Bei der Ubuntu-basierten Distribution Backbox Linux 2 verhindern die wenigen ausgesuchte Werkzeuge, dass sich der Benutzer in der Vielfalt der Programme verliert. Auf diese Weise macht es Ihnen Backbox leicht, sich auf die eigentliche Arbeit zu konzentrieren: die Analyse von Netzwerken, sei es kabelgebunden oder drahtlos. 

Schneller Einstieg in den Desktop

Pardus, der einsteigertaugliche Desktop, den die türkische Regierung seit einigen Jahren entwickelt, besticht durch eine exzellente Auswahl an Programmen. Mit Pardus 2011.2 legen die Developer nun eine Reihe wichtiger Fehlerkorrekturen nach, die das System noch stabiler machen.

Ebenfalls aus der Schmiede einer Regierungsorganisation stammt Bayanihan Linux 5.4. Philippinische Entwickler haben das 32-Bit-System zusammengestellt, um Menschen im eigenen Land einen einfachen Einstieg in die Arbeit mit dem Computer zu ermöglichen. Ein Report in dieser Ausgabe ab Seite 14 berichtet von diesem einzigartigen Projekt und den Fähigkeiten der Distribution.

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