Erfahrene Linux-Nutzer schwören auf flexible Kommandozeilentools, mit denen sie manche Aufgabe schneller bewältigen als in grafischen Programmen. Wir stellen interessante Anwendungen und Aufrufparameter vor, um auch Einsteiger zu einem Ausflug in die Shell zu ermutigen.
Tipp: “uname”: Welcher Kernel läuft?
Sie haben ein Systemupgrade auf Ihrer Distribution durchgeführt, und in dem Zug ist auch ein neuer Kernel auf den Linux-Rechner gewandert. Jetzt möchten Sie erfahren, ob der neue Kern gebootet hat oder ob noch das Vorgängermodell läuft. Dabei hilft das Tool uname, das allerhand Informationen über den Computer preisgibt. Es benötigt keine Administratorrechte; Sie können es als “normaler” Benutzer einsetzen.
Über den Schalter -s erteilt es Auskunft zum Namen des Kernels, -n verrät den Namen des Rechners, -r die Release-Nummer des Kernels, -v die Kernel-Version und das Datum, an dem er kompiliert wurde, -o das Betriebssystem und -i die Architektur. Der Parameter -a fasst alle Informationen zusammen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Das Kommando “uname” kennt sich aus und verrät Ihnen unter anderem, welcher Kernel aktuell läuft.
Tipp: Vim: In der richtigen Zeile starten
Sie haben ein Shell-Skript geschrieben, und beim Versuch, dieses zu starten, meldet der Rechner einen Fehler:
foo.sh: line 23: syntax error: unexpected end of file
Offensichtlich hat sich ein Syntaxfehler in Zeile 23 eingeschlichen. Im Texteditor Vim wechseln Sie in die Zeile, indem Sie nach dem Start des Programms über vim foo.sh Folgendes eingeben:
:23
Alternativ können Sie direkt beim Aufruf des Editors in die richtige Zeile springen:
vim +23 foo.sh
Vim setzt den Cursor nun direkt in Zeile 23. Hat eine Datei nur 20 Zeilen, und Sie haben beim Start vim +23 angegeben, landet der Cursor übrigens in d...
[...]
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