Leserbriefe

Aus EasyLinux 04/2012

Leserbriefe

XSane kann Mehrseitige PDFs scannen

[Papierstapel 2 PDF, EL 04/2012] Sie schreiben, dass man mit XSane kein mehrseitiges Dokument als PDF-Datei speichern kann. Das ist nicht richtig. Auf dem Auswahl-Button oben rechts im Hauptfenster kann Mehrseitig (Strg+M) (Abbildung 1) gewählt werden. Ich habe schon öfter damit mehrseitige PDF-Dokumente erstellt.

Wolfgang Steiner

Abbildung 1: Mit XSane kann man auch mehrseitige Dokumente in eine einzige PDF-Datei scannen.

Abbildung 1: Mit XSane kann man auch mehrseitige Dokumente in eine einzige PDF-Datei scannen.

Xfce noch nicht verschlimmbessert

[Editorial, EL 04/2012] Vielen Dank für diesen Beitrag! Seit nunmehr reichlich zehn Jahren nutze ich Linux, angefangen mit Suse über Tests mit Kanotix bin ich bei Ubuntu gelandet. Ich war zufrieden, bis KDE 4 kam. Da stieg ich auf Gnome um, die Bedienung war bewährt. Jetzt also Gnome 3, also stieg ich auf Xfce um, und das alles nur, weil ich meine gewohnten Arbeitsabläufe halbwegs beibehalten wollte. Sollte Xfce irgendwann auch so verschlimmbessert werden, suche ich wieder was Bewährtes.

Unity habe ich kurz probiert, das ist jetzt mitinstalliert und wird nie benutzt. Ich bin immer noch ein Freund von Nautilus, den möchte ich auch zukünftig nutzen.

Ob ich als Nutzer der alten, “nichtwischenden” Generation der Computernutzer allerdings einer ausreichend großen Zielgruppe angehöre, muss ich leider anzweifeln.

Vielleicht gibt es ja in zukünftigen Versionen die einfache Möglichkeit, die alten Bedienschemata zu erhalten.

Karsten Reincke

Trinity

[Editorial, EL 04/2012] Bravo, endlich mal jemand, der mir aus der Seele spricht! Nachdem ich mich über die Benutzerunfreundlichkeit von KDE 4 unter Debian 6 (Squeeze) sehr geärgert hatte, habe ich rumgesucht und wie Sie ebenfalls Trinity (einen KDE-3-Fork) installiert. Da es für Debian 7 (Wheezy) leider (noch) kein Trinity gibt, habe ich stattdessen Xfce installiert. Wir Benutzer sollten den Hard- und Software-Entwicklern viel öfter mal auf die Finger klopfen…

Wolfgang Gruhn

Divide et impera

[Editorial, EL 04/2012] Es ist bedauerlich, an welchen Fronten die Entwickler-Community ihre Ressourcen verpulvert. Nicht genug damit, dass sich Linux mit seiner überbordenden Distributionsvielfalt über Gebühr zerfasert, sondern innerhalb einer jeden Distribution mit jeder Major release dann auch noch immer wieder alles anders macht. Das mag etwas für Nerds sein, aber nicht für den normalen User, der mit dem System einfach nur möglichst effektiv arbeiten möchte, und insbesondere nicht für den Windows-Migranten, der eh schon genug zu lernen hat und keine Lust auf immer neue verwirrende Lernkurven verspürt.

Das wäre doch der Wunsch: Ein schlagkräftiges Linux-Imperium bietet Microsoft ernsthaft Paroli; das hat noch nicht mal der Mac geschafft. Aber in Anlehnung an Cäsars Motto “Divide et impera!” braucht sich Microsoft nur aufs “impera” zu konzentrieren – das “divide” besorgt die Linux-Community voller blinder Begeisterung selber. Es ist ein Jammer, wie sich diese geniale und engagierte Community in Sachen Desktop weitgehend selber bis zur Bedeutungslosigkeit zersplittert.

So wird Linux für den ganz normalen, IT-unerfahrenen User (und das dürfte der Löwenanteil sein) niemals eine gangbare Alternative werden.

Dr. Wolf-R. Müller

Stärke von Linux?

[Editorial, EL 04/2012] Ich sehe das genauso, wie Sie es beschrieben haben. Für mich sollte es eine Oberfläche zum Ausprobieren und eine stabile Oberfläche für die tägliche Arbeit geben. Wahrscheinlich wird die Klötzchenoberfläche genauso scheitern wie bereits bisher jede zweite Windows-Version. Von einem “Warten auf die nächste Windows-Version” merke ich schon lange nichts mehr. Dass Linux diesen Quatsch mitmacht, finde ich schade – es nicht zu tun, könnte genau die Stärke von Linux sein.

Carsten Hertzberg

Bei Ubuntu 10.04 bleiben

[Editorial, EL 04/2012] Dem Artikel kann ich uneingeschränkt zustimmen. Ich nutze auf zwei Rechnern nach wie vor Ubuntu 10.04. Zu Testzwecken und damit ich mich daran gewöhne, habe ich auf einem älteren PC Ubuntu 12.04 installiert. Ich empfinde die neue Oberfläche als sehr gewöhnungbedürftig. Deshalb habe ich, sobald das möglich war, auf den alten Desktop umgestellt.

Ich würde mich selbst als halbwegs kundigen Anfänger bezeichnen, was bedeutet, dass ich die Konsole zwar benutze – aber mit äußerster Vorsicht. Deshalb trifft manche Änderung etwas verspätet bei mir ein, es sei denn, sie kommt bereits über die Aktualisierungsverwaltung daher.

An dieser Stelle möchte ich nicht zuletzt ein großes Lob für Ihre Zeitschrift aussprechen. Ich lese diese bereits seit einiger Zeit und freue mich jedes Mal auf die neuste Ausgabe. Die praktischen Tricks, Tipps und Kniffe machen mich mit dem Betriebssystem vertrauter und versierter. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön: Weiter so!

Mario Nitsch

Von Ribbons verschont

[Editorial, EL 04/2012] Als Administrator stelle ich mir bei neuen Software-Versionen immer die Frage, was diese dem Anwender bringen – leider meist nur Einarbeitungsaufwand. Die nützlichen Neuerungen werden überschattet von mieser Performance, ausgelöst durch sinnlosen Ressourcenhunger. Alte Bugs werden durch neue abgelöst. Die neue Benutzeroberfläche ist dunkelgrau auf hellgrau, Schaltflächen tauchen nur auf, wenn man mit der Maus darüber fährt. Ständig wird versucht, das Internet zu kontaktieren, und diverser weiterer Unfug.

Da bei uns Microsoft-Monokultur angesagt ist, muss man die Updates auf die tollen bunten Versionen auch noch fast alle mitmachen und auch bezahlen.

Leider wird in der Linux-Welt häufig das gleiche Lied gesungen. Zum Glück gibt es dort aber immer wieder Gruppen, die sich abspalten und den Weg nicht mitgehen. Eine Distribution, die sich für den Einsatz in größeren Unternehmen eignet, vermisse ich leider.

Gestern habe ich mir Mint 13 Maya von der Heft-DVD installiert. Installation super, Performance gut, Bedienung auch. Aber dann mal den Netzwerkdrucker ansteuern: Da fehlen Pakete … Netzverbindung zum NAS mit NFS-Dateisystem klappt nicht. Der Fokus hat bei den Entwicklern offenbar auch nicht auf Funktion gelegen.

Hoffentlich bleibt LibreOffice von Ribbons oder Schlimmerem verschont.

Frank Hahn

Mac OS hat Hand und Fuß

[Editorial, EL 04/2012] Die Kritik an OS X kann ich nicht nachvollziehen. Eigentlich haben (fast) alle Neuerungen in OS X Hand und Fuß. Das sage ich nicht als Apple-Fanboy, sondern aus Überzeugung und als Linux-Benutzer.

Sie sprechen die Scrollrichtung an: Zugegeben, ich habe auch gleich gesucht, wo man es wieder umstellen kann, aber habe mich dazu entschieden, dem Feature ohne Zwang mal eine Chance zu geben. Nach nicht mal zwei Tagen hatte ich mich dran gewöhnt, da die Scrollrichtung kein Umdenken erfordert und mit dem (wirklich ultrapräzisen) Apple-Touchpad die Bedienung wie an einem Touchscreen sehr leicht von der Hand geht. Super!

Die Vollbilddarstellung kann man, muss man aber nicht, nutzen. In Verbindung mit “Mission Control” und Gesten entsteht aber ein nahzezu perfekter Workflow.

Ihre Meinung zu Gnome 3 und Unity kann ich absolut nachvollziehen: Mit den Desktops ist – selbst wenn man versucht, eine Umgewöhnung zu erzwingen – ein flüssiges Arbeiten “out of the box” kaum möglich: Leider grauenhaft. KDE 4 finde ich (mal abgesehen von geänderten Shortkeys) ziemlich gelungen. Allein die oft etwas träge Reaktion fällt mir hier negativ auf.

Die Entwickler von Linux-Distributionen und -Desktops versuchen immer mehr, neue Benutzer allein durch “Eyecandy” zu gewinnen, und nicht mit einem flotten, in sich konsistenten System. Man bekommt allerhand schön anzuschauende, aber meist nutzlose Funktionen und Programme auf die Festplatte geschaufelt. Alltägliche (und selbstverständliche) Dinge laufen jedoch nur mühsam, schlecht oder gar nicht. Dazu zählen

  • die Kompatibilität zu Audio- und Video-Codecs,
  • die Lauffähigkeit oder zumindest 99,9%ige Kompatibilität zum populären Microsoft Office,
  • endlich mal ein Kernel, der auf Notebooks, welche älter als ein halbes Jahr sind, den Akku nicht binnen 90 Minuten leersaugt,
  • oder die Einrichtung von Hardware, welche der Kernel nicht automatisch erkennt.

Vielleicht sollte die Entwicklung jetzt langsam lieber mal in Richtung Hybrid-Kernel (im Sinne von Linux/Windows oder Linux/Darwin) gehen, statt immer nur die Optik aufzuhübschen. Könnte man Apple- oder Windows-Software nativ auf einem Linux-Kernel lauffähig machen, wäre der Knoten beim eher unversierten Anwender endgültig geplatzt.

In der Linux-Welt besteht die Revolution leider nur aus heißer Luft in Form von Desktops, welche die darunter liegende Brachlandschaft erfolgreich verdecken. Schade, das Potential (und auch der Umstiegs- und Umlernwille) vieler Nutzer wäre sicher vorhanden …

Julian Schweigert

DIESEN ARTIKEL ALS PDF KAUFEN
EXPRESS-KAUF ALS PDF
EasyLinux 04/2012 KAUFEN
EINZELNE AUSGABE
ABONNEMENTS
TABLET & SMARTPHONE APPS
E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:

Hinweis: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr, enthaltene Informationen sind möglicherweise veraltet.

0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben