Manche erwarten von einem MP3-Player, dass er Kontakte verwaltet, Termine speichert und sich auch als Telefon benutzen lässt. Benötigen Sie all diese Funktionen nicht, lohnt sich ein Blick auf die Zen-Stone-Serie von Creative.
Kaufen Sie als Linux-Nutzer einen MP3-Player, sollten Sie auf zwei Details achten: Unterstützt der Player das freie Ogg-Vorbis-Format und erkennt Linux den Player als USB-Massenspeicher? Die Antwort auf die erste Frage finden Sie in der Regel auf der Verpackung des Players. Gerade in der unteren Preisklasse spielt kaum ein Player Ogg-Vorbis-Dateien ab, auch die hier vorgestellten zwei Geräte tun dies nicht. Die zweite Frage lässt sich oft erst nach dem Kauf des Players beantworten. Gerade Creative hat in den letzten Jahren viele Player vom USB-Massenspeicher-Support auf das MTP-Protokoll von Microsoft umgerüstet. Die zwei Stone-Geräte funktionieren aber als normale USB-Speicher und arbeiten problemlos mit Linux zusammen.
Einstecken, kopieren
Schließen Sie den Zen Stone oder den Zen Stone Plus an Ihrem Rechner an, erkennt Linux ein neues Speichermedium (Abbildung 1). Soll Konqueror dieses beim Anschließen automatisch öffnen, markieren Sie die Option Die Auswahl für diesen Medientyp merken. Ein Klick auf OK öffnet den Inhalt des Players in einem neuen Fenster, und Sie sehen den Ordner music. Hier befinden sich einige Beispieldateien von Creative, die Sie auf Ihren Computer kopieren oder löschen können, falls Sie den Platz benötigen. Auch den Ordner music benötigt der Player nicht zwingend. Ziehen Sie nun aus einem zweiten Konqueror-Fenster MP3- oder WMA-Dateien in das Player-Fenster. Sie können auch komplette Verzeichnisbäume mit Unterverzeichnissen kopieren, der Zen Stone findet die Musik darin automatisch. Nach dem Kopiervorgang klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Player-Icon auf dem KDE-Desktop (OpenSuse-Nutzer finden das entsprechende Icon unter Arbeitsplatz) und wählen den Menüpunkt Sicher entfernen.
Minimalistisch gut
Beim schwarzen Zen Stone hat Creative auf ein Display verzichtet. Schalten Sie den Player über die Play-Taste ein, beginnt dieser direkt mit der Wiedergabe. Das Gerät kennt zwei Abspielmodi, die Sie über den Schieberegler an der Seite des Players einstellen: Zufallsmodus oder alle Stücke nacheinander. Schalten Sie den Zen Stone aus, merkt er sich die genaue Abspielposition und fährt nach dem Einschalten an der gleichen Stelle fort.
Der große Bruder Stone Plus zeigt nach dem Anschließen zwei Ordner und einige Beispielstücke von Creative an. Auch diese können Sie problemlos löschen. Dank des Displays lohnt es sich hier, die Sammlung in Verzeichnissen zu ordnen. Sie können dann über den Ordnerbrowser direkt einzelne Stücke auswählen. Eine automatische Sortierung nach Interpret, Album oder Genre nimmt der Player nicht vor.
Die Klangqualität beider Player lässt nichts zu wünschen übrig. Für die Wiedergabe über einen HiFi-Verstärker könnte die Ausgangsleistung allerdings noch einen Tick höher sein. Die Akkulaufzeit hält sich mit rund acht Stunden in Grenzen, dafür sind beide Geräte sehr leicht (siehe Tabelle “Die Testgeräte”).
Die Testgeräte
Fazit
Die zwei Zen-Stone-Player von Creative unterstützen zwar das freie Ogg-Vorbis-Format nicht, wer aber auf der Suche nach einem einfach zu bedienenden und günstigen MP3-Player ist, wird an beiden Geräten seine Freude haben. (mhi)@K:Hardware,Andere




