Neue Software

Aus EasyLinux 03/2009

Neue Software

Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor, und auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise.

Webgalerien erstellen mit Jalbum

Jeder Fotograf möchte seine Urlaubsbilder natürlich auch anderen zeigen. Was eignet sich da besser als eine Webseite, auf der sie der Besucher begutachten kann. Was der Betrachter da manchmal zu sehen bekommt, lässt sich am treffendsten mit dem Wort “grausam” beschreiben: tolle Fotos – krude in einer HTML-Seite zusammengeschustert. Derlei Ungemach entgehen Sie mit Jalbum (Abbildung 1). Das Java-Programm erstellt aus Ihren Fotos Kollagen der unterschiedlichsten Art. Fünf Skins liefert die Software bereits mit, mehrere Dutzend davon stehen auf der Projektseite (http://jalbum.net) zum Download bereit. Die Bandbreite an verschiedenen Skins reicht von der normalen Bildübersicht bis hin zu kunstvoll aufbereiteten Flash-Seiten mit integrierter Diaschau und musikalischer Untermalung.

Die Skins dienen aber jeweils nur als Vorlage, die Sie mit einem integrierten Editor weitgehend frei gestalten können. Jalbum stellt nicht nur die Software zur Verfügung, sondern auch den Online-Speicherplatz, auf den Sie ihre Alben direkt aus dem Programm heraus hochladen können. Mit dem Uploadmodul nutzen Sie nicht nur den Jalbum-Account, sondern laden die Alben auch auf eigene FTP-Server hoch. In der kostenfreien Variante stellt Jalbum lediglich 30 MByte Speicherplatz zur Verfügung, allerdings kostet die Erweiterung auf ein GByte jahrlich nur 19 Euro. Dafür erhalten Sie dann auch eine Subdomain http://ihrname.jalbum.net, über die Sie Ihre Alben erreichen.

Abbildung 1: Der Fotoalbum-Generator Jalbum ersttelt professionelle Webalben. Je nach Vorlage (in Jalbum Skins genannt) von schlicht bis extravagant.

Abbildung 1: Der Fotoalbum-Generator Jalbum ersttelt professionelle Webalben. Je nach Vorlage (in Jalbum Skins genannt) von schlicht bis extravagant.

Filmsammlung im Griff mit dem MovieManager

Wer eine umfangreiche DVD-Sammlung sein Eigen nennt, verliert schnell den Überblick darüber, welche Filme er hat. Abhilfe schafft hier ein Katalogisierungsprogramm wie der in Java geschriebene MeD’s Movie Manager (Abbildung 2). Dank der integrierten IMDB-Suchabfrage ist es mit ihr nicht mehr nötig, alle Titel und Beschreibungen von Hand einzugeben. Es reicht aus, ein Stichwort einzutragen und die Suche zu starten, worauf das Programm alle passenden Filme anzeigt. Nach einem Klick auf Save erscheint der Eintrag dann in der Auswahlliste, ein Klick darauf öffnet rechts daneben die Detailansicht.

Damit ist das Potential des Programms aber noch lange nicht ausgeschöpft. Es eignet sich nämlich auch zum Verwalten lokal gespeicherter Filme in verschiedenen Formaten wie AVI oder MPEG. Zum einen erfasst es deren Rahmeninfromationen (Kodierung, Größe etc.), zum anderen ergänzt er die Informationen entweder mit denen von IMDB oder mit manuellen Eintragungen. Über einen Abspielknopf starten Sie die Wiedergabe direkt aus der Applikation heraus.

Abbildung 2: Mit dem auf Javaprgramm Movie Manager organisieren Sie dank der integrierten IMDB-Suche im Handumdrehen Ihre Filmesammlung.

Abbildung 2: Mit dem auf Javaprgramm Movie Manager organisieren Sie dank der integrierten IMDB-Suche im Handumdrehen Ihre Filmesammlung.

Wohnungen virtuell einrichten mit SweetHome3D

Wem ist das noch nicht passiert: Eben einen Schrank im Kaufhaus erstanden und zu Hause festgestellt, dass er das Wohnzimmer förmlich erschlägt. Um vorher einen Eindruck zu bekommen, behalfen sich viele früher damit, einen Grundriss aufzuzeichnen und das Inventar in Form von Papierschnipseln darauf zu platzieren. Im IT-Zeitalter verwenden Computer-Nutzer dafür allerdings deutlich fortschrittlichere Methoden in Form von Wohnraumdesignern.

Das Javaprogramm SweetHome3D (Abbildung 3) erledigt diesen Job mit Bravour. Mit wenigen Mausklicks ziehen Sie Wände und setzen Türen oder Fenster. Zum Einrichten des virtuellen Raums stehen Ihnen vom Kugelaquarium bis zum Wohnzimmerschrank alle wichtigen Utensilien zur Verfügung. Reichen Ihnen diese nicht aus, laden Sie von der Projektseite (http://www.sweethome3d.eu/de/) weitere Einrichtungsgegenstände herunter. Sie platzieren diese via Drag & Drop am gewünschten Ort. Alle Änderungen, die Sie im Plan vornehmen, übernimmt das Programm sofort in die 3D-Ansicht. In der Grundeinstellung erscheint die Luftansicht, bei Bedarf können Sie die Räume aber auch virtuell begehen. Sowohl die Größe des Betrachters als auch der Blickwinkel sind dabei frei wählbar.

Abbildung 3: Der Wohnraumdesigner SweetHome3D ermöglicht es Ihnen, in wenigen Minuten ganze Wohnungen virtuell zu erstellen und einzurichten.

Abbildung 3: Der Wohnraumdesigner SweetHome3D ermöglicht es Ihnen, in wenigen Minuten ganze Wohnungen virtuell zu erstellen und einzurichten.

FTP-Transfer mit Filezilla

Wer öfter Daten auf einen FTP-Server hochlädt, braucht dafür das passende Werkzeug. Allerdings sind komfortable FTP-Clients mit grafischer Oberfläche in der Linux-Welt dünn gesäht. Der beste Vertreter seiner Art heißt Filezilla (Abbildung 4), kommt aber nicht aus der Softwareschmide von Mozilla sondern vom deutschen Entwickler Tim Kosse. In seiner Ausstattungsvielfalt steht die Software kommerziellen Vertretern aus der Windows-Welt nur marginal nach. So bietet sie einen Servermangager, der ähnlich wie eine Bookmarkverwaltung beim Klick auf die Einträge die Verbindung zum gewählten Server herstellt. Als Transferprotokoll unterstützt die Software neben FTP auch FTPS und SFTP, so dasst Sie auch SSH-Server erreichen. Das Server-to-Server-Protokoll FXP fehlt jedoch bislang.

Dafür trumpft die Applikation mit ausgefeilten Einstellungsmöglichkeiten des Transferverhaltens auf. Sie legen darin nicht nur fest, wie viele Up- und Downloads gleichzeitig laufen dürfen, sondern regeln auch bitgenau die Übertragungsgeschwindigkeit. Auch für den Fall, dass Sie die Daten über Proxy-Server übertragen möchten, bietet das Programm umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Darüber hinaus verfügt Filezilla über eine Online-Editierfunktion. Dabei lädt der Client die Datei im Hintergrund herunter und öffnet sie im Texteditor. Wenn Sie den Editor verlassen, lädt er sie direkt wieder hoch.

Ein altbekanntes Problem löst allerdings auch die aktuelle Version von Filezilla nicht: Der Servermanager speichert die Passwörter nach wie vor im Klartext in einer XML-Datei im Home-Verzeichnis des Anwenders. (Thomas Leichtenstern/tle)

Abbildung 4: Der FTP-Client Filezilla wartet mit umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten auf und unterstützt FTP, SFTP und FTPS.

Abbildung 4: Der FTP-Client Filezilla wartet mit umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten auf und unterstützt FTP, SFTP und FTPS.

EasyLinux 03/2009 KAUFEN
EINZELNE AUSGABE
ABONNEMENTS
TABLET & SMARTPHONE APPS
E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:

Hinweis: Dieser Artikel ist älter als ein Jahr, enthaltene Informationen sind möglicherweise veraltet.

0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben