Debian-Entwickler antwortet auf Stallmans Vorwurf

Debian-Entwickler antwortet auf Stallmans Vorwurf

Kein Mono in Debians Standardinstallation

Als Reaktion auf Richard Stallmans offenen Brief zum Einsatz von Mono stellt Debian klar, dass keine Aufnahme von Mono-basierten Programmen in die Standardinstallation des freien Linux-Betriebssystems geplant ist.

Alexander Reichle-Schmehl, Debian-Entwickler und Sprecher reagiert in einem Blogeintrag auf den offenen Brief von FSF-Gründer Stallman. Der Free-Software-Aktivist hatte hier vor dem Einsatz von Mono-basierten Programmen und der Programmiersprache C# gewarnt. Er nannte insbesondere die freie Distribution Debian GNU/Linux, die wegen der Aufnahme der Software Tomboy in den Unstable-Zweig für Diskussionsstoff um das Microsoft-.NET-kompatible Mono sorgt.

So präzise Stallman seine Worte sonst auch wählt, in einem Umstand scheint er einem Missverständnis aufgesessen zu sein. Er vermutet eine Aufnahme von Tomboy in der Default-Installation von Debian, und diesem Eindruck tritt Reichle-Schmehl in seiner Antwort entgegen: „Die Default-Gnome-Installation (…) hat sich nicht verändert. Sie installiert immer noch einen mehr oder weniger minimalen Gnome Desktop ohne Tomboy und ohne Mono.“ Die Notizzettel-Software Tomboy sei lediglich Teil eines Metapakets geworden, habe jedoch keinen Einfluss auf die standardmäßige Installation.

Die Gegner der Mono-basierten Software befürchten, dass Microsoft Patentansprüche geltend machen könnte. Während das Ubuntu-Board derzeit keinen Anlass zur Sorge sieht, hat sich die Fedora-Gemeinde den Gegnern angeschlossen und angekündigt, dass in der nächsten Version 12 Tomboy zugunsten der Alternative Gnote abgelöst wird.

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2 Kommentare
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Ferdinand Thommes
16 Jahre her
Ferdinand Thommes
16 Jahre her

der Ausgewogenheit halber hier auch noch die heutige Stellungnahme des Gnome Entwicklers und Debian Package Maintainers Josselin ‘Joss’ Mouette der für harsche Worte bekannt ist: http://np237.livejournal.com/24790.html

greetz
ferdi

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