SLED 11 als Moblin-Version bootet in rund 10 Sekunden

SLED 11 als Moblin-Version bootet in rund 10 Sekunden

Moblin von OpenSuse

Die Zusammenarbeit von Novell und Intel beim Moblin-Projekt zeigt erste Früchte. Mit der Beta-Version von Moblin erschien auch eine spezielle Version des Suse Linux Enterprise Desktops.

Während Moblin bis anhin für das Schnellstart-Linuxsystem von Intel stand, wird es in Zukunft vermutlich von mehreren Distributionen auch eine Moblin-Variante geben. Den Anfang in dieser Reihe macht Novell mit einer speziellen Version des Suse Linux Enterprise Desktops. Das rund 1,3 GByte große ISO-Image der Beta-Version lässt sich vom Novell-Forge-FTP-Server herunterladen und auf praktisch allen Netbooks mit Atom-CPU installieren. Im Unterschied zum Original-Moblin unterstützt die OpenSuse-Variante zudem auch Rechner ohne Atom-Prozessor.

Bei der aktuellen Version handelt es sich um eine Preview, die in keiner Weise für den produktiven Einsatz gedacht ist. YaST formatiert bei der Installation automatisch die komplette Festplatte — wer die aktuelle Version testen möchte, sollte deshalb über entsprechendes Linux-Knowhow verfügen. Novell bietet zudem die komplette Distribution auch als RPM-Pakete an, so dass versierte OpenSuse-Nutzer ihre eigenen Installationen in eine Moblin-Installation umbauen können.

Das Installationsprogramm formatiert ohne Nachfrage die komplette Festplatte.

Das Installationsprogramm formatiert ohne Nachfrage die komplette Festplatte.

Die auf dem Suse Linux Enterprise Desktop 11 basierende Distribution bootet sehr schnell: Der Kernel und die Init-Skripte benötigen nur rund zwei Sekunden, allerdings braucht der X-Server und der Gnome-Desktop von OpenSuse nochmals knapp 10 Sekunden. Hier will Novell noch weiter feilen, um an die Startzeiten der originalen Moblin-Version zu kommen. Die Optimierungen am Kernel sollen auch in OpenSuse 11.2 einfließen, das für Ende 2009 geplant ist und unter 20 Sekunden booten soll.

Unschwer zu erkennen: Die Gnome-Variante des OpenSuse-Kontrolllzentrums unter Moblin.

Unschwer zu erkennen: Die Gnome-Variante des OpenSuse-Kontrolllzentrums unter Moblin.

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