Hardwareanforderungen in VM
[04/2008] Obwohl ich Ihren Artikel “Frisch emuliert” recht interessant finde und dieses eine Lösung für zwei noch nicht unter Linux verfügbare Windows-Programme wäre, habe ich bis jetzt noch von einer VirtualBox-Installation abgesehen, weil der Artikel keinerlei Angaben über die Hardwareanforderungen enthält.
Auch würde mich interessieren, ob man aus der Emulation heraus direkt auf die Laufwerke und Verzeichnisse (von Linux und Windows) zugreifen kann. Peter Krüger
EasyLinux: Generell können Sie bei PC-Emulatoren wie VirtualBox und VMware immer wie folgt kalkulieren: Das Gast-Betriebssystem benötigt so viel RAM, wie es auch auf einem echten PC brauchen würde. Wollen Sie beispielsweise Vista installieren, sollten es schon 512 MByte für dieses virtuelle System sein, besser mehr. Dazu kommt der Speicherbedarf, der noch für das normale Linux- System notwendig ist. Wollen Sie also ein aktuelles Linux mit KDE 4 und OpenOffice einsetzen und zusätzlich unter VirtualBox noch Vista laufen lassen, wird es mit 1 GByte RAM schon knapp; mit 2 GByte sollte alles gut laufen. Entsprechend reichen für ein weniger komplexes System (etwa: Linux mit alter KDE-3-Version, kein OpenOffice, in der virtuellen Maschine Windows XP mit 256 MByte virtuellem RAM) schon 512 MByte echter Speicher.
Direkter Zugriff ist bei einigen Emulatoren theoretisch möglich, aber nicht empfehlswert. Das Gastsystem sieht einen virtuellen PC, und der hat zunächst keinen Zugriff auf die echten Platten oder die unter Linux eingebundenen Partitionen. Nur über die im Artikel erwähnte Funktion der Netzwerkfreigabe, die in einem älteren Artikel besprochen wurde (in Ausgabe 03/2008, S. 32 ff.) ist der Zugriff möglich.
Bei VMware können Sie auch den Direktzugriff auf einzelne Partitionen oder Festplatten freigeben, aber wie gesagt: Davon raten wir ab. (hge)
Suse 11.0 deinstallieren?
[04/2008] Ich habe OpenSuse 11.0 von der Heft-DVD auf meinem Rechner installiert und dabei einige Überraschungen erlebt:
- Die Installation dauerte über zwei Stunden – allein die Erstellung der Linux-Partition hat ca. 90 Minuten benötigt.
- Nach der Installation konnte ich zwar mit Linux ins Internet, unter Windows musste ich die LAN-Vverbindung neu einrichten.
- Nachdem ich einige Male Linux starten konnte, hängt es sich jetzt beim Hochfahren nach einigen Sekunden auf.
- Außer der Ausschalttaste hilft keine Tastenkombination, um das Betriebssystem herunterzufahren.
Wie kann ich dieses offensichtlich unausgereifte Linux sauber deinstallieren? Paul Konietzko
EasyLinux: Da gibt es offenbar ein Problem mit der Hardware-Unterstützung. Das Formatieren sollte in wenigen Sekunden abgeschlossen sein; die restlichen 30 Minuten für die Installation sehen vernünftig aus. Wahrscheinlich ist es kein spezielles OpenSuse-Problem. Vielleicht kommt der Kernel bei der Installation (genauer: beim Formatieren) nicht mit Ihrem Festplatten-Controller zurecht.
Unter http://www.easylinux.de/2005/02/078-deinstallieren/ haben wir eine Anleitung zum Deinstallieren von Linux-Distributionen zusammengestellt. (hge)
Vorschlag für neue Artikel
Erst einmal vielen Dank für die guten Beiträge in EasyLinux. Macht weiter so! Ich würde mich sehr freuen, vielleicht auch viele andere Leser, wenn Ihr das Einrichten von Servern (FTP, NFS etc.) ausführlich beschreiben würdet. Bei Samba waren Eure Beiträge bereits auf meinem Rechner erfolgreich. Matthias Martwich
EasyLinux: Eigentlich gehören fortgeschrittene Server-Konfigurationen thematisch nicht ins EasyLinux, sondern eher in unsere Schwesterzeitschrift LinuxUser, siehe dort z. B. http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/12/044-nfs/
Wir besprechen Server-Dienste in EasyLinux nur in dem Rahmen, der nötig ist, um Windows- und Linux-Rechner untereinander zu verbinden. NFS gibt es ja unter Windows (standardmäßig) nicht, und der Aufbau eines Linux-Netzwerks (also mit einem Linux-Fileserver und mehreren Linux-Clients) ist ein Profithema.
Einen FTP-Server einzurichten, wäre zwar im EasyLinux-Stil erklärbar, geht aber eben auch wieder in Richtung Server-Administration. Wir haben in einer älteren EasyLinux-Ausgabe mal das XAMPP-Projekt vorgestellt; das ist ein Serverpaket mit Apache, MySQL, Perl und u. a. auch einem FTP-Server – werfen Sie doch mal einen Blick auf unseren alten Artikel: http://www.easylinux.de/2004/10/078-lampp/.
Wenn wir mal wieder einen Schwerpunkt zum Thema Vernetzung machen, werden wir diese Fragen vielleicht aufgreifen: Im Rahmen einer Titelstrecke könnte das passen. (hge)
Nach Update alles schlimmer
[03/2008, 04/2008] Wegen Problemen mit OpenSuse 10.3 (häufige Abstürze, Probleme mit Konqueror, Installationsprobleme) habe ich mit der Heft-DVD 03/2008 ein Update auf OpenSuse 11.0 durchgeführt.
Alle Probleme sind geblieben, zusätzlich haben sich Google Earth und die Favoritenliste im Konqueror verabschiedet. Ich hoffte, jetzt mit der neuen OpenSuse-Version von Heft 04/2008 durch eine Reparatur eine Besserung zu erzielen, jedoch trat der absolute Gau ein: Alle Linux-Fehler blieben, und zusätzlich verschwand Windows aus dem Bootmanager-Menü. Alle Versuche, Windows zu starten, waren erfolglos. Vermutlich wurden die Windows-Partitionen zerstört! Gibt es Hilfe? Frank Scherbarth
EasyLinux: Wenn Sie auf den Linux-Partitionen keine wichtigen Daten hatten, dann rate ich Ihnen, einfach OpenSuse von der Heft-DVD 04/2008 neu zu installieren. Die Installation richtet dann auch den Bootloader neu ein, das sollte das Windows-Startproblem beheben. Dass beim Update kleinere Probleme auftreten, ist leider immer möglich. Diese kann auch die Systemreparatur nicht finden oder beheben. Dass bei der Systemreparatur allerdings auch der Bootloader kaputt ging, ist schon ziemlich viel Pech.
Mein Tipp: Daten von der Linux-Partition sichern und OpenSuse neu installieren. Alternativ starten Sie YaST und installieren über System / Konfiguration des Bootloaders / Andere / Neue Konfiguration vorschlagen den Bootloader neu. (mhi)
Linux-Test im Netz
Unter der Adresse http://www.linux-kurs.eu/linux_tests.php findet man eine umfangreiche Linux-Prüfung zum Selbststudium: 317 Fragen aus 15 Gebieten. Die Antworten werden sofort ausgewertet, belohnt oder korrigiert. Wer die Fragen immer wieder durch geht, kann sich am Ende über ein hundertprozentiges Ergebnis freuen. Peter Vieweger
EasyLinux: Danke für den Hinweis, den wir gerne an unsere Leser weitergeben. (hge)
GThumb-Artikel
[04/2008] Sie geben im o. g. Artikel zweimal an, dass GThumb Bilder automatisch mit Wasserzeichen versehen kann. Leider beschreibt der Artikel nicht, wie dies geht. Die Hilfe von GThumb und auch Google halfen mir nicht weiter. Thomas Ringelband
EasyLinux: Über Bearbeiten / Einstellungen / Tastenkombination erreichen Sie verschiedene Makros, die GThumb ausführt, wenn Sie eine der Zifferntasten (im rechten Zahlenblock) drücken. In Zeile 2 (die mit der “1” davor) steht der convert-Befehl, der ein Wasserzeichen erzeugt. Sie tragen Ihren Namen zwischen den beiden einfachen Anführungszeichen ein:
'Copyright…Name here'
Davor passen Sie die Schriftart und -größe an. Auf großen Bilder wirkt eine Größe von 20 Punkten sehr winzig. Ein Druck auf [1] auf dem Nummernfeld wandelt dann die vorher markierten Bilder um, hängt ein Copyright an den Namen und versieht sie mit Wasserzeichen. Damit das funktioniert, installieren Sie das Paket ImageMagick. (kki)
Schädling für Linux?
Unter Kubuntu 8.04.1 erschien neulich ein Firefox-Fenster mit der Meldung, dass mein Rechner langsamer laufen würde als möglich. Wahrscheinlich wäre daran eine Spyware schuld, und ich könne dies kostenlos überprüfen lassen. Nach überhastetem Schließen des Fensters erschien ein weiteres Fenster mit schnell laufendem Fortschrittsbalken und der Meldung, dass die Software eine Spyware entdeckt hätte und ich nur auf OK zu klicken bräuchte, um diese entfernen zu lassen.
Treibt sich nun genau durch dieses angebliche Reinigungsprogramm ein Bösewicht auf meinem Rechner herum? Was ist Ihrer Einschätzung nach zu tun? Eva Thiery
EasyLinux: Sie müssen nicht von einem Schädlingsbefall Ihres Linux-Systems ausgehen. Diese Fenster mit Warnungen sind aktive Inhalte der Webseiten, die Sie besucht haben; im Prinzip sind es nur lästige Werbebanner, so wie auch andere Werbeelemente neue Fenster öffnen. Sie sollen damit genötigt werden, über die verlinkten Webseiten Virenscanner und andere Sicherheitsanwendungen für Windows zu bestellen. Zu tun ist also nichts.
EasyLinux-Mailinglisten
EasyLinux hat drei Mailinglisten zu (Open)Suse und Mandriva Linux sowie Ubuntu eingerichtet, an denen Sie sich unter http://www.easylinux.de/Mailinglisten anmelden können. Die Postings erscheinen jetzt auch auf der Startseite der neuen LinuxCommunity (https://www.linux-community.de/), und Sie können dort auch gezielt nach Postings suchen (Abbildung 1) und ganze Threads bequem lesen. Das ist vor allem praktisch, wenn Sie an einem Rechner keinen Mail-Client, aber einen Webbrowser haben.
OpenSuse-Liste
- PC-Uhr geht immer nach: Ich habe eine neue 3-Volt-Batterie ins Motherboard gesteckt, weil meine PC-Uhr jeden Tag um Stunden falsch geht. Doch daran liegt es nicht. Kann ich irgendwie/wo herausfinden, was da los ist?
- Aufbau eines kleinen Heimnetzes: Ich möchte ein kleines Home-Netzwerk aufbauen und hierzu Samba benutzen, sofern es keine von Euch vorgeschlagene bessere Lösung gibt. Ich habe schon eine Menge über Samba gelesen, aber den wirklichen Durchblick habe ich nicht.
- Platte von Festplattenrekorder auslesen: Da sich mein Festplattenrekorder verabschiedet hat, aber noch Filme auf der Festplatte sind, bräuchte ich mal eine Idee wie ich die da runter bekomme. Meine Suse und auch Windows können mit dem Format nichts anfangen. Hat jemand eine Idee?
- 64-Bit-Maschinen: Läuft alles, was man so zum Leben braucht (Linux, OpenOffice, Perl, MySQL usw. und natürlich die Programme, die ich selber geschrieben habe) ohne Schwierigkeiten auch auf einer 64-bit-Maschine?
- Passwort für Fotos: Ich habe in meinem Home-Verzeichnis unter Pictures verschiedene Ordner mit Fotos. Wie kann ich einzelne Fotos oder ganze Verzeichnisse mit einem Passwort schützen?
Ubuntu-Liste
- Kubuntu auf USB-Stick: Ich habe einen 8-GByte-Stick, auf dem ich gerne Linux installieren würde. Kennt jemand eine Anleitung, wie ich auf den USB-Stick ein bootfähiges (!) Kubuntu bekomme?
- Root-Rechte: Ich habe mir einen Fritz!WLAN-USB-Stick gekauft. Bei der Installation kommt der Fehler: “Das Verzeichnis /root ist gesperrt”, und ich kann keine Dateien da rein kopieren, weil ich nicht der Besitzer bin. Als Superuser kann ich mich mit sudo -s -H anmelden. Was muss ich tun, damit die Installation klappt?
- Kernelversionen: Gibt es irgendwo eine Liste, in der alle Distributionen zusammen mit der Versionsnummer des enthaltenen Kernels stehen?
- USB-Stick: Mein USB-Stick war im FAT32-Format formatiert und hatte einige Zusatzprogramme für Windows drauf. Den Stick habe ich dann mit Ext3 formatiert, kann jetzt aber nur als root darauf zugreifen. Wie kann ich dem das abgewöhnen?
Mandriva-Liste
- Fehler bei Bootlader-Installation: Ich versuche, Mandriva 2009 zu installieren. Sowohl in einer VirtualBox als auch auf einem realen Rechner kommt folgende Meldung bei der Bootlader-Installation:
mkinitrd -v -f /boot/initrd-2.6.27-desktop-0.rc8.2mnb.img --ifneede 2.6.27-desktop-0.rc8.2.mnb. Dem geht ein ca. 15-minütiges “Gerödel” des Rechners voraus. Kann jemand damit was anfangen?
