Um eine herkömmliche Distribution zur Datenrettung einzusetzen, muss man passende Software manuell nachinstallieren. Mariposa Rescue Disk bringt die meisten notwendigen Werkzeuge bereits mit.
Haben Sie bereits einen Datenverlust erlitten, wissen Sie genau, wie frustrierend die Suche nach einer Lösung sein kann. Fehlt obendrein das Backup oder ist es veraltet, brauchen Sie andere Möglichkeiten, die bedrohten Daten noch zu retten. Dazu bieten sich speziell dafür konzipierte Distributionen als Hilfsmittel an.
Manche Rettungsdistributionen werden allerdings schon seit Jahren nicht mehr gepflegt und können deshalb schon aufgrund fehlender Kernel-Module auf aktueller Hardware Schwierigkeiten verursachen, von veralteten Werkzeugen ganz zu schweigen. Eine aktuelle, gut gepflegte Distribution eignet sich in jedem Fall besser für das heikle Geschäft der Datenrettung. Der Debian-Ableger Mariposa Rescue Disk [1] erfüllt diese Voraussetzungen und erlaubt einen portablen Einsatz mit oder ohne grafische Arbeitsoberfläche.
Installation
Sie erhalten das aktuelle, etwa 2,3 GByte große ISO-Abbild auf Sourceforge [2]. Es unterstützt ausschließlich x86_64-Systeme und basiert auf Debian 13 “Trixie”. Ein USB-Stick mit 4 GByte Speicherkapazität genügt für das Rettungssystem.
Nach dem Transfer auf einen USB-Stick ist Mariposa sofort einsatzfähig. Sie starten das defekte System von dem Wechseldatenträger. Es öffnet sich ein Grub-Bootmenü, in dem Sie entweder den konventionellen Startmodus auswählen oder, falls es Probleme mit der Hardwareerkennung gibt, den abgesicherten Modus. Anschließend fährt das System hoch, und Sie gelangen an einen Prompt. Um von dort auf eine grafische Arbeitsumgebung zu wechseln, geben Sie im Prompt den Befehl startx ein.
Das System startet dann einen X-Serv...
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