Eric S. Raymond, einer der Mitbegründer der Open-Source-Bewegung, ist neuestes Mitglied der Führungsriege von Freespire. Freespire ist der freie Ableger der Linspire-Distribution, der Ende August 2006 vom gleichnamigen Unternehmen freigegeben wurde. Anlässlich der Berufung wird Raymond in der Pressemitteilung zitiert: “Um für Anwender attraktiver zu werden, muss Linux die populären Treiber und Dateiformate unterstützen, die heute in Umlauf sind. Freespire ist die Distribution, die diesen unglücklichen, aber nötigen Kompromiss machen will.”
“Wenn Desktop Linux ein breiteres Publikum erreichen soll,” führt Raymond aus, “muss es mit iPods und anderen MP3-Playern laufen, DVD-Filme abspielen, Windows-Media- und Quick-Time-Inhalte im Web anzeigen, und so weiter. Ich wünschte, die Anwender würden diese proprietären Formate nicht verlangen, aber es ist naiv und unrealistisch zu erwarten, dass die breite Masse von diesen Forderungen in naher Zukunft ablässt. Linux muss Kompromisse machen, um auch Durchschnitts-Anwender attraktiv zu sein.”
Eric S. Raymond ist der Autor des wegweisenden Artikels “The Cathedral and the Bazaar”, sorgte aber auch schon wegen radikaler Äußerungen zum Waffenrecht für Aufregung. Er ist das 13. Mitglied, das in das “Freespire Leadership Board” berufen wurde. Im Board sind Open-Source-Persönlichkeiten, Geschäftsleute und Evangelisten vertreten. Unter anderem ist auch Martin Michlmayer, der ehemalige Debian-Projektleiter mit von der Partie.






Die Ansichten dieses Menschen waren immer schon sehr Fragwürdig. Da kommt mir ein engefleischter Emacs und Pine Evangelist daher, der noch von ein paar Jahren nie was von den Worten GUI gehört hat und will mir WMA Filmchen für den Linux Desktop verkaufen. Es geht sehr wohl ohne Quicktime und WMA. Ich kann sehrgut ohne ihnen leben. Es gibt flash für Linux das aktiv vom Hersteller gewartet wird. YouTube funktioniert großartig damit. Das ist zwar auch proporität, aber wenigstens kein “Dirty hack” mit zweifelhafter Legalität. Es gibt Mpeg1, 2 und 4. Alle liefern brauchbare Resultate, auch beim Streaming. Es gibt… Mehr »
Mal ganz unabhängig von Mr. Raymond gesprochen: Wenn Linux jemals den breiten Durchbruch auf dem Desktop schaffen soll, geht es nicht ohne propertiäre Lösungen. Fast alles, was bisher existiert, ist nur mit Bastelei zum Laufen zu bringen. Das ist im Grunde in Ordnung, und die meisten Linux- User wollen es gar nicht anders. Nur weil DU ohne Quicktime und WMA leben kannst, heißt das aber noch lange nicht, daß andere das auch können oder wollen. Normaluser wollen simple Installationsroutinen, möglichst allumfassende Hardwareunterstützung und die volle Multimedia- Breitseite ohne viel Aufwand. Unter Windows und MacOS bekommen sie das auch. Und wenn… Mehr »
Da ist ganau meine Meinung!
Ich denke viele “Normaluser” träumen nur davon, ohne stundenlang im internet zu suchen, eine DVD einzuschieben, und los gets!!!
Das mit dem massentauglich: diese frage habe ich mir auch schon gestellt.
Un wo bleibt die Alternative? Ein Linspire mit vorinstallierten Codecs und vorinstallierten Lizenzvergehen. Man lese mal die Quicktime und Windows Media Player Lizenzen. Da stehen mehr als genug Klauseln die genau solche Fremdimplementierungen verhindern sollen. Wenn das eine Lösung sein soll, begraben wir die FSF Flagge und ziehen den Totenkopf und das Posthörnchen auf den Masten. Dann kann IBM die EU und alles andere sich bruasen gehen. Frei Software den Hackern, egal ob es gegen Patente verstößt und ihr N00bs könnt euch mit DRM Dreck das Leben schwer machen. Vielleicht bin ich ja auch nur altmodisch in meinen Ansichten und… Mehr »
Ein Linspire mit vorinstallierten Codecs und vorinstallierten Lizenzvergehen.
Meines Wissens besitzt dir Firma Linspire eine gültige Windows Media Lizenz, wenn ich mich richtig erinnere auf Grund einer außergerichtlichen Einigung mit Microsoft
Hai! Was heißt: Linux massetauglich??? Wer oder was ist die Masse? Sind wir nicht alle Teil der Masse? Will nicht jeder in der Masse doch wieder was Anderes? Einen DVD- Player haben die meisten unterm Fernseher stehen, einen CD- Player als Discman und einen mp3- Player im Handy. Warum braucht man das dann alles noch im PC? Es kommt immer drauf an WAS man mit dem Computer machen will. Eine robuste Workstation – da gibts nix besseres als Linux (und das sage ich als Apfel- Freak) oder ein Spielzeug zur Unterhaltung – dann tuts Windows auch schon. Da ist es… Mehr »
Ich denke, es ist garnicht die Frage, was der Anwender will. Dem Anwender ist es egal, ob er seine Filme als Quicktime, WMA oder sonst wie bekommt. Er möchte Inhalte sehen können, die ihn interessieren. In welchem Format das geschieht hängt vom Anbieter ab. Und wenn der Anbieter sich Formate aussucht, die unter Linux nicht laufen ist das eben ärgerlich. Es ist auch nicht die Art eines Anwenders, sich einen Anbieter nach dem Kriterium auszusuchen, welches Dateiformat zur Verwendung kommt – im Gegenteil: Er will sich damit nicht befassen müssen. Die gleiche Diskussion gibt es auch zum Thema Shockwave &… Mehr »
Hier ist mein Kompromissvorschlag: Ich benutze weiter mein Suse und erweitere es bei Packman und Co um die nötigen Pakete. Das gleiche empfehle ich meinem Freundeskreis, die Einrichtung übernehme notfalls ich (Wobei das mit Yast ja auch nicht soooo schwer ist). Mit dem w32codec und libdecss2 laeuft das meiste. Amarok von guru und Ipod laeuft. SUPER Jetzt habe ich viel Geld und Mühe gespart das alles unter Windows zum laufen zu kriegen. Das Geld und die Zeit wuerde ich gerne in Content investieren. So Industrie: Her mit dem vernuenftigen Content zu vernuenftigen Konditionen, dann bin ich auch bereit Geld dafür… Mehr »
Hallo, also eigentlich hat er ja recht, wenn linux für die breite Masse tauglich werden soll, (ich persönlich bin der Meinung, dass es das schon ist) kommt man nicht darum herum, dass es auch diese Dinge können muss. Dann sollte man aber auch mal schauen, was Windows kann, wenn man es kauft und was man alles dazu kaufen muss, damit es diese Sachen benutzen kann (auch für Windows gibt es viel freie SW), und dann ziehen wir mal einen Vergleich, was zum Beispiel ein SuSE linux kann oder auch nicht. Und jetzt kommt die Wirtschaft mit ins Spiel. Wir (die… Mehr »
Hai! Es ist immer eine Frage der Qualität: Wenn ich für teures Geld etwas Besseres bekomme als das, was ich kostenlos oder für einen Appel und ein Ei bekomme bin ich gerne auch bereit dafür zu zahlen. Aber bekomm ich denn was Besseres? Von der Qualität her kommt für meine Bedürfnisse der ganze M$- Kram bei weitem nicht an Linux oder Mac OSX ran. Ich sehe täglich die Probleme, die Leute haben die beruflich mit Windows arbeiten. Ich würde bestimmt täglich ausrasten – vielleicht fehlt mir auch einfach nur die Geduld oder ich bin einfach zu blöd um mit Windows… Mehr »
Ich halte das für reines “sich selbst in Szene setzen”. Der ESR sollte schon wissen, daß Linux bzw. die Projekte in dessen Umkreis praktisch nichts zur Verbesserung der Situation tun können, weil die meisten der angesprochenen Medien mit Lizenzen, Patenten und ähnlichem verbunden sind, die eine Implementation durch die üblichen Entwickler unmöglich macht. Zu allem Überdruß sind leider Firmen, die entsprechende Lizenzen erworben haben und auch Produkte damit entwicklet haben, nicht bereicht, diese dem Endkunden zur Verfügung zu stellen (siehe LinDVD). Das dies möglich ist und auch gemacht wird zeigen als positive Beispiele Fluendo und zu einem gewissen Grad RealMedia,… Mehr »
Die Argumentation von Raymond zeigt taktische Schwächen, was seine Tauglichkeit für Freespire in Frage stellt.
Denn er antwortet sozusagen präventiv auf Anschuldigungen gegenüber Freespire. Das ist eben die falsche Taktik, bei der man nichts gewinnen kann. In diesem Sinne agiert Raymond wie ein Amateur.
Im Gegensatz zu Raymond bin ich der festen Meinung, dass die besagten Probleme günstiger via Lobbying gelöst werden können und sollten. Was Freespire anbietet ist allenfalls second best.
Was der Anwender von Linux sieht ist KDE, Gnome oder ein anderer Desktop. Mit diesen muß er arbeiten und gut arbeiten können. Die Funktionen der Oberfläche müssen plausibel sein, die Interaktivität zwischen den Anwendungen funktionieren und allgemeine Komponenten (z.B. Datei- und Druckerdialog) einheitlich sein. Für einen reinen KDE Anwender ist es am optimalsten, wenn er nur mit KDE- Anwendungen arbeiten müsste. Aber er hat es in der Regel auch mit Anwendungen zu tun, die GTK oder ein ganz anderes Framework nutzen. Im Ergebnis hat er einen Desktop, auf dem alles ganz anders aussieht, bei dem die Zwischenablage nur unter einigen… Mehr »