Bei der Stadt München hat der Produktiveinsatz von Linux auf dem Desktop begonnen. Das teilte das städtische Linux-Projekt Limux heute mit. Nach Test- und Pilotphase verrichten nun die ersten Angestellten im Direktorium der Stadt ihre tägliche Arbeit mit der fertiggestellten Version des so genannten Linux-Basisclients.
Das Arbeitsplatzsystem basiert auf Debian GNU/Linux 3.1 und verwendet KDE 3.5 als Desktopumgebung sowie OpenOffice 2 als Büropaket. Zur Softwareverteilung kommt FAI (Fully Automatic Installation) zum Einsatz, für die webbasierte Verwaltung des LDAP-Verzeichnisses verwenden die Münchner die GPL-Software Gosa.
Unter den ersten Linux-Anwendern ist Oberbürgermeister Christian Ude. Er zieht eine positive Zwischenbilanz des Projekts: “Nach notwendigen Konzept- und Entwicklungsphasen beginnt jetzt der Effektiveinsatz mit einer Version, die sich im Piloteinsatz nicht zuletzt bei mir bewährt hat. Der Basisclient ist für München ein Schritt zu mehr Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern und freie Software zeigt sich hier als ein probates Mittel dafür. Für den normalen Anwender ändert sich dabei wenig.”
In den nächsten Monaten sollen weitere städtische Stellen vom Linux-Pilotbetrieb auf den Effektiveinsatz umstellen, beispielsweise im Oktober das Revisionsamt.






Das FAI Projekt hat eine neue Homepage:
http://fai-project.org