Aktualisiertes Kali Linux läuft besser auf Apples M1-Prozessor

Aktualisiertes Kali Linux läuft besser auf Apples M1-Prozessor

Kali Linux 2021.4 verfügbar

Die Distribution für Sicherheitsexperten und Penetration-Tester bringt die angebotenen Desktop-Umgebungen auf den neuesten Stand. Darüber hinaus steht erstmals ein Image für den Raspberry Pi Zero 2 W bereit.

Bereits Kali Linux 2021.1 ließ sich innerhalb der Virtualisierungslösung von Paralles auf Apples neuen Macs mit M1-Prozessor installieren und betreiben. Die jetzt veröffentlichte Version 2021.4 läuft auch in der Public Tech Preview von VMware Fusion. Möglich macht das der neue Linux-Kernel 5.14.

Nutzer von VMware dürfen sich zudem über ein aktualisiertes Treiberpaket „open-vm-tools“ freuen. Der Installationsassistent erkennt zudem automatisch eine VMware-Umgebung und spielt dann automatisch das Paket „open-vm-tools-desktop“ ein. Die Kali-Entwickler weisen jedoch explizit darauf hin, dass es sich noch um eine „Preview“-Fassung von VMware handelt, man muss folglich noch mit Problemen rechnen. Die Inbetriebnahme von Kali Linux auf M1-Macs gelingt dabei mit dem ARM64-Image wie auf Intel-Systemen.

Samba-Neuheiten

Den mitgelieferten Samba-Client haben die Kali-Entwickler für eine „Wide Compatibility“ konfiguriert. Damit soll sich der Client mit fast allen Samba-Servern verbinden können – unabhängig von dessen Version oder des genutzten Protokolls. Laut Kali-Team soll dies die Suche nach verwundbaren Samba-Servern deutlich vereinfachen. Umkonfigurieren lässt sich der Samba-Client schnell über das Kommandozeilenprogramm „kali-tweaks“. In dessen textbasierter Benutzeroberfläche verstecken sich die entsprechenden Einstellungen unter „Hardening“. Die Einstellung „Default“ kehrt zu der zuvor genutzten Samba-Konfiguration zurück.

Apropos „kali-tweaks“: Im Tool kann man jetzt auch bequem den Mirror-Server für die Softwarepakete ändern. Dabei besteht die Wahl zwischen einem nahegelegenen Community-Server oder dem Cloudflare CDN.

Aktualisierte Desktops

Kali Linux 2021.4 aktualisiert die drei Desktop-Umgebungen Xfce, Gnome und KDE Plasma. Gnome liegt in Version 41 vor, KDE Plasma in Version 5.23. Alle drei Desktops verwenden neue Schaltflächen in der Titelleiste.

Xfce haben die Kali-Entwickler zudem weiter angepasst. So enthält beispielsweise das Panel zwei neue Widgets, von denen eines die Prozessorauslastung verrät, während das andere eine bestehende VPN-Verbindung meldet. Des Weiteren zeigt der Taskmanager nur noch Symbole an. Standardmäßig gibt es ab sofort vier virtuelle Desktops (Workspaces). Die Poweshell folgt jetzt dem Design der anderen Shells und lässt sich über einen Unterpunkt des Terminal-Symbols im Panel aufrufen.

Das vom Kali-Team entwickelte Werkzeug Kaboxer sperrt Anwendungen in eine Sandbox. Dessen Benutzeroberfläche unterstützt jetzt auch das Theming und passt sich somit dem Design der Desktop-Umgebung an.

Weitere Neuerungen

Zahlreiche Änderungen gab es auch bei den Kali-Images für ARM-Rechner. Sämtliche Images verwenden jetzt das Ext4-Dateisystem und unterstützten das Booten via USB. Neu sind Images für das USBArmory MkII und den Raspberry Pi Zero 2 W. Auf letztgenanntem Rechner unterstützt Kali Linux allerdings kein Nexmon. Dessen Firmware liegt jetzt in versionierten Fassungen bei. In zukünftigen Versionen des Tools „kalipi-config“ soll man bequem zwischen den verschiedenen Nexmon-Versionen wechseln können.

Sicherheitsexperten erhalten mit der neuen Kali-Version einige weitere nützliche Werkzeuge. Dazu gehören unter anderem Dufflebag, Maryam, das Open-source Intelligence Framework (OSINT), Name-That-Hash, Proxmark3, Reverse Proxy Grapher, S3Scanner, Spraykatz und truffleHog. Ihr jeweiliger Einsatzzweck listet die offizielle Ankündigung von Kali Linux 2021.4 auf. Dort findet sich auch eine Aufstellung sämtlicher Änderungen und Neuerungen.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben