Das Live-System Tails ermöglicht das anonyme Surfen im Internet über das Tor-Netzwerk. Den entsprechenden Verbindungsaufbau dorthin übernimmt in der neuen Version ein Tor Connection getaufter Assistent.
Dieser kann nach dem bisherigen Verfahren automatisch eine Verbindung aufbauen oder aber das eigene lokale Netzwerk gegenüber dem Tor-Netz verschleiern. Letztgenannte Option richtet sich vor allem an Nutzer, deren Netzwerkverbindung überwacht werden. Darunter fallen vor allem Anwender, deren Internetverbindung einer Zensur unterliegt oder die Gefahr laufen, Opfer von physischer Gewalt zu werden. Der Assistent richtet Tails dann so ein, dass die Tor-Kommunikation für einen Lauscher nicht mehr verdächtig erscheint.
Darüber hinaus hilft der Assistent neuen Tails-Nutzern beim Verbindungsaufbau via WLAN. Abschließend liefert er bei Netzwerkfehlern passende Rückmeldungen. Die Tails-Entwickler weisen darauf hin, dass es sich um die erste Version des Assistenten handelt und bitten die Nutzer um entsprechendes Feedback. In den nächsten Tails-Versionen soll der Assistent noch weitere Funktionen spendiert bekommen.
Neben dem neuen Assistenten haben die Tails-Entwickler die Software ihres Live-Systems aktualisiert. Unter anderem kommt jetzt OnionShare 2.2 zum Einsatz, über dessen „Host a website“-Funktion man besonders einfach eine eigene Internetseite über das Tor-Netzwerk anbieten kann.
Ebenfalls an Bord ist der Passwortmanager KeePassXC 2.6.2, der eine überarbeitete Benutzeroberfläche mitbringt. Der Tor Browser klettert auf Version 10.5.2, Tor selbst auf Version 0.4.5.9. Im Hintergrund arbeitet der Linux-Kernel 5.10.46, wodurch Tails 4.20 mehr Hardware unterstützt.
Die Entwickler weisen darauf hin, dass ein automatisches Update von Tails 4.14 oder früheren Versionen nicht möglich ist – Anwender müssen hier selbst Hand anlegen.
Alle Neuerungen stellt auch noch einmal die offizielle Ankündigung vor.





