Raspbian erhält Aktualisierung und neuen Namen

Raspbian erhält Aktualisierung und neuen Namen

Raspberry Pi OS May 2020 veröffentlicht

Die offizielle Linux-Distribution für den Mini-Computer Raspberry Pi heißt ab sofort Raspberry Pi OS. Dessen neue Version kann unter anderem auf das Buch- und Zeitschriftenangebot der Raspberry Pi Press zugreifen und mit einer Bildschirmlupe den Desktop vergrößern.

Raspberry Pi Press ist ein Unternehmen der Raspberry Pi-Macher. Der Verlag bringt unter anderem das englischsprachige Magazin „The MagPi“ heraus. Dessen Ausgaben sowie weitere kostenlose Publikationen lassen sich über die neue Anwendung Bookshelf abrufen. Sie versteckt sich unter dem Punkt „Hilfe“ im Anwendungsmenü. Bookshelf hält ausschließlich kostenloses Lesematerial bereit.

Die Bildschirmlupe haben die Entwickler in weiten Teilen selbst geschrieben, da keine der für Debian erhältlichen Lupen ihre Ansprüche erfüllte. Die Bildschirmlupe erscheint nach einem Klick auf das entsprechende Symbol rechts in der Taskbar.

Beim ersten Start des Browsers Chromium öffnet dieser einen Fragebogen. Mit ihm bittet die Raspberry Pi Foundation die Anwender um ein kurzes Feedback. Der Fragebogen ist optional, Nutzer des Raspberry Pi müssen ihn nicht ausfüllen und abschicken. Dazu reicht es aus, den Browser einmal zu schließen und neu zu starten.

Bislang galten die beiden internen Audio-Ausgänge via HDMI und den Kopfhöreranschluss als ein einziges ALSA-Gerät. Die neue Raspberry Pi OS-Version behandelt sie jetzt separat. Auf diese Weise lassen sich auch die zwei HDMI-Anschlüsse des Raspberry Pi 4 einfacher nutzen. Anwender müssen allerdings umgekehrt jetzt einstellen, über welchen Ausgang sie Töne hören möchten. Das gelingt über das entsprechende Symbol in der Taskbar.

Wer auf der Kommandozeile die Audio-Ausgabe einrichten möchte, erstellt einfach im eigenen Heimatverzeichnis die Datei „.asoundrc“. Mit dem folgenden Inhalt läuft die Audio-Ausgabe standardmäßig über den Kopfhörerausgang:

defaults.pcm.card 1
defaults.ctl.card 1

Sollte die Datei „.asoundrc“ fehlen, verwendet der Raspberry Pi den HDMI-Ausgang. Gleiches gilt, wenn man in der Datei „.asoundrc“ jeweils die „1“ gegen die „0“ tauscht.

Sämtliche Neuerungen des Raspberry Pi OS erläutert ausführlich ein entsprechender Blog-Beitrag.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben