Unter den meisten Distributionen richtet der NetworkManager das Netzwerk ein. Die neue Version 1.22 bietet zahlreiche kleine Änderungen. Unter anderem unterstützt das Tool nur noch BlueZ in der aktuellen Version 5 und soll schneller betriebsbereit sein.
Letzteres erreicht der NetworkManager 1.22, indem ein Gerät auch dann schon als einsatzbereit gilt, wenn es noch keine IP-Adresse erhalten hat („startup complete“ gilt, wenn das Gerät bereits den Zustand „connected“ erreicht). Dieses Verhalten lässt sich über die Kernel-Parameter „ipv4.may-fail=no“ und „ipv6.may-fail=no“ ausschalten.
Mit dem Kommando „nmcli general reload“ lädt der NetworkManager jetzt die Konfiguration und die DNS-Einstellungen neu.
Das DHCPv4-Plugin basiert jetzt nicht mehr auf Systemd, sondern nutzt die „n-dhcp4“-Bibliothek der Nettools. Die „libnm“-Bibliothek wirft die veratelten WiMAX-APIs „NMDeviceWimax“ und „NMWimaxNsp“ über Bord. Durch einen Umbau von „NMClient“ ist „libnm“ jetzt zudem schlanker.
Zum Lieferumfang des NetworkManger 1.22 gehört auch das noch experimentelle Werkzeug „nm-cloud-setup“. Sofern das System in einer Cloud läuft, konfiguriert das Tool den NetworkManager automatisch passend. Derzeit unterstützt „nm-cloud-setup“ allerdings nur Amazon EC2 mit IPv4-Adressen.
Abschließend haben die Entwickler ihrem Werkzeug noch ein neues Logo spendiert.





