Ab sofort nimmt der Hardwarehersteller Atari auf der Plattform Indiegogo Vorbestellungen für seine neue Videospielkonsole an. Optisch erinnert das Gerät an das legendäre Atari 2600 aus den 1970er Jahren, im Inneren stecken jedoch moderne Technik und Ubuntu.
Die Konsole nutzt zwar Linux als Unterbau, bietet aber eine von Atari entwickelte Benutzeroberfläche. Neue Programme kaufen Spieler über den Atari-eigenen Store. Die Entwickler versprechen jedoch, dass Anwender ihre eigne Programme auf dem Gerät installieren könnten. Die Konsole bietet zudem über 100 vorinstallierte „klassische Atari-Spiele“.
Im Gerät steckt der AMD-Prozessor Bristol Ridge A1 mit Radeon R7-Grafikkarte. Das Gespann kann auf 4 GByte Hauspeicher zugreifen, die Spiele nimmt ein 32 GByte großer Flash-Speicher auf. Als Linux-Distribution soll Ubuntu mit dem Kernel 4.10 zum Einsatz kommen.
Nicht nur die Atari VCS getaufte Konsole orientiert sich am Design des Atari 2600. Im Angebot ist ebenfalls ein Joystick, der seinen Kollegen aus den 1970er Jahren nachempfunden ist. Der neue Joystick lässt sich via Bluetooth und USB mit der Konsole verbinden. Ergänzend gibt es noch ein Gamepad im Atari VCS Design. Über Standard-Schnittstellen an der Konsole sollen Käufer weitere PC-Peripherie wie etwa eine Tastatur anschließen können. Im Einzelnen gibt es Anschlüsse für HDMI 2.0, Gigabit Ethernet und vier USB 3.0-Ports. Drahtlose Verbindungen laufen über WLAN (2.4 und 5GHz) oder Bluetooth 5.0.
Wer ein Atari VCS bekommen möchte, muss mindestens 199 US-Dollar zuzüglich Versand überweisen. Die Konsole im „Collector’s Edition“-Design mit einer Front aus echtem Holz schlägt mit 299 US-Dollar zu und soll nur im Rahmen der Indiegogo-Kampagne erhältlich sein. Einen Joystick gibt es ab 29 US-Dollar. Das Komplettpaket aus Konsole, Joystick und einem Gamepad ist für 339 US-Dollar zu haben.
Die Auslieferung der Geräte soll allerdings erst 2019 erfolgen. Wie bei allen Indigogo- und ähnlichen Crowsfunding-Kampagnen gibt es zudem keine Garantie, dass das Projekt erfolgreich ist – die Vorbesteller müssen dem Unternehmen vertrauen.





