Erfahrene Linux-Nutzer schwören auf flexible Kommandozeilentools, mit denen sie manche Aufgabe schneller bewältigen als in grafischen Programmen. Wir stellen interessante Anwendungen und Aufrufparameter vor, um auch Einsteiger zu einem Ausflug in die Shell zu ermutigen.
Tipp: “mv”: Dateien verschieben und umbenennen
Mit dem Tool mv verschieben Sie auf der Kommandozeile Dateien und Verzeichnisse. Um beispielsweise den Ordner uni nach Dokumente im Home-Verzeichnis zu bewegen, geben Sie Folgendes ein:
mv uni ~/Dokumente
Außerdem hilft das Werkzeug mv dabei, Dateien und Verzeichnisse umzubenennen. Angenommen, Sie möchten der Datei Blindtext.doc einen neuen Namen geben (z. B. Blondtext.doc), dann funktioniert das so:
mv Blindtext.doc Blondtext.doc
mv nimmt also als Erstes die Quelle (also den Originalnamen) entgegen, als Zweites das Ziel (den neuen Namen). Was mit dem Tool nicht funktioniert, ist das gleichzeitige Ansprechen mehrerer Dateien mit einer Wildcard-Konstruktion. Alle Dateien, die mit Blindtext anfangen, erreichen Sie über Blindtext* – allerdings können Sie diese nicht ohne Weiteres in Blondtext* umbenennen:
$ mv Blindtext* Blondtext*
mv: das angegebene Ziel 'Blondtext*' ist kein Verzeichnis
Die Shell löst die Wildcard auf und versucht, die Dateien Blindtext.doc, Blindtext.html und Blindtext.txt des Testrechners in ein Verzeichnis zu verschieben – mv erwartet bei mehr als zwei Argumenten als Letztes einen Ordner. Da das Verzeichnis Blondtext* nicht existiert, beschwert sich das Programm.
Sie können nun mit einer for-Schleife arbeiten [1,2]:
$ ls Blindtext.doc Blindtext.html Blindtext.txt $ for i in Blindtext.*; do mv Blindtext.${i##*.} Blondtext.${i##*.}; done $ ls Blondtext.doc Blondtext.html Blondtext.txt
(Die Konstruktion ${i##*.} entfernt aus d...
[...]
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