Die OneTouch 4 Mini von Maxtor bietet Platz für 160 GByte Daten und kostet weniger als 100 Euro. Sie arbeitet problemlos mit Linux zusammen und speichert ganz schön flott.
Eine externe Festplatte soll möglichst klein sein, nicht viel kosten und trotzdem möglichst vielen Daten Platz bieten. Die OneTouch-4-Mini-Modelle gibt es deshalb in vier Varianten: für das kleine Budget mit 80 GByte ab 60 Euro und wahlweise mit 120, 160 oder 250 GByte Speicher. In unseren Tests benutzten wir das 160-GByte-Modell. Es kostet in Internetshops rund 100 Euro.
Solide Ausführung
Maxtor hat der OneTouch Mini ein USB-Kabel mit Kabelpeitsche spendiert. Über den zweiten USB-Stecker stellen Sie notfalls die Stromversorgung der Harddisk sicher, falls ein Anschluss zu wenig Energie liefert. In den Tests mit verschiedenen Rechnern genügte es jedoch, jeweils das mit Power+Data beschriftete Ende an den Rechner anzuschließen. Sehr gut gefiel auch die auf der Unterseite gummierte Hülle der OneTouch 4 Mini, die dafür sorgt, dass die Platte nicht rutscht und keine Vibrationen überträgt. So arbeitet die Harddisk absolut leise. Im Inneren des Maxtor-Gehäuses, das sich ohne Schraubenzieher öffnen lässt, werkelt eine Momentus 5400.3 von Seagate. Mit wenigen Handgriffen und einem Kreuzschraubenzieher lässt sie sich durch eine beliebige 2,5-Zoll-SATA-Platte ersetzen.
Aktuelle externe Festplatten haben in der Regel einen speziellen Button, über den Sie unter Windows oder Mac OS ein Backup starten können. Eine solche Taste bringt auch die OneTouch 4 Mini mit, entsprechende Linux-Treiber gibt es allerdings nicht.
Gute Performance
Laut hdparm liest die OneTouch 4 Mini mit rund 25 MByte pro Sekunde. In zwei weiteren Benchmarks musste die Platte ihre Geschwindigkeit unter Beweis stellen. Zunächst maßen wir die Transferraten beim Lesen und Schreiben mit dem synthetischen Benchmarkslow.c von Jon Burgess [1] und dem Dateisystem Ext3. Der Test misst, wie lange es dauert, auf der USB-Platte eine 1 GByte große Datei anzulegen oder auszulesen. Hier erreichte die Seagate-Platte Spitzenwerte von 26,5 MByte/s beim Schreiben und 28,5 MByte/s beim Lesen.
In einem zweiten Test maßen wir, wie schnell die Seagate-Platte MP3-Dateien auf den Rechner und zurück kopiert. Da Festplatten in der Regel auf den höheren Zylindern deutlich langsamer arbeiten, erstellten wir dazu eine kleine Partition auf den ersten Zylindern am Plattenanfang und kopierten eine 1 GByte große ZIP-Datei von der internen Harddisk auf die USB-Platte. Hier erreichte die OneTouch 4 Mini Werte von 18,5 MByte/s (Schreiben) und 20,3 GByte (Lesen). Wie erwähnt, handelt es sich bei beiden Tests um Bestwerte, die über die komplette Platte verteilten Durchschnittswerte liegen je nach Dateigröße zwischen 15 und 20 MByte/s.
Von NTFS zu Ext3
Wie die meisten aktuellen Festplatten ist auch die Maxtor OneTouch 4 Mini mit dem Windows-Dateisystem NTFS formatiert. Möchten Sie die Platte ausschließlich unter Linux nutzen, formatieren Sie sie am besten mit dem Linux-Dateisystem Ext3. Unter OpenSuse benutzen Sie dazu das Partitionierungsmodul von YaST. Sie finden es unter System / Partitionierung. Auf allen Distributionen funktioniert folgende Anleitung:
- Öffnen Sie ein Terminalfenster mit Administratorrechten über den Befehl
kdesu konsole. - Geben Sie den Befehl
fdisk -lein. Er listet Ihnen sämtliche Festplatten und Partitionen auf (Abbildung 1). - Notieren Sie sich die Gerätedatei der Maxtor-Platte. Auf Abbildung 1 erkennen Sie die Platte an der Größenangabe von 160 GByte (rot markiert) und die Partition am Dateisystem NTFS (grün markiert).
- Geben Sie den Befehl
umountGerätedatei ein, um die NTFS-Partition auszuhängen. Gerätedatei müssen Sie dazu durch die entsprechende/dev/sdX-Bezeichnung ersetzen, auf der Abbildung ist dies/dev/sdb1. War die Partition nicht eingehängt, zeigt die Konsole einen entsprechenden Hinweis an. Verlief das Aushängen erfolgreich, erscheint keine Meldung. - Formatieren Sie die Partition mit dem Befehl
mkfs.ext3 Gerätedatei. Auch hier müssen Sie anstelle von Gerätedatei die passende Bezeichnung angeben, zum Beispielmkfs.ext3 /dev/sdb1. - Nach dem Formatieren können Sie die Platte bereits benutzen, sie erscheint jedoch in der Ausgabe von
fdisk -lnoch immer als Typ HPFS/NTFS. Um die Kennung auf Linux zu ändern, geben Sie den Befehlsfdisk -c FestplattePartitionTypein, zum Beispielsfdisk -c /dev/sdb 1 83.
Schließen Sie nun die Platte am System neu an, erkennt Linux die Ext3-Partition korrekt.
Fazit
Die OneTouch 4 Mini macht keinen Lärm, kommt in einem soliden und rutschfesten Gehäuse und ist relativ günstig. Sie eignet sich somit ideal als kleine schnelle Festplatte für unterwegs oder als Backupmedium für den heimischen Rechner.
Glossar
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Synthetischer Benchmark
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Ein Benchmark, der zur Bestimmung der Geschwindigkeit mit extra für den Test generierten Daten anstelle von realen Dateien arbeitet. In der Regel liefern solche Benchmarks Werte, die leicht über der tatsächlichen Performance liegen.
[1] Slow.c-Benchmark: http://www.jburgess.uklinux.net/slow.c


