Kurztest Linux Mint 18.1

Aus EasyLinux 04/2017

Kurztest Linux Mint 18.1

Linux Mint 18.1 erschienen

Die Macher der auf Ubuntu basierenden Distribution Linux Mint [1] haben eine neue Version veröffentlicht. Bei Redaktionsschluss standen Startmedien mit Cinnamon- und Mate-Desktop-Umgebung bereit, eine KDE-Version folgt später.

Linux Mint führt seit einiger Zeit die Charts von DistroWatch an; in den letzten Monaten lag es mit deutlichem Abstand vor Debian, OpenSuse und Ubuntu [6]. Die mitgelieferten Anwendungen haben die Entwickler auf den aktuellen Stand gebracht. Als Kernel meldet sich Linux 4.4.0-31: Den Unterbau stellt weiterhin Ubuntu 16.04.

Cinnamon Edition

Cinnamon liegt in der Version 3.2 vor (Abbildung 1). Diese enthält einen in Python komplett neu entwickelten Screensaver. Er soll flotter arbeiten und sich einfacher anpassen lassen. Des Weiteren zeigt der Bildschirmschoner auf Laptops den Ladezustand der Batterie. Anwender können zudem die Lautstärke stumm schalten, ohne vorher die Bildschirmsperre aufzuheben.

Abbildung 1: Mint 18.1 (hier in der Cinnamon Edition) ist eine aktuelle Distribution, deren Unterbau auf Ubuntu 16.04 LTS basiert.

Abbildung 1: Mint 18.1 (hier in der Cinnamon Edition) ist eine aktuelle Distribution, deren Unterbau auf Ubuntu 16.04 LTS basiert.

Cinnamon 3.2 spielt auf Wunsch einen Sound ab, wenn der Desktop eine Nachricht anzeigt. Panels können jetzt auch vertikal an einem Bildschirmrand kleben. Optisch verbessert haben die Entwickler zudem die Anzeige von Menüs und Listen. Besitzt der Rechner einen unterstützten Beschleunigungssensor, rotiert Cinnamon automatisch beim Drehen des Bildschirms auch den Bildschirminhalt. Des Weiteren unterstützt Cinnamon jetzt den neuen Touchpad- und Eingabetreiber libinput. Den Audioplayer Banshee aus früheren Versionen hat das Mint-Projekt durch Rhythmbox ersetzt. Alle weiteren Änderungen listen die Release Notes [4] auf.

Mate Edition

Die Mate-Variante von Linux Mint bringt Mate 1.16 mit. Dessen Neuerungen halten sich in Grenzen: Neben Fehlerkorrekturen und aktualisierten Übersetzungen haben die Entwickler weitere Komponenten auf GTK+3 umgestellt, darunter auch das Terminalprogramm. Sämtliche Änderungen finden Sie auch zur Mate Edition in den Release Notes [5].

Allgemeine Änderungen

Neuerungen gab es auch bei den “X-Apps”, generischen Standardprogrammen, die sich in alle Gnome-ähnlichen Desktops gut integrieren sollen. So bietet der Editor Xed jetzt eine überarbeitete Suchfunktion, die sich in Form einer Leiste am unteren Fensterrand manifestiert. Ruft man den Editor mit Root-Rechten auf, warnt Xed mit einem dicken fetten roten Hinweis. Der Mediaplayer Xplayer schaltet bei mehreren angeschlossenen Bildschirmen nur einen in den Vollbildmodus und die anderen schwarz. Der Dokumentenbetrachter Xreader bietet ab sofort HiDPI-Unterstützung.

Die Aktualisierungsverwaltung (Update Manager) hat eine zusätzliche Spalte erhalten, in der man die Herkunft der Updates ablesen kann. Kernel-Updates springen zudem deutlicher ins Auge. Installiert man eine neue Sprache, holt Mint automatisch weitere passende Pakete nach, wie etwa Wörterbücher und Schriften. In den Vorversionen musste man diese ergänzenden Pakete noch per Hand einspielen.

Die Entwickler unterstützen Linux Mint 18.1 bis zum Jahr 2021: Es handelt sich wie immer um eine Long-Term-Support-Version.

Infos

  1. Linux Mint: https://www.linuxmint.com/
  2. Download, Cinnamon Edition (64 bit): https://www.linuxmint.com/edition.php?id=226
  3. Download, Mate Edition (64 bit): https://www.linuxmint.com/edition.php?id=228
  4. Release Notes, Cinnamon Edition: https://www.linuxmint.com/rel_serena_cinnamon.php
  5. Release Notes, Mate Edition: https://www.linuxmint.com/rel_serena_mate.php
  6. DistroWatch Charts: https://distrowatch.com/dwres.php?resource=popularity
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