KaOS 2016.09 mit KDE 5 installieren

Aus EasyLinux 01/2017

KaOS 2016.09 mit KDE 5 installieren

Neues von den Kaoten

Möchten Sie das aktuellste KDE ausprobieren? Das gelingt am leichtesten mit der speziellen Linux-Distribution KaOS, deren Entwickler das Ziel verfolgen, Neuigkeiten aus dem KDE-Projekt möglichst schnell zu integrieren. Auf der Heft-DVD finden Sie KaOS 2016.09.

KaOS [1] ist eine Arch-Linux-basierte Distribution, die besonderen Wert auf aktuelle KDE- [2] und Qt-Pakete legt. Die im September erschienene Version 2016.09 enthält die KDE-Komponenten Plasma 5.7.90, Frameworks 5.26.0 und Applications 16.08.1.

Die Distribution, die Sie auf der Heft-DVD als 64-Bit-Version finden, startet als Live-System, so dass Sie damit die aktuellen Entwicklungen im KDE-Projekt unter die Lupe nehmen können, ohne ein bestehendes Linux-System auf neue KDE-Komponenten zu aktualisieren. Wenn Sie einen älteren Rechner mit 32-Bit-CPU betreiben, können Sie KaOS nicht verwenden, denn die Entwickler bieten keine 32-Bit-Version an.

Installation

Für die Einrichtung auf Platte setzt KaOS auf einen klassischen Installer, der in bekannter Reihenfolge die gewünschte Systemkonfiguration erfragt – bei der Partitionierung gibt es aber nur die Wahl zwischen dem Löschen der Platte und manueller Aufteilung (Abbildung 1).

Abbildung 1: Zur Installation gehört auch bei KaOS die Partitionierung.

Abbildung 1: Zur Installation gehört auch bei KaOS die Partitionierung.

Nach Abschluss der Kopierarbeiten können Sie das frisch installierte System booten. Ein Assistent führt Sie dann durch einige grundlegende Einstellugen zur Optik der Oberfläche.

Sie können nun die standardmäßig vorinstallierten Programme ausprobieren oder über die Softwareverwaltung Octopi, die Sie über System / Software hinzufügen/entfernen im K-Menü erreichen, zusätzliche Anwendungen nachinstallieren. Falls Ihnen KaOS so gut gefällt, dass Sie dauerhaft damit arbeiten möchten, geben wir nur zu bedenken, dass die Softwareverwaltung weder auf dem RPM-Format (wie OpenSuse) noch auf dem Debian-Paketformat (wie Ubuntu) basiert; deswegen laufen dort viele Verwaltungsarbeiten anders als bei den von EasyLinux unterstützten Distributionen ab. Wenn Sie bereits zu den fortgeschrittenen Anwendern gehören, sollte das aber kein Hindernis darstellen.

KaOS verfolgt das Konzept der “Rolling Release”: Das bedeutet, dass es häufig Aktualisierungen gibt und damit auch neuere Programmversionen (mit neuen Features, nicht nur solche mit Fehlerkorrekturen) installiert werden, so dass eine KaOS-Installation auch ohne Distributions-Upgrade auf eine neuere Release aktuell bleibt.

Infos

[1] KaOS: http://kaosx.us/

[2] KDE: http://www.kde.org/

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