Das Internet ist eine fast unerschöpfliche Wissensquelle. Gerade bei Computer- und Technikfragen stehen die Chancen gut, eine Antwort im Netz zu finden – wenn Sie an den richtigen Stellen suchen.
Nur mit Guru-Wissen ist es möglich, ein Linux-System auf dem Desktop zu betreiben? Das gilt schon lange nicht mehr – die Distributionen der Gegenwart, ob Ubuntu, OpenSuse oder Fedora, bringen clevere Installationsroutinen mit, so dass der Einstieg in Linux leicht fällt. Auch danach stehen allerlei Helferlein zur Verfügung, um die wichtigsten Aufgaben, wie z. B. die Installation von Updates, komfortabel abzuwickeln.
Auch das Thema Hardware spielt heute nur noch eine untergeordnete Rollen: Die meisten Computer und Notebooks, die es im Elektrohandel gibt, funktionieren einfach und setzen keine weiteren Arbeiten voraus. Der Komfort erstreckt sich sogar auf die Installation von Treibern für Hardware, die der Linux-Kern selbst ab Werk nicht unterstützt – Karten mit Nvidia- oder AMD-Chipsatz lassen sich meist problemlos betreiben, und zwar auch mit den binären Herstellertreibern.
Doch gelegentlich treten Probleme auf, welche die Distributionsentwickler so nicht auf dem Schirm hatten. Dann ist guter Rat teuer:
- Was tun, wenn die Installation des Grafikkartentreibers fehlschlägt und die 3-D-Unterstützung einfach nicht funktionieren will?
- Wie gehen Nutzer am besten mit fehlgeschlagenen Betriebssystem-Updates um, bei denen sich YaST oder Muon mit einer Fehlermeldung verabschieden?
Neben der Binsenweisheit “Ruhig bleiben” braucht es vor allem eine Lösung des Problems in der konkreten Situation. Die gibt es häufig im Netz.
Viele PC-Anwender greifen nicht mehr zum Brockhaus, wenn sie eine Frage haben, sondern schauen lieber gleich in der Wikipedia nach. Was beim Allgemeinwissen funktioniert, gilt für Technikfragen erst recht: Wer ein Computerproblem hat, findet im Internet vermutlich die passende Lösung dafür. Ein Selbstläufer ist das allerdings nicht. Denn für praktisch jede Problemkategorie gibt es sowohl eigene Websites mit vielen Inhalten als auch Foren, in denen der Informationsaustausch und Diskussionen möglich sind. Wir haben für Sie eine Liste der wichtigsten Anlaufstellen erstellt, damit Sie im Fall des Falles wissen, wohin Sie sich bei Problemen mit Linux oder den einzelnen Tools Ihres Systems wenden.
Hardware
Bevor wir die Hilfemöglichkeiten zu spezifischen Linux-Distributionen besprechen, zunächst etwas Grundsätzliches: Hilfe in Sachen Hardware. Wenn die Neuanschaffung eines Geräts ins Haus steht, lohnt es sich, bereits im Vorfeld die Linux-Tauglichkeit genauer zu beleuchten. Das verhindert böse Überraschungen und bietet unter Umständen auch Anhaltspunkte dafür, welche Linux-Distribution für das Gerät die beste Unterstützung bietet (falls es da überhaupt Unterschiede gibt). Im Netz finden sich gleich mehrere Seiten, die sich der Hardwarekompatibilität unter Linux widmen.
Unter dem Namen H-Node [1] betreibt etwa die Free Software Foundation eine auch in deutscher Sprache verfügbare Datenbank, die über die Kompatibilität von aktueller Hardware mit Linux aufklärt. Das Projekt lebt maßgeblich von der Beteiligung der Nutzer: Wer Linux auf einem spezifischen Gerät testet, kann auf H-Node einen Eintrag für die Hardware anlegen. Obwohl keine Firma hinter H-Node steckt, die aus kommerziellem Interesse die Einträge einpflegt und aktuell hält, ist der Umfang der Datenbank beachtlich, so finden sich z. B. mehr als 500 Notebook-Modelle.
Hinzu kommt eine Kompatibilitätsskala für Notebooks, Drucker und Scanner. Diese ermöglicht es Ihnen, die Funktionalität des jeweiligen Geräts mit Linux auf den ersten Blick zu erkennen (Abbildung 1). Geräte mit dem Status “A-Platin” werden etwa komplett und ohne Ausnahme von Linux unterstützt. “B-Gold” bedeutet, dass zwar alle im Gerät enthaltenen Komponenten unter Linux funktionieren, aber möglicherweise nur mit eingeschränkter Performance.

Abbildung 1: H-Node ist die umfassende Hardware-Datenbank der Free Software Foundation, die schnell Infos über den Support-Zustand einer Hardware gibt.
Die Skala bezieht sich in ihrer Wertung allerdings ausschließlich auf freie Treiber, zu denen die Grafikkartentreiber von Nvidia oder AMD etwa nicht gehören. Geräte mit Status “B-Gold” haben diesen oft, weil der 3-D-Modus der Grafikkarte mit freien Treibern nicht nutzbar ist. Wenn Sie die Herstellertreiber installieren, beheben Sie die Einschränkung und wären theoretisch “A-Platin” – aber eben mit proprietären Treibern.
Vergleichbar praktisch ist auch das Linux-Drivers-Projekt [2]: Hier finden Sie zwar keine Datenbank, dafür aber jede Menge Links zu den verfügbaren Datenbanken der Hersteller. Das umfasst nicht nur die Distributionsdatenbanken von Ubuntu, OpenSuse & Co., sondern auch Sonderseiten für spezielle Hardware wie besondere Drucker oder digitale Videokarten für DVB.
Ubuntu, OpenSuse & Co.
Eine der ersten Anlaufstellen für Hilfe ist die Dokumentation der eigenen Distribution. Ubuntu legt an dieser Stelle mächtig vor: Sowohl für Ubuntu selbst [3] als auch für dessen KDE-Variante Kubuntu findet sich einiges an Dokumentation im jeweiligen Handbuch [4]. Der Haken an der Sache ist, dass die offizielle Kubuntu-Dokumentation nur in englischer Sprache zur Verfügung steht. Auch der Umfang ist eher beschränkt: Die Hinweise zu Kubuntu beschränken sich etwa auf die Themen Installation und erste Schritte. Umfangreicher ist die Ubuntu-Hilfe, dort sind allerdings viele Themen gerade nicht auf die KDE-Umgebung gemünzt, die Sie Kubuntu nutzen. In deutscher Sprache verlinkt Kubuntu auf das Kubuntu-DE-Projekt [5], das selbst nur ein Wiki und ein Forum betreibt.
Besser haben es die Nutzer von OpenSuse. Gerade weil OpenSuse seinen Ursprung bei Suse in Nürnberg hat, ist der Umfang an deutschsprachigen Texten auf der OpenSuse-Website und speziell im Dokumentationsbereich [6] groß (Abbildung 2). Neben vielen Hinweisen rund um die OpenSuse-Installation finden sich auch Themen aus dem Alltag der Systemadministration, etwa zum Einrichten neuer Hardware oder zum Umgang mit der Paketverwaltung. Über ein Icon ist für Besucher schnell erkennbar, ob ein Text auf Deutsch oder Englisch vorliegt.

Abbildung 2: Das OpenSuse-Wiki bündelt deutsch- und englischsprachige Dokumentation zu vielen Linux-Themen.
Wikis der Distributoren
Neben den offiziellen Dokumentationsseiten der Hersteller haben sich auch Wiki-Seiten und Benutzerforen durchgesetzt. Die beiden Medien sind dabei eigentlich ganz unterschiedlich, laufen aber letztlich auf den gleichen Betriebsmodus hinaus: Nutzer stellen Informationen zur Verfügung, die andere Anwender anschließend finden und verwenden können.
Ein hervorragendes Beispiel für solch ein Wiki haben wir bereits erwähnt: Die Website von OpenSuse ist eine Wiki-Seite. Dort ist aber der Kreis der Personen eingeschränkt, die Seiten verändern dürfen.
Wer nicht auf OpenSuse, sondern auf Ubuntu setzt, kann sich gleich zwischen mehreren Wiki-Seiten entscheiden. Das bekannteste Ubuntu-Wiki in deutscher Sprache ist wohl das von Ubuntuusers.de [7]. Hier finden sich auf über 7000 von den Mitgliedern angelegten Seiten Informationen zu nahezu jedem erdenklichen Thema rund um Ubuntu und dessen Varianten mit alternativen Desktops (wie Kubuntu und Xubuntu). Da das Wiki von Ubuntuusers bereits seit ein paar Jahren aktiv ist, gibt es auch umfangreiche Maßnahmen zur Qualitätssicherung: Über fast jedem Artikel findet sich etwa ein Kasten mit der Information, für welche Ubuntu-Versionen der Inhalt des Artikels gültig ist. Unterschiedliche Grafikelemente sorgen dafür, dass die Seiten klar strukturiert wirken – Kommandozeilennefehle sind z. B. klar zu erkennen. Beschreibt ein Eintrag im Wiki von Ubuntuusers einen Vorgang, bei dem die Installation zusätzlicher Pakete nötig ist, lässt sich diese meist direkt aus dem Webbrowser heraus über einen Link starten.
Wer statt Ubuntu oder OpenSuse mit Fedora arbeitet, stößt möglicherweise auch auf das Fedora-Wiki [8]. Das Projekt nutzt dieses Wiki auf der eigenen Website aber in erster Linie, um die dort angebotenen Informationen zu strukturieren. Ein Mitmachprojekt nach dem Muster von Ubuntuusers.de ist es nicht.
Foren von Produktherstellern
Spezielle Hardware wie die Grafikkarten von Nvidia oder AMD sind häufig der Grund für Probleme und Fragen. Denn deren offizielle Herstellertreiber sind nicht quelloffen und darum nicht auf den Linux-Installations-DVDs enthalten. Stattdessen handelt es sich um proprietäre Zusatzprodukte, die Sie von außen “dazu basteln” müssen. Darum stoßen Nutzer in den Foren von OpenSuse, Fedora oder Ubuntu manchmal auf taube Ohren. Das hat zum Teil ideologische Gründe: Viele Nutzer im IRC oder in anderen Foren setzen aus Überzeugung auf freie Software und lehnen die in ihren Augen unnötigen proprietären Treiber ab. Dass Nvidia und AMD die Quellen ihrer Treiber offenlegen werden, ist aber unwahrscheinlich.
Beide Hersteller bieten eigene Foren an, in denen Nutzer bei Problemen um Rat bitten können. Bei Nvidia heißt das Forum “Cuda Zone” [9], AMDs Gegenstück nennt sich einfach “Linux Support Forum” [10] (Abbildung 3). Leider setzen beide ausschließlich auf die englische Sprache: Wer sein Problem hier also vortragen möchte, muss entweder selbst ausreichend gut Englisch sprechen oder braucht Hilfe bei der Formulierung. Als letzter Strohhalm eignen sich die beiden Foren aber durchaus, zumal hier regelmäßig auch von den Herstellern bezahlte Entwickler mitlesen, die sowohl leichte als auch komplexe Fragen beantworten können.

Abbildung 3: AMD bietet mit seinem Forum eine Plattform rund um die eigenen, proprietären Treiber für Grafikkarten.
Mailinglisten
Mailinglisten sind einer der klassischen Wege, um spezifische Themen zu diskutieren. Im Gegensatz zu Foren haben sie den Vorteil, dass man sich einfach per E-Mail am Austausch beteiligen kann. Nutzer müssen sich also nicht mit den Eigenheiten einer speziellen Foren-Webanwendung herumschlagen. Im Open-Source-Umfeld erfreuen sich Mailinglisten bis heute großer Beliebtheit. Da verwundert es nicht, dass sowohl OpenSuse als auch Ubuntu Mailinglisten für die eigenen Nutzer betreiben. Ubuntu hat in Form der “ubuntu-de”-Mailingliste [11] auch ein deutschsprachiges Angebot; die englische “ubuntu-users”-Mailingliste ist allerdings aktiver.
Deutlich mehr Beiträge finden sich auf der “opensuse-de”-Mailingliste [12] von OpenSuse, wo alle Fragen zu OpenSuse in deutscher Sprache willkommen sind.
Auch EasyLinux bietet zwei Mailinglisten zu OpenSuse und Ubuntu an, auf denen Sie sich auf unserer Webseite anmelden [13] und dann neben allgemeinen Fragen auch speziell die Artikel aus unserer Zeitschrift diskutieren können. Dass eine Anmeldung nötig ist, gilt übrigens für alle Mailinglisten: Das Grundprinzip ist, Nachrichten aller Mitglieder wahlweise direkt oder gesammelt (täglich oder wöchentlich) an die übrigen Mitglieder weiterzuleiten. Dafür muss die Mail-Adresse bekannt sein. Die meisten Mailinglisten erlauben auch erst nach der Anmeldung, Mails zu verschicken. Bei EasyLinux läuft das dann über die Adressen ubuntu@easylinux.de und suse@easylinux.de.
Schnelle Hilfe im Forum
Neben den Wikis spielen auch Foren heute eine wichtige Rolle im Alltag vieler Open-Source-Projekte: Sie bieten den eigenen Nutzern eine Plattform für den Austausch mit anderen. Sowohl für Ubuntu als auch für OpenSuse und Fedora stehen entsprechende deutschsprachige Plattformen zur Verfügung.
- Eines der größten Ubuntu-Foren im deutschsprachigen Raum ist das von Ubuntuusers.de [14] (Abbildung 4).
- Für OpenSuse findet sich das “offizielle” deutsche Support-Forum auf dem OpenSuse-Server [15].
- Das deutsche Fedora-Forum [16] richtet sich an die Nutzer von Red Hats Community-Distribution.
Forenbeiträge sind in der Regel thematisch in Themen und Unterthemen sortiert, ohne eine solche Struktur wäre es schwierig, Informationen zu finden. Wie die Aufteilung aussieht, legt dabei jeder Forenanbieter selbst fest. Wenn Sie ein neues Forum zum ersten Mal nutzen, ist es also sinnvoll, sich zunächst mit der Aufteilung der Themen vertraut zu machen.
Linux-Community und EasyLinux-Archiv
Ein deutsche Forum für Linux-Nutzer betreibt übrigens auch EasyLinux mit seiner Schwesterzeitschrift LinuxUser zusammen: Die Linux-Community [17] ist nicht auf eine spezifische Distribution ausgerichtet, sondern versteht sich eher als allgemeines Forum zu praktisch allen Fragen mit Linux-Bezug. Hinzu kommen in regelmäßigen Abständen verfasste Artikel und ein IT-Stellenmarkt. Schließlich sind über die Linux-Community die Heftarchive von EasyLinux und LinuxUser zu erreichen: Darin finden Sie alle Artikel, die in den beiden Zeitschriften in den vergangenen Jahren erschienen sind – was älter als ein Jahr ist, ist in jedem Fall kostenlos verfügbar, von den aktuelleren Ausgaben ist eine Auswahl von Artikeln freigeschaltet. Häufig hilft auch ein entsprechender Fachartikel beim Lösen von Problemen.

Abbildung 5: Die Linux-Community enthält neben einem Fragen-Forum auch die Heftarchive von LinuxUser und EasyLinux.
IRC-Chatkanäle
Zum Abschluss möchten wir noch das etwas in die Jahre gekommene IRC erwähnen: IRC steht für Internet Relay Chat; es handelt sich um eines der ältesten Chatprotokolle des Internet. Seine Hochzeit hatte IRC am Anfang dieses Jahrtausends, als es auch viele Chat-Kanäle für technikferne Themen gab. Mittlerweile kommt IRC vorrangig als Medium für Diskussionen mit technischem Schwerpunkt zum Einsatz. Wenn Sie eine technische Frage haben, sind Sie im IRC genau richtig.
Zwei große IRC-Netzwerke mit Technikbezug konkurrieren aktuell um die Gunst der Nutzer: Freenode [18] ist das bekanntere der beiden, aber auch OFTC (The Open and Free Technology Community) [19] zieht viele Projekte aus dem Open-Source-Umfeld an. Eine generelle Aussage dazu, welches der beiden Netze für welche Art von Fragestellung besser passt, lässt sich nicht treffen. Wenn Sie mit einem Programm Schwierigkeiten haben, lohnt sich häufig ein Blick in die Onlinedokumentation oder auf die Website des Tools – falls es einen eigenen IRC-Kanal hat, findet sich dort meist ein Hinweis.
Für die Kontaktaufnahme zum IRC brauchen Sie einen Client., z. B. Kopete, Pidgin oder XChat. Freenode bietet aber auch einen webbasierten Zugang zum eigenen Netzwerk (Freenode-Webchat, Abbildung 6) [20]. Die Sprache von Kanälen (Channels) bei kleineren Projekten ist meistens Englisch; im Gegenzug haben Sie oft das Glück, direkt einen der Entwickler der Programme zu erreichen.
Ubuntu und OpenSuse legen vor
Große Kanäle zu distributionsspezifischen Themen sind meist auf Freenode beheimatet: Im Kanal #ubuntu.de stellen Sie etwa in deutscher Sprache Fragen zu Ubuntu. OpenSuse hat bei Freenode lediglisch einen Kanal in englischer Sprache (#suse). Für Fedora finden sich ebenfalls Channels.
Einen Nachteil hat IRC allerdings auch: Oft tummeln sich in den jeweiligen Kanälen so viele Benutzer gleichzeitig, dass Fragen einzelner Personen im Grundrauschen untergehen. Der offizielle Ubuntu-Kanal in Freenode, #ubuntu, wird praktisch immer von mehr als 1000 Leuten besiedelt, so dass es äußerst schwierig ist, zusammenhängende Konversationen zu einzelnen Fragen zu führen. Möglicherweise hilft es allerdings, auf einen anderen, spezifischeren Kanal auszuweichen – etwa #kubuntu für Fragen zu Kubuntu oder #ubuntu-kernel in Fällen, bei denen es um den Betriebssystemkern (das eigentliche Linux) von Ubuntu oder Kubuntu geht. Dreht sich die Frage um eine spezifische Applikation, etwa um KDE oder Gnome, finden sich dafür meist separate Channels. Im Zweifelsfall gilt, dass Antworten in kleinen, spezifischen Kanälen wahrscheinlicher sind als in den großen.
Netiquette ist ein Muss
Regelmäßig finden sich in Foren und IRC-Channels erfahrene Nutzer, oft sogar die Entwickler einzelner Programme, die meistens auch bereit sind zu helfen. Es empfiehlt sich dabei allerdings, einige Grundregeln zu beachten, was die Kommunikation angeht. Praktisch alle Onlineformen der Kommunikation kennen so genannte Netiquette-Regeln, also Kommunikationsstandards, an die sich alle halten (sollten). Meist geht es dabei gar nicht so sehr um Höflichkeit – die ist ohnehin ein Muss, und wer diesen Grundsatz ignoriert, wird vermutlich nicht weit kommen. Viel eher drehen sich die gängigen Netiquette-Regeln um den Inhalt von Fragen und die Art und Weise, wie diese gestellt werden.
- In deutschsprachigen Foren gilt es etwa meist als verpönt, in übertriebenem Maße Abkürzungen und Verniedlichungsformen zu verwenden.
- Metafragen wie “Kennt sich jemand mit Dolphin unter KDE aus?” sind nicht sinnvoll zu beantworten und mithin ebenfalls ungern gesehen.
Grundsätzlich gilt: Wer eine Frage hat, stellt diese am besten so detailreich wie möglich. Das erhöht die Chancen auf eine Antwort im IRC wie in diversen Foren beträchtlich. Details zum Thema “Fragen richtig stellen” liefert Eric S. Raymond – allerdings nur in Englisch – unter [21]. (Über den den Link Translations auf der Seite ist auch eine deutsche Version erhältlich, die allerdings zwei Jahre älter als die aktuelle englische Fassung ist.) Im Forum von Ubuntuusers liefern die Moderatoren eine vergleichbare, wenn auch kürzere Liste [22]. Fest steht: Wenn Sie sich an ein paar grundlegende Regeln halten, stehen die Chancen auf eine hilfreiche und schnelle Antwort gut.
Fazit
Wer ein Problem mit seinem Linux-System hat, wird im Netz früher oder später eine Antwort auf die Frage finden – oder einen Anwender, der das gleiche Problem hatte und erfolgreich lösen konnte. Kommunikationsplattformen für den Austausch untereinander gibt es jedenfalls in ausreichender Menge.
Infos
[1] H-Node: https://www.h-node.org/
[2] Linux Drivers Project: http://www.linux-drivers.org/
[3] Ubuntu-Hilfe: https://help.ubuntu.com/
[4] Kubuntu-Dokumentation: http://docs.kubuntu.org/
[5] Deutsche Kubuntu-Website: http://www.kubuntu-de.org/
[6] OpenSuse-Dokumentation: https://de.opensuse.org/Portal:Dokumentation
[7] Wiki von Ubuntuusers.de: https://wiki.ubuntuusers.de/Startseite
[8] Fedora-Wiki: https://fedoraproject.org/wiki/Fedora_Project_Wiki/de
[9] Cuda Zone von Nvidia: https://devtalk.nvidia.com/default/board/98/linux/
[10] AMD Support Forum: https://community.amd.com/community/support-forums/linux-apple-boot-camp/linux
[11] Ubuntu-Mailingliste: https://lists.ubuntu.com/mailman/listinfo/ubuntu-de
[12] OpenSuse-Mailingliste: https://lists.opensuse.org/opensuse-de/
[13] EasyLinux-Mailinglisten: http://www.easylinux.de/Kontakt/Mailinglisten
[14] Ubuntuusers.de-Forum: https://forum.ubuntuusers.de/
[15] OpenSuse-Forum: https://forums.opensuse.org/forumdisplay.php/843-Deutsch-%28German%29
[16] Fedora-Forum: https://www.fedoraforum.de/
[17] Linux-Community: https://www.linux-community.de/
[18] Freenode: http://www.freenode.org/
[19] The Open and Free Technology Community (OFTC): http://www.oftc.net/
[20] Freenode-Webchat: http://webchat.freenode.net/
[21] Smart Questions: http://www.catb.org/esr/faqs/smart-questions.html
[22] Fragen richtig stellen: https://wiki.ubuntuusers.de/ubuntuusers/Moderatoren/Richtig_fragen


