Die Macher des freien DTP-Programms Scribus haben eine neue Version mit größeren, teilweise lang erwarteten Änderungen veröffentlicht. Scribus 1.5.0 dient allerdings nur als Vorschau auf die nächste stabile Version 1.6.0.
Die neue Version 1.5.0 haben die Entwickler primär zu Testzwecken veröffentlicht, von einem produktiven Einsatz raten sie daher vorerst ab. Die größte Neuerung ist die generalüberholte Benutzeroberfläche, die jetzt auf Qt 5.2 basiert. Unter anderen nehmen Kontextmenüs nicht mehr so viel Platz ein, das Fenster mit den Dokumenteinstellungen haben die Entwickler sogar komplett neu geschrieben.
Mit der neuen Klon-Funktion lassen sich Symbole erstellen. Ändert man ein solches Objekt, passt Scribus automatisch auch alle Duplikate an. Das „Weld“-Feature erlaubt zudem das zusammenfassen von Objekten, ohne sie gruppieren zu müssen.
Texte lassen sich endlich vertikal skalieren, es gibt Fuß- und Endnoten, Textvariablen und Querverweise. Des Weiteren führt Scribus 1.5.0 richtige Tabellen ein. Obendrauf gibt es zahlreiche neue Import-Filter, die sogar einige Indesign- und QuarkXPress-Formate verstehen. Die neuen Filter gelten jedoch größtenteils noch als „experimentell“.
Änderungen erfahren hat zudem das Dateiformat, mit Scribus 1.5.0 erstellte Dokumente lassen sich folglich nicht in älteren Versionen öffnen. Im Gegenzug können Anwender jetzt Bilder in den Scribus-Dokumenten speichern, frühere Versionen merkten sich lediglich den Dateinamen der Bilddatei.
Sämtliche Neuerungen listet die Readme-Seite im Scribus-Wiki auf. Artikel zu Scribus gab es zuletzt im EasyLinux 04/2014 und im LinuxUser 05/2014.





