Heft-DVD: OpenSuse 13.2 installieren

Aus EasyLinux 01/2015

Heft-DVD: OpenSuse 13.2 installieren

OpenSuse 13.2

Mit OpenSuse 13.2 installieren und nutzen Sie Linux gewohnt komfortabel. Die Heft-DVD enthält die 64-Bit-Version, die sich auch auf modernen UEFI-PCs nutzen lässt.

Mit dieser Anleitung verwandeln Sie Ihren PC oder Laptop in unter einer Stunde in einen Linux-Rechner. Es spielt dabei keine Rolle, ob auf dem Rechner bereits eine andere Linux-Version oder Windows vorinstalliert ist: OpenSuse verträgt sich mit allen Betriebssystemen.

Aller Anfang

Wenn Sie den Ablauf einer Linux-Installation bereits kennen, starten Sie einfach den Rechner mit eingelegter OpenSuse-Heft-DVD neu und folgen den Anweisungen der Installationsroutine. Sind Sie bei einem Punkt unsicher, nutzen Sie die Hilfefunktion des Installationsprogramms YaST oder schauen in diesem Artikel nach.

Wird dies Ihre erste Linux-Installation, lesen Sie diese Anleitung am besten zunächst komplett und starten die Installation erst im Anschluss. Planen Sie die Parallelinstallation von OpenSuse, Kubuntu und Windows auf einer Platte, empfiehlt sich zusätzlich unser Artikel über Multi-Boot-Systeme [3]. Wenn Sie einen der neuen Rechner mit UEFI (statt BIOS) und vorinstalliertem Windows 8 besitzen, lesen Sie ergänzend den Artikel über Linux und Windows 8 auf UEFI-Rechnern [5]. Beide Artikel sind online verfügbar. Hinweise zur 32-Bit-Version von OpenSuse (die Sie für Rechner mit einem alten Prozessor benötigen) finden Sie im Kasten 32 oder 64 Bit.

32 oder 64 Bit?

Auf der Heft-DVD finden Sie die 64-Bit-Version von OpenSuse 13.2. Unsere DVD eignet sich zur Installation auf praktisch allen PCs mit einer 64-bittigen CPU von Intel, AMD oder Via, allerdings sollte Ihr Rechner über mindestens 512 MByte Hauptspeicher (RAM) und einen mindestens 500 MHz schnellen Prozessor verfügen. (Die Empfehlungen liegen bei mindestens 1 GByte RAM und 2,4-GHz-CPU.)

Haben Sie noch eine 32-Bit-CPU, können Sie die 64-Bit-Variante nicht verwenden; dann müssen Sie für die Installation ein ISO-Image von der OpenSuse-Seite herunterladen, das die älteren CPUs unterstützt: Das passende DVD-ISO-Image heißt openSUSE-13.2-DVD-i586.iso.

EasyLinux unterstützt nur noch die Einrichtung und den Betrieb von 64-Bit-Versionen – praktisch alle aktuellen PCs sind mit dem BIOS-Nachfolger UEFI ausgestattet, und eine Parallelinstallation von Windows 8 und 32-Bit-Linux ist nicht möglich. Die Einrichtung der 32-Bit-Version funktioniert aber genauso wie die in diesem Artikel beschriebene Installation.

Installation von der Heft-DVD

Arbeiten Sie auf Ihrem PC bereits mit einer älteren Version von OpenSuse, müssen Sie das System nicht neu installieren, sondern können ein Upgrade durchführen. Details dazu lesen Sie im Kasten Upgrade mit “zypper”. Wichtig ist hier, dass der Upgrade-Mechanismus nur funktioniert, wenn alte und neue OpenSuse-Version dieselbe Prozessorarchitektur (32 Bit oder 64 Bit) verwenden. Beachten Sie, dass wir voraussetzen, dass Ihr PC ein klassisches BIOS (und keine neue UEFI-Firmware) verwendet. Wenn Sie sich hier nicht sicher sind, lesen Sie den UEFI-Artikel [5].

Für eine Neuinstallation legen Sie die Heft-DVD ein und starten den Rechner neu. Sie sehen dann den OpenSuse-Bootbildschirm (Abbildung 1). Startet beim Booten nicht automatisch die DVD, müssen Sie zunächst einige Einstellungen im BIOS Ihres Rechners ändern. Drücken Sie dazu beim Start des Rechners je nach Hersteller die Taste [Entf],[F2] oder [F1], damit Sie in die BIOS-Konfiguration gelangen; meist finden Sie in den Einschaltmeldungen einen kurzen Hinweis, welche Taste Sie dafür drücken müssen. Dann ändern Sie unter Advanced BIOS Options oder Boot die Reihenfolge der Laufwerke so, dass das CD-/DVD-Laufwerk an erster Stelle steht (First Boot Device).

Abbildung 1: Im Boot-Menü der Heft-DVD drücken Sie <code srcset=

F2, um die Sprache auf Deutsch umzustellen.” width=”300″ height=”225″ /> Abbildung 1: Im Boot-Menü der Heft-DVD drücken Sie F2, um die Sprache auf Deutsch umzustellen.

Neben der Installation befinden sich im Bootmenü, das Sie zunächst mit [F2] und Auswahl von Deutsch auf deutsche Sprache umstellen, noch weitere Einträge, um den Rechner auf Hardwareprobleme zu überprüfen (Speichertest und Firmware-Test) bzw. um bei Problemen ein Linux-System von der DVD zu starten (Rescue System). Haben Sie den Verdacht, die DVD sei beschädigt, nehmen Sie Kontakt mit der Redaktion auf (cdredaktion@easylinux.de). Defekte DVDs ersetzen wir Ihnen kostenlos.

Wenn Sie keinen Eintrag auswählen, startet nach einigen Sekunden automatisch das auf der Festplatte installierte System. Um OpenSuse zu installieren, wählen Sie über die Pfeiltasten den Eintrag Installation aus und drücken [Eingabe].

Upgrade mit “zypper”

OpenSuse bietet die Möglichkeit eines offiziellen Distributionssprungs über das Kommandozeilentool zypper. Möchten Sie die Version 13.1 auf 13.2 auffrischen, ohne dazu über die DVD zu installieren, starten Sie zunächst im installierten System YaST und ändern über Software / Repositories verwalten bei sämtlichen Paketquellen den Pfad von 13.1 zu 13.2. Erfahrene Nutzer können diesen Schritt auch auf der Kommandozeile vornehmen. Achten Sie darauf, dass mindestens die Software-Verzeichnisse oss und update aktiviert sind.

Falls Sie Packman oder andere zusätzliche Repositories (etwa für 3-D-Treiber von ATI oder Nvidia) nutzen, dann sollten Sie diese auch auf Version 13.2 umstellen. Die Repositories für ATI und Nvidia sind hier zu finden: http://geeko.ioda.net/mirror/amd-fglrx/openSUSE_13.2/ (für ATI/AMD) und ftp://download.nvidia.com/opensuse/13.2/ (für Nvidia).

Haben Sie die Repositories auf Version 13.2 angepasst, öffnen Sie ein Terminalfenster und geben hier folgende Befehle ein:

sudo zypper refresh
sudo zypper dup -d
sudo zypper dup

Der erste Befehl frischt die Liste der verfügbaren Pakete auf, der zweite lädt sämtliche Updates herunter, und der dritte installiert dann die Pakete. Nach einem Neustart sollte Ihr System auf dem aktuellsten Stand sein. Alternativ zu diesem Update auf der Kommandozeile können Sie Ihr System auch ganz normal über YaST aktualisieren, wie im Abschnitt Willkommen bei YaST beschrieben.

Alternativ ist auch über die Heft-DVD ein Upgrade möglich, bei der Aktualisierung haben Sie dann aber eventuell keinen Zugriff auf das Internet, was das Nachinstallieren benötigter ATI- oder Nvidia-Treiber angeht [4].

Willkommen bei YaST

Nach der Auswahl von Installation begrüßt Sie das OpenSuse-Installations- und Systemverwaltungsprogramm YaST. Im Willkommensdialog sehen Sie neben einer Kurzinformation zum Datenträger die Lizenzvereinbarung von Novell sowie Sprach- und Tastaturauswahl. Bestätigen Sie die Vorgaben über einen Klick auf Weiter.

Im folgenden Dialog wählen Sie aus, ob Sie schon jetzt Online-Repositories ergänzen oder weitere Datenträger für die Installation nutzen wollen; beides können Sie in der Regel ablehnen (was auch die Voreinstellung ist).

Partitionierung

Der Installer untersucht nun die Festplatte und zeigt dann einen Partitionierungsvorschlag an. Vorhandene Windows-Partitionen, welche die ganze Platte belegen, will das Tool automatisch verkleinern und damit Platz für Linux schaffen – dabei schlägt es vor, drei neue Partitionen (für das Root-Dateisystem, den Ordner /home mit den Home-Verzeichnissen und für den Auslagerungsbereich) zu erzeugen. OpenSuse 13.2 verwendet das neue Btrfs-Dateisystem, darum erscheinen in der Partitionsübersicht ganz viele Einträge (Abbildung 2) – mehr Informationen zu Btrfs finden Sie im Artikel auf Seite 94. Wenn Sie Windows XP verwenden, lesen Sie die Hinweise im Kasten Windows XP und OpenSuse.

Abbildung 2: Rot markierte Einträge sind Warnungen. Im automatischen Partitionierungsvorschlag von YaST finden Sie normal nur eine Warnung, in der es ums Verkleinern der Windows-Partition geht.

Abbildung 2: Rot markierte Einträge sind Warnungen. Im automatischen Partitionierungsvorschlag von YaST finden Sie normal nur eine Warnung, in der es ums Verkleinern der Windows-Partition geht.

Windows XP und OpenSuse

Bei der Installation von OpenSuse 13.2 auf einem Rechner, der bereits eine Windows-XP-Installation enthält, gibt es ein Problem: Durch einen Fehler in der Installationsroutine kann YaST den Bootmanager nicht installieren, so dass nach Abschluss der Installation nur Windows startet und das neue Linux-System nicht (bzw. nur über Umwege) erreichbar ist.

Um dieses Problem zu vermeiden, verzichten Sie auf den Einsatz des Btrfs-Dateisystems und formatieren die Linux-Partition(en) stattdessen im klassischen Ext4-Format.

Manchmal schlägt der Installer auch vor, eine Partition zu löschen – dadurch gehen sämtliche Daten in dieser Partition verloren. Das Ändern der Größe einer vorhandenen Partition birgt das Risiko des Datenverlusts. Achten Sie deshalb besonders auf die Einträge, die im Vorschlag von YaST rot markiert sind.

Schauen Sie sich den Vorschlag von YaST genau an und entscheiden Sie sich dann für eine der folgenden Möglichkeiten:

  • Vorschlag annehmen mit Klick auf Weiter
  • Vorschlag teilweise annehmen mit Klick auf Ändern der Vorschlagseinstellungen – dann öffnet sich ein kleines Fenster mit Einstellmöglichkeiten (Abbildung 3).
  • Vorschlag komplett ignorieren mit Klick auf Partitionsaufbau erstellen
Abbildung 3: Über "Ändern der Vorschlagseinstellungen" können Sie sich für andere Dateisysteme entscheiden.

Abbildung 3: Über “Ändern der Vorschlagseinstellungen” können Sie sich für andere Dateisysteme entscheiden.

Die Checkbox LVM-basierten Vorschlag erstellen richtet sich an erfahrene Nutzer mit speziellen Anforderungen an die Partitionierung. Unter Dateisystem für die root-Partition können Sie statt Btrfs das Ext4- oder das XFS-Dateisystem auswählen – für Kompatibilität mit älteren Linux-Distributionen, die vielleicht parallel installiert sind, ist Ext4 am besten geeignet. Dasselbe gilt für die Home-Partition. Die Vorgabe, für die Home-Verzeichnisse generell eine separate Partition zu nutzen, sollten Sie übernehmen: Das macht später den Wechsel zu einer anderen Linux-Distribution leichter.

Steht Ihnen für die Installation von OpenSuse eine neue Festplatte zur Verfügung, wählen Sie den Menüpunkt Partitionsaufbau erstellen. YaST zeigt dann als Nächstes den Dialog Vorbereiten der Festplatte an. Hier markieren Sie die gewünschte Festplatte und klicken auf Weiter. Vorsicht: YaST löscht dann sämtliche Daten auf der ausgewählten Festplatte.

Partitionen anlegen

Möchten Sie die Größe der Partitionen selbst bestimmen oder Spezialeinstellungen (wie das Verschlüsseln einer Partition) aktivieren, wählen Sie Expertenmodus Festplatte partitionieren. In beiden Fällen landen Sie beim Dialog Festplatte vorbereiten: Expertenmodus (Abbildung 4). Wir beschreiben im Folgenden, welche Partitionen Sie für eine erfolgreiche Installation von OpenSuse benötigen und wie Sie diese anlegen.

Abbildung 4: Im Expertenmodus von YaST können Sie die Platte nach eigenen Vorstellungen aufteilen. Hier sehen Sie eine klassische Aufteilung für die Parallelinstallation von Windows und Linux.

Abbildung 4: Im Expertenmodus von YaST können Sie die Platte nach eigenen Vorstellungen aufteilen. Hier sehen Sie eine klassische Aufteilung für die Parallelinstallation von Windows und Linux.

  1. Um eine neue Partition anzulegen, brauchen Sie zunächst genügend leeren Platz bzw. einen nicht partitionierten Bereich auf Ihrer Festplatte. Installieren Sie OpenSuse neben Windows, muss die Windows-Partition zuerst verkleinert werden. Die gewünschte Festplatte wählen Sie links unter Systemansicht den Eintrag Festplatten und darunter die zu nutzende Platte aus. Die Gerätebezeichnung für die erste Festplatte ist in der Regel sda, eine zweite heißt sdb. In der rechten Fensterhälfte zeigt das Partitionierungsmodul nun die zwei Reiter Überblick und Partitionen an.
  2. Wechseln Sie auf den Reiter Partitionen und wählen Sie die zu verkleinernde Partition aus, klicken Sie dann auf Größe ändern und geben Sie die neue Größe für diese Partition an. Nun haben Sie einen nicht partitionierten Bereich, in dem Sie die Partition für OpenSuse anlegen. Wenn Sie für die Installation eine neue leere oder eine zweite Festplatte verwenden, können Sie diesen Schritt überspringen – achten Sie aber auf die Auswahl der richtigen Festplatte.
  3. Um die neue Partition für das OpenSuse-System anzulegen, klicken Sie unter Partitionen auf Hinzufügen.
  4. Wählen Sie als Typ Erweiterte Partition und teilen Sie der neuen Partition am einfachsten sämtlichen freien Speicher zu (Maximale Größe). Lassen Sie aber etwas leeren Platz auf der Festplatte übrig, können Sie zusätzlich am Ende noch eine separate FAT-Partition anlegen, die Sie sowohl von Ihrem Linux- als auch aus Ihrem Windows-System aus ansprechen können. Klicken Sie auf Beenden, die Übersicht zeigt dann einen neuen Eintrag vom Typ Extended an.
  5. Klicken Sie erneut auf Hinzufügen, um nun innerhalb der erweiterten Partition eine logische Partition zu erstellen. Richten Sie zunächst eine Partition für den virtuellen Speicher (Swap) ein. Auf diese Partition schreibt das System, wenn im Hauptspeicher (RAM) kein freier Platz mehr ist. Wählen Sie dazu als Benutzerdefinierte Größe die Größe des Hauptspeichers in Ihrem Rechner, z. B. 4 GByte, und klicken Sie auf Weiter. In der Liste der möglichen Rollen wählen Sie dann Swap. Die im folgenden Dialog angezeigten Formatierung- und Einhänge-Optionen können Sie übernehmen und per Klick auf Beenden die neue Partition ergänzen.
  6. Klicken Sie anschließend wieder auf Hinzufügen und geben Sie eine Benutzerdefinierte Größe von 10 bis 15 GByte für die Systempartition an. Nach einem Klick auf Weiter wählen Sie als Rolle die erste Option Betriebssystem. Nach einem erneuten Klick auf Weiter erscheinen wieder die Formatierungs- und Einhängeoptionen. Hier werden unter Partition formatieren das Dateisystem BtrFS und unter Partition einhängen ein Schrägstrich als Einhängepunkt vorgeschlagen. Das Dateisystem können Sie hier bei Bedarf wechseln (siehe oben). Wenn alles passt, klicken Sie auf Beenden.
  7. Wenn Sie unserer Empfehlung folgen, eine separate /home-Partition anzulegen, klicken Sie erneut auf Hinzufügen und markieren die Checkbox Maximale Größe. Klicken Sie auf Weiter und überprüfen Sie, ob als Rolle die Variante Daten und Programme unabhängiger Hersteller ausgewählt ist. Nach einem Klick auf Weiter schlägt YaST XFS als Dateisystem sowie den Einhängepunkt /home vor. Auch hier können Sie wieder das Dateisystem anpassen (siehe oben). Um diese Partition zu verschlüsseln, aktivieren Sie die Checkbox Geräte-Verschlüsselung – dann fragt YaST Sie nach einem Passwort für den Zugriff.

Nach einem Klick auf Beenden sollten Sie jetzt unter Typ mindestens vier Einträge sehen (Abbildung 5): Extended, Swap und zweimal Linux native (sowie die eventuell schon vorhandenen Windows-Partitionen). Sind Sie mit der Partitionierung fertig, führt Sie ein Klick auf Übernehmen wieder zum Dialog Vorschlag für Partitionierung zurück. Hier setzen Sie die Installation mit einem Klick auf Weiter fort.

Abbildung 5: Wenn alle Partitionen korrekt angelegt sind, bestätigen Sie die Einstellungen mit "Übernehmen".

Abbildung 5: Wenn alle Partitionen korrekt angelegt sind, bestätigen Sie die Einstellungen mit “Übernehmen”.

Weiter geht es mit der Zeitzonen-Auswahl. Hier müssen Sie in der Regel nur die Vorgabe (Europe und Germany) übernehmen. Im nächsten Installationsfenster können Sie die gewünschte Desktop-Umgebung auswählen – voreingestellt ist dies KDE. Entscheiden Sie sich für Gnome, markieren Sie den Eintrag Gnome. Für einen Xfce- oder LXDE-Desktop sowie für spezielle Ansprüche ohne grafische Oberfläche wählen Sie zunächst Andere. Hat Ihr Rechner nur 512 MByte Hauptspeicher oder weniger, empfiehlt es sich, statt KDE oder Gnome den schlanken LXDE-Desktop zu installieren. Markieren Sie dazu den Eintrag Andere und wählen Sie danach LXDE Desktop aus der Liste.

Letzte Schritte

Im Dialog Neuen Benutzer erstellen geben Sie Ihren Namen, einen Login-Namen (Benutzername) und (zweimal) das Passwort an. In der Grundeinstellung wird hier die Automatische Anmeldung vorgeschlagen. Dementsprechend wird von dem Benutzer beim Systemstart kein Passwort verlangt. Möchten Sie aber doch, dass das System nur nach Eingabe des Passworts gestartet wird, entfernen Sie hier die Markierung. In der Grundeinstellung benutzt OpenSuse das angegebene Passwort auch für den Systemverwalter root. Möchten Sie für root ein separates Passwort vergeben, entfernen Sie die Markierung vor der Option Dieses Passwort für den Systemadministrator verwenden.

Es folgt der Dialog Installationseinstellungen. Er listet nochmals sämtliche Punkte auf, die YaST durchführen wird. Per Mausklick auf eine der grünen Überschriften oder über die Drop-down-Liste Ändern können Sie die Einstellungen anpassen. Klicken Sie hier auf Software, um bereits bei der Einrichtung zusätzliche Programme für die Installation auszuwählen; Sie können aber auch später jederzeit Software nachinstallieren.

Wählen Sie in diesem Dialog Abbrechen, startet YaST den Rechner nach einer kurzen Rückfrage neu, ohne am System etwas zu ändern. Nach einem Klick auf Installieren und einer nochmals mit Installieren zu beantwortenden Sicherheitsabfrage (Abbildung 6) richtet YaST die ausgewählten Partitionen ein und kopiert die Software von der DVD auf die Festplatte. Der Vorgang dauert je nach Leistungsfähigkeit des Rechners zwischen 20 und 30 Minuten. Sie sehen dabei eine kleine Diashow mit den wichtigsten Features von OpenSuse 13.2.

Abbildung 6: Jetzt wird es ernst: Klicken Sie hier auf "Installieren", richtet YaST OpenSuse ein. Wählen Sie "Zurück" und dann "Abbrechen", bleibt das System unverändert.

Abbildung 6: Jetzt wird es ernst: Klicken Sie hier auf “Installieren”, richtet YaST OpenSuse ein. Wählen Sie “Zurück” und dann “Abbrechen”, bleibt das System unverändert.

Nachdem YaST die ausgewählten Pakete installiert hat, bootet das System. Da sich die DVD noch im Laufwerk befindet, sehen Sie nun wieder den Startbildschirm der OpenSuse-DVD. Drücken Sie hier einfach [Eingabe], um von der Festplatte zu booten. Haben Sie an den Einstellungen zur automatischen Konfiguration nichts geändert, richtet YaST nun automatisch die zentralen Hardwarekomponenten wie Netzwerk-, Grafik- und Soundkarte ein. Nach Klicks auf Weiter und Beenden startet OpenSuse die grafische Oberfläche KDE (Abbildung 7).

Nach der erfolgreich abgeschlossenen Installation sollten Sie Ihr frisches System gleich aktualisieren – übers Internet oder mit dem Service Kit auf unserer Heft-DVD. Wir wünschen viel Spaß mit OpenSuse 13.2! (hge)

Abbildung 7: Endergebnis: Der Standarddesktop von OpenSuse 13.2 ist KDE 4.14.

Abbildung 7: Endergebnis: Der Standarddesktop von OpenSuse 13.2 ist KDE 4.14.

Infos

[1] OpenSuse: http://www.opensuse.org/

[2] Download: http://software.opensuse.org/

[3] Multi-Boot-Artikel: Hans-Georg Eßer, “Windows und 2x Linux auf einer Platte”, EasyLinux 04/2012, S. 62 ff., http://linux-community.de/artikel/27171

[4] ATI-/Nvidia-Upgrade-Artikel: Martin Loschwitz, “Auf der sicheren Seite”, EasyLinux 01/2013, S. 68 ff.

[5] Hans-Georg Eßer, “Dual-Boot mit Windows 8”, EasyLinux 02/2013, S. 34 ff., http://linux-community.de/artikel/28392

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