Einen “Puzzle-Plattformer mit vielen Explosionen” verspricht der Spieleentwickler Quantized Bit. Dabei erfährt man gleichzeitig, wie es einer Batterie in einer Recyclingfabrik ergeht.
Auf dem Weg zu einer ziemlich martialischen Recyclinganlage fällt eine kleine Batterie vom Transportband. Auf dem harten Fabrikboden angekommen, haucht ihr die enthaltene Restenergie wieder etwas Leben ein. Damit beginnt gleichzeitig eine ziemlich anstrengende Flucht aus der Recyclingfabrik.
Hüpfender Cowboy
Da eine Batterie keine Füße besitzt, muss ihr der Spieler ein wenig helfen. So kann er die Batterie per Mausklick kurz in die Höhe hüpfen lassen. Dadurch kippt sie von einem Vorsprung oder gerät auf einer schiefen Ebene langsam ins Rollen. Jeder Hüpfer kostet jedoch ein wenig Energie. Ist diese aufgebraucht, explodiert die Batterie.
Eine weitere Hilfe sind ihre zwei baumelnden Arme. Die können elektrische Strahlen aussenden, welche dann wiederum wie magnetische Lassos an den Wänden haften (Abbildung 1). Das funktioniert jedoch nicht an allen Oberflächen (Abbildung 2). Zudem muss sich die Wand in der der näheren Umgebung der Batterie befinden.

Abbildung 1: Die Batterie kann sich nur dann mit einem Energiestrahl an einer Wand verankern, wenn der Zielpunkt innerhalb des leicht weißlich schimmernden Kreises liegt.

Abbildung 2: Wirft man ein Energielasso auf das Symbol mit der roten Batterie links unten, setzt sich rechts die senkrechte Plattform in Bewegung. An der haften allerdings die Energiestrahlen nicht.
Ein einmal ausgeworfenes Energielasso kann der Spieler mit der Maus zerschneiden. Dazu überfährt er einfach bei gedrückter Maustaste den entsprechenden Energiestrahl. Die Batterie fällt dann entweder zu Boden oder baumelt physikalisch korrekt an nur noch einem Strahl (Abbildung 3). Durch das Auswerfen eines neuen Energielassos hangelt sich die Batterie dann schrittweise durch die Fabrik. Wer dabei die Strahlen zu dicht nebeneinander setzt, muss allerdings aufpassen, nicht beide gleichzeitig zu zerschneiden.

Abbildung 3: Sobald man einen der beiden Energiestrahlen mit dem Mauszeiger durchtrennt, baumelt die Batterie physikalisch korrekt zwischen den beiden Sägeblättern. Ziel ist der rechteckige, blau umrandete Kasten rechts unten.
Singende Sägen
Gemeinerweise steht nur eine begrenzte Anzahl der Energiestrahlen zur Verfügung. Darüber hinaus lauern überall tödliche Gerätschaften und Hindernisse. So führt jede noch so kleine Berührung mit einem Sägeblatt zur Explosion, während hin- und herfahrende Plattformen den Weg versperren. Solche beweglichen Teile können zudem die Energiestrahlen durchtrennen. Mit jedem weiteren Vordringen in die Fabrik kommen weitere tückische Hindernisse hinzu. So kehrt sich beispielsweise in gelb markierten Zonen die Schwerkraft um (Abbildung 4). Mitunter muss der Spieler sogar die Batterie absichtlich in Richtung Boden fallen lassen und dann während des Flugs zum richtigen Zeitpunkt ein neues Lasso auswerfen.

Abbildung 4: In dieser gelben Passage dreht sich die Schwerkraft um, die Batterie hängt hier also vom Boden “herab”.
Die Flucht unterteilt das Spiel in mehrere Level. Ziel ist dabei jeweils ein rechteckiges, blau leuchtendes Energietor. Sollte die Batterie zuvor das Zeitliche segnen, muss man den entsprechenden Level noch einmal von vorne beginnen. Damit noch nicht genug, stoppt das Spiel die Zeit, bis die Batterie den Ausgang erreicht hat. Einmal gelöste Level darf man immer wieder erneut in Angriff nehmen und so versuchen, die eigenen Bestzeiten zu unterbieten. Besonders geschickte Spieler können zudem in einigen Leveln weitere Batterien einsammeln. Vor dem Start eines neuen Levels muss sich der Spieler dann entscheiden, mit welcher Batterie er die Flucht antritt.
Volt verkauft der Hersteller Quantizied Bit für 4,50 Euro über die Online-Shops Desura [2], Steam [3] und IndieGameStand [4]. Wer das Spiel über Desura oder IndieGameStand erwirbt, erhält eine Fassung ohne Kopierschutz. Das nach dem Kauf zum Download angebotene Archiv müssen Sie lediglich herunterladen, auf der Festplatte entpacken und dann das Programm volt.x86_64 starten.
Fazit
Volt ist eine perfekte Mischung aus Denk- und Geschicklichkeitsspiel. Die gezeichnete und hauptsächlich auf schwarze Töne reduzierte Grafik ergibt zusammen mit der drückenden Hintergrundmusik eine beklemmende Atmosphäre. Die Bedienung und das Spielprinzip sind zudem schnell erlernt. Immer wieder neu hinzukommende Elemente, wie die Schwerkraftumkehr, sorgen für Abwechslung.
Der Schwierigkeitsgrad steigt allerdings extrem schnell an. Spieler sehen ihre Batterie somit recht häufig in Rauch aufgehen, was wiederum für einige Frustmomente sorgt. Einsteiger sollten sich insbesondere von der mitlaufenden Stoppuhr nicht unter Druck setzen lassen. Immerhin gesteht Volt dem Spieler unendlich viele Versuche zu. Die 4,50 Euro ist die kleine Knobelei somit auf jeden Fall wert. Wer Denkspiele mit Geschicklichkeitseinlagen mag und nicht leicht die Nerven verliert, kann bedenkenlos zugreifen.
Volt
| Bezugsquelle: | http://www.quantizedbit.com/volt/ |
| Entwickler: | Quantized Bit |
| Lizenz: | Kommerziell |
| Preis: | 4,50 Euro |
| Voraussetzungen: | Aktuelle Linux-Distribution mit aktivierter 3D-Grafik, Prozessor ab 2 GHz, mindestens 1 GByte Hauptspeicher, 150 MByte freier Festplattenplatz |
Infos
[1] Volt: http://www.quantizedbit.com/volt/
[2] Volt bei Desura: http://www.desura.com/games/volt
[3] Volt bei Steam: http://store.steampowered.com/app/290280
[4] Volt bei IndieGameStand: https://indiegamestand.com/store/739/volt/

