Mit OpenSuse 12.3 installieren und nutzen Sie Linux gewohnt komfortabel. Die Heft-DVD enthält 32- und 64-Bit-Versionen und bedient damit auch Besitzer eines neuen UEFI-Rechners.
Mit dieser Anleitung verwandeln Sie Ihren PC oder Laptop in unter einer Stunde in einen Linux-Rechner. Es spielt dabei keine Rolle, ob auf dem Rechner bereits eine andere Linux-Version oder Windows vorinstalliert ist: OpenSuse verträgt sich mit allen Betriebssystemen. Wenn Sie einen PC mit UEFI verwenden (das ist meist dann der Fall, wenn Sie den PC mit vorinstalliertem Windows 8 gekauft haben), lesen Sie ergänzend unseren UEFI-Workshop ab Seite 36 in dieser Ausgabe, weil die Einrichtung auf UEFI-Systemen komplexer ist.
Aller Anfang
Wenn Sie den Ablauf einer Linux-Installation bereits kennen, starten Sie einfach den Rechner mit eingelegter OpenSuse-Heft-DVD neu und folgen den Anweisungen der Installationsroutine. Sind Sie bei einem Punkt unsicher, nutzen Sie die Hilfefunktion des Installationsprogramms YaST oder schauen in diesem Artikel nach.
Wird dies Ihre erste Linux-Installation, lesen Sie diese Anleitung am besten zunächst komplett und starten die Installation erst im Anschluss. Planen Sie die Parallelinstallation von OpenSuse, Kubuntu und Windows auf einer Platte, empfiehlt sich zusätzlich unser Artikel über Multi-Boot-Systeme [3].
32 oder 64 Bit?
Auf der Heft-DVD finden Sie die 32-Bit- und 63-Bit-Versionen von OpenSuse 12.3. Unsere DVD eignet sich zur Installation auf praktisch allen PCs mit einer CPU von Intel, AMD oder Via, allerdings sollte Ihr Rechner über mindestens 512 MByte Hauptspeicher (RAM) und einen mindestens 500 MHz schnellen Prozessor verfügen. (Die Empfehlungen liegen bei mindestens 1 GByte RAM und 2,4-GHz-CPU.)
Haben Sie eine 64-Bit-CPU, können Sie die 64-Bit-Variante nutzen; auf UEFI-Systemen müssen Sie dies sogar tun, da die 32-Bit-Version nicht UEFI-kompatibel ist.
In dieser EasyLinux-Ausgabe unterstützen wir letztmalig die Einrichtung eines 32-Bit-Systems, ab Heft 03/2013 werden Sie Linux-Distributionen (in der Regel) nur noch im 64-Bit-Format auf den Datenträgern finden, weil auf den sich nun stärker verbreitenden UEFI-Rechnern mit Windows 8 kein 32-Bit-Linux mehr ohne größeren Aufwand installiert werden kann.
Der Artikel ab Seite 78 beschreibt zudem die nötige Vorgehensweise, wenn Sie bereits mit dieser Ausgabe den Umstieg von einem 32- auf ein 64-Bit-System erledigen möchten.
Installation von der Heft-DVD
Arbeiten Sie auf Ihrem PC bereits mit einer älteren Version von OpenSuse, müssen Sie das System nicht neu installieren, sondern können ein Upgrade durchführen. Details dazu lesen Sie im Kasten Upgrade mit “zypper”. Wichtig ist hier, dass der Upgrade-Mechanismus nur funktioniert, wenn alte und neue OpenSuse-Version dieselbe Prozessorarchitektur (32 Bit oder 64 Bit) verwenden. Beachten Sie nochmals, dass wir im Folgenden voraussetzen, dass Ihr PC ein klassisches BIOS (und keine neue UEFI-Firmware) verwendet. Wenn Sie sich hier nicht sicher sind, lesen Sie den Artikel ab Seite 36.
Für eine Neuinstallation legen Sie die Heft-DVD ein und starten den Rechner neu. Sie sehen dann den OpenSuse-Bootbildschirm (Abbildung 1). Startet beim Booten nicht automatisch die DVD, müssen Sie zunächst einige Einstellungen im BIOS Ihres Rechners ändern. Drücken Sie dazu beim Start des Rechners je nach Hersteller die Taste [Entf],[F2] oder [F1], damit Sie in die BIOS-Konfiguration gelangen; meist finden Sie in den Einschaltmeldungen einen kurzen Hinweis, welche Taste Sie dafür drücken müssen. Dann ändern Sie unter Advanced BIOS Options oder Boot die Reihenfolge der Laufwerke so, dass das CD-/DVD-Laufwerk an erster Stelle steht (First Boot Device).

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Abbildung 1: Im Boot-Menü der Heft-DVD drücken SieF2, um die Sprache auf Deutsch umzustellen.Neben der Installation befinden sich im Bootmenü, das Sie zunächst mit [F2] und Auswahl von Deutsch auf deutsche Sprache umstellen, noch weitere Einträge, um den Rechner auf Hardware-Probleme zu überprüfen (Speichertest und Firmware-Test) bzw. um bei Problemen ein Linux-System von der DVD zu starten (Rescue System). Haben Sie den Verdacht, die DVD sei beschädigt, nehmen Sie Kontakt mit der Redaktion auf (cdredaktion@easylinux.de). Defekte DVDs ersetzen wir Ihnen kostenlos.
Wenn Sie keinen Eintrag auswählen, startet nach einer Zeit automatisch das auf der Festplatte installierte System. Möchten Sie OpenSuse installieren, wählen Sie über die Pfeiltasten den Eintrag Installation aus und drücken [Eingabe].
Upgrade mit “zypper”
OpenSuse bietet die Möglichkeit eines offiziellen Distributionssprungs über das Kommandozeilentool zypper. Möchten Sie die Version 12.2 auf 12.3 auffrischen, ohne dazu über die DVD installieren zu müssen, starten Sie zunächst im installierten System YaST und ändern über Software / Repositories verwalten bei sämtlichen Paketquellen den Pfad von 12.2 zu 12.3. Erfahrene Nutzer können diesen Schritt auch auf der Kommandozeile vornehmen. Achten Sie darauf, dass mindestens die Software-Verzeichnisse oss und update aktiviert sind. Falls Sie Packman oder andere zusätzliche Repositories (etwa für 3-D-Treiber von ATI oder Nvidia) nutzen, dann sollten Sie diese auch auf Version 12.3 umstellen.
Haben Sie die Repositories auf Version 12.3 angepasst, öffnen Sie ein Terminalfenster und geben hier folgende Befehle ein:
sudo zypper refresh sudo zypper dup -d sudo zypper dup
Der erste Befehl frischt die Liste der verfügbaren Pakete auf, der zweite lädt sämtliche Updates herunter, und der dritte installiert dann die Pakete. Nach einem Neustart sollte Ihr System auf dem aktuellsten Stand sein. Alternativ zu diesem Update auf der Kommandozeile können Sie Ihr System auch ganz normal über YaST aktualisieren, wie im Abschnitt Willkommen bei YaST beschrieben.
Alternativ ist auch über die Heft-DVD ein Upgrade möglich, bei der Aktualisierung haben Sie dann aber eventuell keinen Zugriff auf das Internet, was das Nachinstallieren benötigter ATI- oder Nvidia-Treiber angeht [4].
Willkommen bei YaST
Nach der Auswahl von Installation begrüßt Sie das OpenSuse-Installations- und Systemverwaltungsprogramm YaST. Im Willkommensdialog sehen Sie neben einer Kurzinformation zum Datenträger die Lizenzvereinbarung von Novell sowie Sprach- und Tastaturauswahl. Mit einem Klick auf Weiter landen Sie bei der Auswahl der Installationsart. Befindet sich auf dem Rechner schon ein OpenSuse-System, können Sie dieses aktualisieren (Abbildung 2). Die Installation können Sie an jeder beliebigen Stelle abbrechen, dann erscheint ein Textmenü. Über dessen Zeilen Installation starten / Rettungssystem starten landen Sie im Systemreparaturmodus. Sie sollten diese Auswahl wirklich nur dann treffen, wenn Sie Ihr bereits installiertes Linux-System nicht mehr starten können.
OpenSuse richtet die Hardware Ihres Rechners vollautomatisch ein. Sollten dabei Probleme auftreten, müssen Sie die Markierung vor der Checkbox Automatische Konfiguration verwenden entfernen. Ein Klick auf Weiter führt Sie zur Zeitzonen-Auswahl. Hier müssen Sie in der Regel bei der passenden Sprachauswahl nur auf Weiter klicken. Im nächsten Installationsfenster können Sie die gewünschte Desktop-Umgebung auswählen.
Desktop und Partitionierung
Der Standarddesktop von OpenSuse ist KDE 4. Sind Sie mit der vorgeschlagenen Auswahl zufrieden, dann bringt Sie Weiter zum nächsten Dialog. Entscheiden Sie sich für Gnome, markieren Sie den Eintrag Gnome. Für einen Xfce- oder LXDE-Desktop sowie für spezielle Ansprüche ohne grafische Oberfläche wählen Sie zunächst Andere. Hat Ihr Rechner nur 512 MByte Hauptspeicher oder weniger, empfiehlt es sich, statt KDE oder Gnome den schlanken LXDE-Desktop zu installieren. Markieren Sie dazu den Eintrag Andere und wählen Sie danach LXDE aus der Liste.
Unabhängig vom gewählten Desktop landen Sie im nächsten Schritt beim Partitionierungsdialog von YaST. Unter Linux ordnet man jeder Partition einen so genannten Einhängepunkt (mount point) zu. Das Pendant zum Windows-Verzeichnis C:\ heißt unter Linux Wurzelverzeichnis. Es hat das Verzeichnis / als Einhängepunkt. Hier liegt das eigentliche System. Für / müssen Sie eine eigene Partition anlegen, da Sie sonst nichts installieren können. Die Größe der Partition hängt von der Festplatte ab. Mindestens 10 GByte sollten es sein, mehr als 20 GByte lohnen sich kaum, wenn Sie unserer Empfehlung folgen, eine separate Partition für die im Ordner /home liegenden Benutzerverzeichnisse anzulegen (siehe unten).
Eine weitere Partition müssen Sie für den virtuellen Speicher, den so genannten Swap-Bereich anlegen. Diese Partition sollte mindestens so groß wie der Arbeitsspeicher Ihres Rechners sein. Mit 4 GByte sind Sie meist auf der sicheren Seite, neuere PCs haben teilweise auch schon 8 GByte RAM. Der virtuelle Speicher benötigt keinen Einhängepunkt.
Sie sollten für das Verzeichnis /home ebenfalls eine separate Partition anlegen, denn das erleichtert später einen eventuellen Umstieg auf eine andere Linux-Distribution. /home entspricht dem Verzeichnis C:\Users unter Windows. Linux speichert hier aber nicht nur Dokumente, sondern auch sämtliche persönlichen Einstellungen, Schriften, Symbole, Hintergrundbilder und so weiter. Je größer /home ist, desto mehr Platz haben Sie für Ihre Daten. Wenn Sie sich gegen eine separate Home-Partition entscheiden, müssen Sie für die Root-Partition (/) mehr Platz als die vorgeschlagenen 10 bis 20 GByte veranschlagen.
YaST hat dazu in seinem Partitionierungsvorschlag bereits die Option Separate Home-Partition vorschlagen aktiviert. Wenn Sie nur eine einzelne Linux-Partition verwenden möchten, entfernen Sie das Häkchen.
Wenn sich auf Ihrer Festplatte schon ein installiertes Betriebssystem befindet, versucht OpenSuse automatisch, den vorhandenen Plattenplatz optimal aufzuteilen. In den meisten Fällen geht das durch Verkleinern von bestehenden und Anlegen von zusätzlichen Partitionen. In einigen Fällen schlägt YaST aber auch vor, vorhandene Partitionen zu löschen, z. B. dann, wenn Sie statt der Aktualisierung eines installierten OpenSuse-Systems die Neuinstallation ausgewählt haben. Durch das Löschen einer bestehenden Partition gehen aber sämtliche Daten in dieser Partition verloren. Achten Sie deshalb besonders auf die Einträge, die im Vorschlag von YaST rot markiert sind (Abbildung 3).

Abbildung 3: Rot markierte Einträge sind Warnungen. Im automatischen Partitionierungsvorschlag von YaST finden Sie normal nur eine Warnung, in der es ums Verkleinern der Windows-Partition geht.
Schauen Sie sich den Vorschlag von YaST genau an und entscheiden Sie sich dann für eine der folgenden Möglichkeiten:
- Vorschlag annehmen mit Klick auf Weiter
- Vorschlag teilweise annehmen mit Klick auf Partitionsaufbau bearbeiten
- Vorschlag komplett ignorieren mit Klick auf Partitionsaufbau erstellen
Die Checkbox LVM-basierten Vorschlag erstellen richtet sich an erfahrene Nutzer mit speziellen Anforderungen an die Partitionierung. Auch die Option Btrfs als Standarddateisystem verwenden können Sie ignorieren und sorgen so dafür, dass YaST die neuen Linux-Partitionen mit dem bisherigen Standarddateisystem Ext4 formatiert; das neuere Btrfs beherrschen noch nicht alle Linux-Distributionen.
Steht Ihnen für die Installation von OpenSuse eine neue Festplatte zur Verfügung, wählen Sie den Menüpunkt Partitionsaufbau erstellen. YaST zeigt dann als Nächstes den Dialog Vorbereiten der Festplatte an. Hier markieren Sie die gewünschte Festplatte und klicken auf Weiter. Vorsicht: YaST löscht dann sämtliche Daten auf der ausgewählten Festplatte.
Partitionen anlegen
Möchten Sie die Größe der Partitionen selbst bestimmen oder Spezialeinstellungen (wie das Verschlüsseln einer Partition) aktivieren, wählen Sie Partitionsaufbau bearbeiten oder Benutzerdefinierte Partitionierung. In beiden Fällen landen Sie beim Dialog Festplatte vorbereiten: Expertenmodus (Abbildung 4). Wir beschreiben im Folgenden, welche Partitionen Sie für eine erfolgreiche Installation von OpenSuse benötigen und wie Sie diese anlegen. Bei Auflösungen unter 1280 x 1024 Pixeln zeigt der Dialog den Text der meisten Buttons vermutlich nur teilweise an. Mehr Platz schaffen Sie, indem Sie die linke Spalte ausblenden: Die drei grauen Punkte sind ein Anfasser, den Sie nach links ziehen können.

Abbildung 4: Im Expertenmodus von YaST können Sie die Platte nach eigenen Vorstellungen aufteilen. Hier sehen Sie die minimal für Linux (und ein zusätzlich vorhandenes Windows) benötigten Partitionen.
- Um eine neue Partition anzulegen, brauchen Sie zunächst genügend leeren Platz bzw. einen nicht partitionierten Bereich auf Ihrer Festplatte. Installieren Sie OpenSuse neben Windows, muss die Windows-Partition zuerst verkleinert werden. Die gewünschte Festplatte wählen Sie in der Systemansicht aus. Die Gerätebezeichnung für die erste Festplatte ist in der Regel
/dev/sda. In der rechten Fensterhälfte zeigt das Partitionierungsmodul nun die zwei Reiter Überblick und Partitionen an. - Wechseln Sie auf den Reiter Partitionen und wählen Sie die zu verkleinernde Partition aus, klicken Sie dann auf Größe ändern und geben Sie die neue Größe für diese Partition an. Nun haben Sie einen nicht partitionierten Bereich, in dem Sie die Partition für OpenSuse anlegen. Wenn Sie für die Installation eine neue leere oder eine zweite Festplatte verwenden, können Sie diesen Schritt überspringen – achten Sie aber auf die Auswahl der richtigen Festplatte.
- Um die neue Partition für das OpenSuse-System anzulegen, klicken Sie unter Partitionen auf Hinzufügen.
- Wählen Sie als Typ Erweiterte Partition und teilen Sie der neuen Partition am einfachsten sämtlichen freien Speicher zu (Maximale Größe). Lassen Sie aber etwas leeren Platz auf der Festplatte übrig, können Sie zusätzlich am Ende noch eine separate FAT-Partition anlegen, die Sie sowohl von Ihrem Linux- als auch aus Ihrem Windows-System aus ansprechen können. Klicken Sie auf Beenden, die Übersicht zeigt dann einen neuen Eintrag vom Typ Extended an.
- Klicken Sie erneut auf Hinzufügen, um nun innerhalb der erweiterten Partition eine logische Partition zu erstellen. Richten Sie zunächst eine Partition für den virtuellen Speicher (Swap) ein. Auf diese Partition schreibt das System, wenn im Hauptspeicher (RAM) kein freier Platz mehr ist. Wählen Sie dazu als Benutzerdefinierte Größe die Größe des Hauptspeichers in Ihrem Rechner, z. B. 4 GByte, und klicken Sie auf Weiter
- Markieren Sie den Punkt Partition formatieren und wählen Sie unter Dateisystem den Eintrag Swap aus. Unter Einhängeoptionen soll als Einhängepunkt ebenfalls swap erscheinen. Ein Klick auf Beenden legt die Swap-Partition an.
-
Klicken Sie anschließend wieder auf Hinzufügen und geben Sie eine Benutzerdefinierte Größe von 10 bis 15 GByte für die Systempartition an. Nach einem Klick auf Weiter erscheinen die Formatierungsoptionen für die neue Partition. Normalerweise werden unter Partition formatieren das Dateisystem
Ext4und unter Partition einhängen ein Schrägstrich als Einhängepunkt vorgeschlagen (Abbildung 5). Überprüfen Sie diese Optionen – wenn alles stimmt, klicken Sie auf Beenden. - Wenn Sie unserer Empfehlung folgen, eine separate
/home-Partition anzulegen, klicken Sie erneut auf Hinzufügen und markieren die Checkbox Maximale Größe. Klicken Sie auf Weiter und überprüfen Sie, ob Partition formatieren markiert undExt4als Dateisystem vorgeschlagen wird. Wenn das so ist, brauchen Sie hier nicht zu ändern. Der Punkt Partition einhängen sollte bereits markiert sein, aber den Einhängepunkt ändern Sie selbst auf/home. Um diese Partition zu verschlüsseln, aktivieren Sie die Checkbox Geräte-Verschlüsselung – dann fragt YaST Sie nach einem Passwort für den Zugriff.
Nach einem Klick auf Beenden sollten Sie jetzt unter Typ mindestens vier Einträge sehen: Extended, Swap und zweimal Linux native (sowie die eventuell schon vorhandenen Windows-Partitionen). Sind Sie mit der Partitionierung fertig, führt Sie ein Klick auf Übernehmen wieder zum Dialog Vorschlag für Partitionierung zurück. Hier setzen Sie die Installation mit einem Klick auf Weiter fort.
Letzte Schritte
Im Dialog Neuen Benutzer erstellen geben Sie Ihren Namen, einen Login-Namen (Benutzername) und ein Passwort an. In der Grundeinstellung wird hier die Automatische Anmeldung vorgeschlagen. Dementsprechend wird von dem Benutzer beim Systemstart kein Passwort verlangt. Möchten Sie aber doch, dass das System nur nach Eingabe des Passworts gestartet wird, entfernen Sie hier die Markierung. In der Grundeinstellung benutzt OpenSuse das angegebene Passwort auch für den Systemverwalter root. Möchten Sie für root ein separates Passwort vergeben, entfernen Sie die Markierung vor der Option Dieses Passwort für den Systemadministrator verwenden.
Es folgt der Dialog Installationseinstellungen. Er listet nochmals sämtliche Punkte auf, die YaST durchführen wird. Per Mausklick auf eine der grünen Überschriften oder über die Drop-down-Liste Ändern können Sie die Einstellungen anpassen. Klicken Sie hier auf Software, um bereits bei der Einrichtung zusätzliche Programme für die Installation auszuwählen; Sie können aber auch später jederzeit Software nachinstallieren. Einen Hinweis für Skype-Anwender finden Sie im Kasten Skype.
Skype
Skype ist nicht auf dem Installationsdatenträger enthalten. Wenn Sie das Programm verwenden möchten, laden Sie von der Skype-Webseite das 32-Bit-Programmpaket für OpenSuse 12.1 herunter – es funktioniert auch unter neueren Versionen und auch auf einer 64-Bit-OpenSuse-Installation: Skype stellt kein spezielles 64-Bit-Paket zur Verfügung. Speichern Sie das Programmpaket direkt in Ihrem Home-Verzeichnis /home/benutzername und öffnen Sie dann über [Alt]+[F2] und Eingabe von konsole ein Terminalfenster, in dem Sie den Befehl
sudo zypper in skype-4.1.0.20-suse.i586.rpm alsa-plugins-pulse-32bit
eingeben. Nach Eingabe des Administratorpassworts (das standardmäßig mit Ihrem eigenen Benutzerpasswort identisch ist) installiert zypper das heruntergeladene Paket und ergänzt noch die benötigten ALSA-Plug-ins. Danach finden Sie Skype im Startmenü unter Anwendungen / Skype.
Wählen Sie in diesem Dialog Abbrechen, startet YaST den Rechner nach einer kurzen Rückfrage neu, ohne am System etwas zu ändern. Nach einem Klick auf Installieren und einer nochmals mit Installieren zu beantwortenden Sicherheitsabfrage (Abbildung 6) richtet YaST die ausgewählten Partitionen ein und kopiert die Software von der DVD auf die Festplatte. Der Vorgang dauert je nach Leistungsfähigkeit des Rechners zwischen 20 und 30 Minuten. Sie sehen dabei eine kleine Diashow mit den wichtigsten Features von OpenSuse 12.3.

Abbildung 6: Jetzt wird es ernst: Klicken Sie hier auf “Installieren”, richtet YaST OpenSuse ein. Wählen Sie “Zurück” und dann “Abbrechen”, bleibt das System unverändert.
Nachdem YaST die ausgewählten Pakete installiert hat, bootet das System. Da sich die DVD noch im Laufwerk befindet, sehen Sie nun wieder den Startbildschirm der OpenSuse-DVD. Drücken Sie hier einfach [Eingabe], um von der Festplatte zu booten. Haben Sie an den Einstellungen zur automatischen Konfiguration nichts geändert, richtet YaST nun automatisch die zentralen Hardwarekomponenten wie Netzwerk-, Grafik- und Soundkarte ein. Nach Klicks auf Weiter und Beenden startet OpenSuse die grafische Oberfläche KDE (Abbildung 7).
Falls Sie eine ältere OpenSuse-Installation aktualisiert haben und nach dem Neustart keinen Windows-Eintrag mehr im Bootmenü finden, hilft der Kasten Kein Windows im Bootmenü. Wir wünschen viel Spaß mit OpenSuse 12.3! (hge)
Kein Windows im Bootmenü
Unser Leser Peter Vieweger hat uns darüber informiert, dass nach einem Upgrade von OpenSuse 12.2 auf 12.3 (über eine heruntergeladene Installations-CD) der Windows-Eintrag im Bootmenü verschwunden war. Er hat den Fehler wie folgt behoben:
- Mit Root-Rechten im Verzeichnis
/etc/grub.d/eine zusätzliche neue Datei11_windowserzeugen. -
Diese im Texteditor öffnen und folgende Zeilen einfügen:
#! /bin/sh -e echo "Adding Windows" >&2 cat << EOF menuentry "Windows" { set root=(hd0,1) chainloader +1 } EOFund dabei
(hd0,1)gegebenenfalls anpassen:hd0steht für die erste Festplatte (nummeriert ab 0), die1steht für die erste Partition auf der Platte (nummeriert ab 1), so dass dies insgesamt dem Gerät/dev/sda1entspricht. - Die neue Datei mit
chmod a+x /etc/grub.d/11_windowsausführbar machen. -
Den Bootmanager Grub 2 mit dem Kommando
/usr/sbin/grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg
aktualisieren.
Nach einem Neustart sollte dann der Windows-Eintrag wieder im Bootmenü auftauchen [5,6].
Infos
[1] OpenSuse: http://www.opensuse.org/
[2] Download: http://software.opensuse.org/
[3] Multi-Boot-Artikel: Hans-Georg Eßer, “Windows und 2x Linux auf einer Platte”, EasyLinux 04/2012, S. 62 ff., http://linux-community.de/artikel/27171
[4] ATI-/Nvidia-Upgrade-Artikel: Martin Loschwitz, “Auf der sicheren Seite”, EasyLinux 01/2013, S. 68 ff.
[5] Grub aktualisieren: http://lists.opensuse.org/opensuse-factory/2013-02/msg00383.html
[6] Manuell Windows ins Grub-Menü eintragen: http://www.zimbio.com/Linux/articles/I3yQEoWzSOg/



