Der Derivatives Front Desk von Debian will die Verbindung zu den Derivaten der Linux-Distribution stärken und lädt ein, sich an einem Zensus im Sinne einer regelmäßigen Zählung zu beteiligen.
Für den Zensus steht eine neue Wikiseite bereit, auf der sich auf Debian aufbauende Linux-Projekte steckbriefartig vorstellen. Wer sich daran beteiligt, verschafft seinem Debian-Derivat innerhalb des Debian-Projekts mehr Aufmerksamkeit, wirbt das Projekt. Durch Angeben eines Repräsentanten werde die Zusammenarbeit einfacher, und im besten Fall steuern diese Repräsentanten Ideen und sogar Patches oder Bug-Reports bei, die sich auf ihr jeweiliges Derivat beziehen und für Debians Software-Basis relevant sind. Auch der Erfahrungsaustausch zwischen Derivaten soll gefördert werden, indem die Derivate überhaupt sichtbar werden. Die Zensus-Seite soll in Zukunft als Informationssammlung dienen, aus der Debian-Entwickler und Derivat-Projekte Ressourcen für die Programmierung ziehen und die sich in die Debian-Infrastruktur integriert. Ubuntu-Derivate besitzen derzeit noch eine eigene Seite.
Der Derivatives Front Desk existiert seit Juni 2010. Auf der damals eingerichteten Mailingliste “debian-derivatives” wurde seitdem diskutiert, wie die Zusammenarbeit der Derivate und Debian weitergehen könne. Zum Beispiel ist eine Wikiseite hinzugekommen, die Leitlinien zum Erstellen von Debian-Derivaten sammelt. Für den Austausch gibt es neben der Mailingliste auch einen IRC-Channel (irc.debian.org/debian-derivatives).





