Ebenso, wie sich die Briefpost heutzutage im Lebensmittelgeschäft abwickeln lässt, finden sich auch unter Linux einige E-Mail-Programme, die mehr beherrschen als die pure Mail-Verwaltung. Wir stellten die wichtigsten dieser kommunikativen Alleskönner auf den Prüfstand.
Ob man private oder geschäftliche Kontakte pflegen, Termine vereinbaren, sich über das Tagesgeschehen informieren oder chatten und surfen will – das Internet erfüllt all diese Wünsche und noch viele mehr. Der Stolperstein dabei: Traditionell muss man sich dafür in unzählige Programme mit unterschiedlicher Bedienung einarbeiten, zwischen denen mit ein wenig Pech noch nicht einmal der Datenaustausch funktioniert. Abhilfe versprechen integrierte Mail-Programme, die dem Benutzer eine Art Alles-inklusive-Lösung versprechen. Ob deren Vielseitigkeit dazu führt, dass die Programme von allem etwas, aber nichts richtig können oder ob sie den klassischen MUA-Spezialisten (vgl. S. 24 ff.) Konkurrenz machen, beleuchtet dieser Artikel.
Evolution
Außer der Mail-Funktionalität bietet evolution[1] einen Kontaktmanager, Kalender und Aufgabenplaner und präsentiert sich so als komplette Groupware. Das Programm unterstützt das Planen von Besprechungen und erlaubt es, Informationen über freie Termine direkt aus dem Kalender-Modul heraus an Mitarbeiter zu verschicken. Dem evolution nutzenden Empfänger bietet sich dann die Möglichkeit, einen Termin direkt aus dem Mail-Fenster heraus zuzusagen oder abzulehnen. Die Software erledigt daraufhin alles Notwendige; sie versendet eine Antwort und trägt den Termin gegebenenfalls in den Kalender ein.
Ihre Optik lehnt sich an Microsoft Outlook an, was man schon beim ersten Start an der linksbündig ausgerichteten Shortcut-Leiste sieht. Besonders gut gelungen ist die frei konfigurierbare Überblicksansicht, in der man die Zahl ungelesener Mails und alle anstehenden Termine des Tages im Blick hat. Zudem lassen sich die aktuelle Wetterlage und Meldungen diverser Newsticker integrieren. Berührungsängste mit der Konkurrenz kennt evolution dabei nicht: In diesem GTK-Programm sind die neuesten Nachrichten von dot.kde.org nur wenige Mausklicks entfernt.
Als Postverwalter erfüllt evolution so ziemlich alle Wünsche, z. B. die Einrichtung mehrerer Mail-Konten und eine gut integrierte GnuPG-Unterstützung ([2], Abbildung 1).
Obwohl evolution in der Lage ist, HTML-Mails zu versenden und in diese auch hübsche grafische Smileys einfügen kann, haben die Entwickler nicht vergessen, dass HTML-Mails nicht bei jedem gern gesehen sind. Besteht eine solche Abneigung bei einem Korrespondenzpartner, vermerken Sie diese im Adressbuch, woraufhin das Programm Sie in Zukunft warnt, wenn Sie versuchen, HTML an diesen Kontakt zu schicken. Die Entwickler selbst haben offensichtlich keine Abneigung gegen HTML in Mails, denn bei Mails mit der Inhaltsauszeichnung multipart/alternative, die ihren Inhalt in verschieden formatierten Varianten enthält, unterschlägt evolution die reine Text-Version komplett und zeigt nur “buntere” Formatvarianten wie HTML. Dass der Benutzer nicht entscheiden kann, welches Format er bevorzugt, ist schlimm genug – dass nicht einmal ein Anhangsymbol auf den weiteren Inhalt aufmerksam macht, grenzt hingegen an Entmündigung der Anwender (Abbildung 2).
Ansonsten greift evolution oft auf clevere Weise auf Attachments zu: Erhaltene vCards lassen sich z. B. mit dem Adressbuch-Minicard-Viewerinline betrachten. In dieser Ansicht kann der User die Informationen per Mausklick ins Adressbuch übernehmen. Für Formate, die nicht inline dargestellt werden können, besteht die Option, sie in externen Anwendungen zu öffnen.
Mit dem Konzept der virtuellen Ordner haben Nutzer die Möglichkeit, Mails nach Filterkriterien sortiert zusammenzufassen. Auch eine gespeicherte Suche kann in solch einem Ordner abgelegt werden. Ohne große Kopieraktionen bündelt man so thematisch zusammengehörende Nachrichten an einem Platz. Auch die recht gelungene (wenn auch nicht ganz vollständige) deutsche Lokalisierung spricht für evolution.
Mozilla Mail&News
Wer sich partout nicht mit der Philosophie eines separaten, eventuell um Planungsmöglichkeiten erweiterten Mail-Programms anfreunden kann, kommt an mozilla nicht vorbei. Diese Internet-Komplett-Suite kümmert sich nicht nur um die Postverwaltung, sondern besteht aus Web-Browser, Mail- und News-Client, IRC-Programm und HTML-Editor. Ausreichend konfigurierbar, dabei jedoch nicht überladen, fällt die Einarbeitung auch Internet-Novizen leicht.
Bei der Einrichtung des ersten Kontos hilft ein Assistent, der schnell für eine funktionierende Grundkonfiguration sorgt. Geht es an die Feinabstimmung, fallen dem Anwender schnell einige Merkwürdigkeiten auf. So ordnet man einem Account einen zuvor definierten SMTP-Server unlogischerweise nicht unter den Server-Einstellungen, sondern auf der Haupt-Registerkarte des Accounts unter dem Punkt Erweitert (Abbildung 3) zu.
Die weiteren Konfigurationsoptionen verteilen sich auf sechs Registerkarten. Darin legt man z. B. in übersichtlicher Form fest, ab welcher Größe Mail-Anhänge nicht herunter geladen werden sollen oder wie mozilla auf die Aufforderung, eine Empfangsbestätigung zu senden, reagiert. Für globale Einstellungen sind der Menüpunkt Bearbeiten / Einstellungen / Mail & Newsgroups und dessen Untermenüs die richtige Anlaufstelle.
Die eigentliche Postverwaltung erweist sich als angenehm. Weder IMAP noch POP bereiten Mozilla Probleme, konfigurierbare Filter sorgen für Ordnung, und die grafische Umsetzung von ASCII-Smileys ist eine nette Zugabe (Abbildung 4).
Auch große Mail-Ordner bringen mozilla nicht ins Schleudern, können aber zu Schrecksekunden beim Anwender führen, wenn sie auf einmal leer erscheinen. In diesen Fällen ist die zum Ordner gehörende mst-Datei, die mozilla-interne Verwaltungsinformationen enthält, kaputt. Löscht man diese Datei, liest mozilla die E-Mails neu ein, so dass sie wieder sichtbar werden. Zuvor getroffene Einstellungen für den Ordner, wie z. B. das Aktivieren der Thread-Ansicht, gehen dabei allerdings verloren.
Für ein Mitglied eines Browser-Pakets wäre es ein Armutszeugnis, könnte es nicht mit HTML umgehen. Positiv dabei: In der Default-Einstellung führt der Mail- und News-Client kein JavaScript aus, und auch das Nachladen von Grafiken aus dem Internet kann man ihm verbieten. Die Entscheidung, Mails per Default im HTML-Format zu versenden, ist leider weniger glücklich. Zwar verschickt Mozilla trotzdem text/plain, wenn man keine der HTML-Formatierungsoptionen wie Fettdruck oder Farben auswählt, gerade Mail-Anfänger können aber nicht wissen, dass die hübsche bunte Schrift dazu führt, dass ihre Mails auf Empfängerseite vielleicht direkt in den Papierkorb wandern. Ebenso wie evolution hält mozilla nichts davon, den Anwender davon in Kenntnis zu setzen, dass multipart/alternative-Mails außer einem HTML- auch noch einen Textteil haben. Wer sich daran nicht stört und gerne alle Internet-Anwendungen unter einem Dach vereint hat, findet in mozilla ein leistungsfähiges, aber trotzdem einsteigerfreundliches Mail-Programm.
Mahogany
Beim Mauerblümchen aus diesem Test, dem Mail-Programm mahogany, dürfte es schwer sein, Anwender im Bekanntenkreis zu finden. Ein Grund dafür: Keine bekannte Distribution macht sich bisher die Mühe, entsprechende Pakete mitzuliefern. Sein Schattendasein führt mahogany jedoch zu Unrecht. Gerade Anwender, die sowohl unter Linux als auch unter Windows arbeiten, dürften die Verfügbarkeit des kombinierten Mail-/News-Clienten unter beiden Betriebssystemen zu schätzen wissen. Diesen Spagat zwischen zwei Welten verdankt die Software dem verwendeten GUI-Toolkit wxWindows.
Seine Einordnung bei den integrierten MUAs verdankt mahogany seinem modularen Aufbau, welcher es erlaubt, dem Programm zusätzliche Funktionen hinzuzufügen. Die Entwickler liefern u. a. ein Kalendermodul mit, dessen Aktivierung jedoch dazu führt, dass mahogany nicht mehr startet, falls man zuvor vergessen hat, eine Mailbox namens Calendar anzulegen (Abbildung 5).
Die Chance dafür steht ausgesprochen gut, da die ansonsten gelungene Dokumentation nicht auf diesen Fallstrick hinweist. Die Mailbox benötigt mahogany übrigens, um Erinnerungstexte abzulegen (Abbildung 6).
Ziehen Sie eine solche Mitteilung oder eine E-Mail auf das Kalenderfenster, legen Sie im erscheinenden Dialog fest, wann Sie an das Ereignis erinnert werden möchten – am betreffenden Datum meldet mahogany den Eingang einer neuen Nachricht mit einem zuvor definierten Erinnerungstext.
Doch das Programm hat noch wesentlich mehr zu bieten. Eigentlich eher ein IMAP-Client, gestaltet sich auch die Verwaltung von POP-Accounts komfortabel. Erfreulich sind die separat für jedes Konto zu tätigenden Einstellungen und der integrierte HTML-Viewer, der zwar alle HTML-Tags auswertet, jedoch keine aktiven Inhalte darstellt – ein guter Kompromiss zwischen Sicherheit und Komfort. Auch das Zitierverhalten bei Antworten ist vorbildlich; in der Default-Einstellung können Sie einen Abschnitt einer E-Mail markieren und danach die Antwort verfassen – mahogany quotet dann nur den markierten Teil und setzt den Cursor eingabebereit dahinter, dabei unsinnige Vollzitate am Mail-Ende (TOFU) vermeidend.
Eine der größten Stärken entpuppt sich gleichzeitig auch als größte Schwäche: mahoganys extreme Konfigurierbarkeit. Die Eigenschaften jeder Identität, ja sogar jedes Ordners sind auf über zehn Registerkarten bis ins Detail anpassbar (Abbildung 7).
Ohne Einarbeitungszeit und Studium des Handbuchs kommt sich der Anwender hier recht verloren vor, da die Gliederung der Optionen oftmals willkürlich erscheint. Trösten können lediglich die durchgängig sinnvollen Default-Einstellungen. Der integrierte Spam-Filter ist zwar eine nette Idee, jedoch nicht sehr wirkungsvoll: von 1000 Spam-Mails erkannte er gerade mal 89. Dinge wie die fehlende GnuPG- und UTF-8-Unterstützung lassen sich verschmerzen, vor allem, da sie ganz oben auf der Todo-Liste der Entwickler stehen.
Für jeden etwas
Anders als die Standalone-MUAs machen sich die integrierten Mail-Programme untereinander wenig Konkurrenz: Jedes spricht eine andere Zielgruppe an. Privatnutzer decken durch die Wahl von Mozilla alle Internet-spezifischen Wünsche ab. Im geschäftlichen Bereich bietet Evolution sich als Alternative zu Outlook an, und wer nur einen einfachen MUA mit Kalender und Erweiterungsmöglichkeiten sucht, greift zu Mahogany. Da aber jeder unter Bedienkomfort etwas anderes versteht und die Wahl des richtigen MUAs nicht zuletzt Geschmackssache ist, lohnt es sich, auf mehrere der vorgestellten Programme einen näheren Blick zu werfen.
Tabelle 1: Integrierte MUAs
| Name | Evolution | Mozilla Mail/News | Mahogany |
|---|---|---|---|
| URL | http://www.ximian.com/products/evolution/ | http://www.mozilla.org/mailnews/ | http://mahogany.sourceforge.net/ |
| Lizenz/Preis | GPL/kostenlos | Mozilla Public License/kostenlos | Artistic Licence/kostenlos |
| Version | 1.2.1 | 1.2.1 | 0.64 |
| benötigte Bibliotheken | intltool, scrollkeeper, gnome-xml, gnome-print, gdk-pixbuf, ORBit, oaf, gnome-vfs, libglade, bonobo, bonobo-conf, gal, gtkhtml, SOUP, libdb 3.1.17 (mit anderen Versionen funktioniert Adressbuch nicht) | Glib, GTK | wxBase, wxGTK, GTK |
| von Entwicklern gestellte Binärpakete | SuSE 8.0, 8.1; Debian; Red Hat 7.2, 7.3, 8.0; Mandrake 8.2, 9.0; Yellowdog (Alpha) | Mandrake, SuSE, Red Hat, Debian, Conectiva, Yellowdog (PPC) | unspezifisches rpm (getestet unter Mandrake 8.2, nach OpenSSL-Update auch unter Mandrake 8.1 lauffähig) |
| MUA integriert mit | Kalender, Adressbuch, Planer (Aufgabenliste) | Web-Browser, HTML-Editor, Adressbuch, Newsreader, IRC-Client, Download-Manager | Kalendermodul, Newsreader |
| Programmsprachen (Anzahl/Englisch/Deutsch/Türkisch) | 21/ja/ja/ja | 27/ja/ja/ja | 8/ja/ja/nein |
| SMTP | |||
| benötigt lokalen MTA zum Versenden | nein | nein | nein |
| SMTP after POP | ja | nein | nein |
| SMTP-Auth | ja | ja | ja |
| Mailspool | |||
| Inbox | benutzt Mailspool als Inbox oder importiert Mailspool in Evolution-Folder | keine Mailspool-Unterstützung | benutzt Mailspool als Inbox oder kopiert Mailspool ins Home-Verzeichnis |
| IMAP | |||
| IMAP-Unterstützung | ja | ja | ja |
| Suchen auf dem Server | ja | ja | ja |
| Folder verschieben | ja | ja | nein |
| POP3 | |||
| POP3-Unterstützung | ja | ja | ja |
| Mail auf dem Server belassen | ja | ja | ja |
| Mailbox | |||
| Formate | mbox (mit propietären Erweiterungen für schnelle Suche und Index), mbox-Import immer möglich | mbox mit proprietären Erweiterungen (X-Mozilla-Status:-Header, zusätzliche mst-Datei), ohne die Mozilla mit einer mbox nichts anfangen kann | mbx, mbox, MMDF (SCO Unix), Tenex (Unix-MM-Format), MH |
| Filterregeln zum automatischen Verteilen von Mails auf Mailboxen | ja | ja | ja |
| Editor | |||
| automatischer Zeilenumbruch nach 70–80 Zeichen | ja | ja | ja |
| externer Editor | nein (prinzipiell lässt sich ein externer Editor als Bonobo-Komponente einfügen (vgl. http://www.opensky.ca/gnome-vim/)) | nein | vernünftig integriert |
| Mail-Text und -Formate | |||
| TOFU-Gefahr: Default-Zitierverhalten | mäßig: Cursor am Anfang der Einleitungszeile | gering: Cursor unter dem zitierten Text (provoziert so allerdings ebenfalls unsinnige Fullquotes) | gering: Cursor unter dem zitierten Text |
| TOFU-begünstigendes Verhalten abstellbar | nein | – | – |
| Default-Mail-Format | text/plain | text/html (unformatierte Mails text/plain) | text/plain |
| Format-Wahlmöglichkeit | pro Mail | pro Mail (sofern die Pro-Empfänger-Angabe dies nicht ausschließt) | nein |
| Anzeige von multipart/alternative | zwingend HTML, text/plain-Teil erscheint nur in Quelltext-Ansicht | text/html, kein Hinweis auf text/plain-Alternative | Anzeige von text/plain, ?HTML Message Viewer? in Toolbar zeigt HTML-Teil an |
| Versenden von multipart/alternative | auf Wunsch | auf Wunsch | nein |
| HTML-Anzeige | intern | intern (Mozillas Render-Engine) | intern |
| Umbrechen der Mail bei text/plain;format=flowed | nein | ja | überlange Zeilen korrekt, zu kurze fehlerhaft |
| Encodings | |||
| im Body: iso-8859-1/iso-8859-15/utf-8 | ja/ja/nein | ja/ja/ja | ja/ja/nein (utf-8 soll nach Umstellung auf GTK2 unterstützt werden) |
| im Subject: iso-8859-1/iso-8859-15 | ja/ja | ja/ja | ja/nein |
| Adressbuch | |||
| Format | Berkeley-DB3 | eigenes Format (.mab-Dateien) | adb-Dateien, reiner Text, für Menschen schwer lesbar |
| Importformate | v- bzw. gnomeCard, LDIF, iCalendar, vCalendar | Netscape 4.x, LDIF, .csv (Komma-separiert), .tab (Tab-separiert) und Textdateien | bbdb (übernimmt nur die ersten zwei Einträge); /etc/passwd |
| Exportformate | vCard | LDIF, .tab, .csv und Text | keine |
| LDAP | ja (wenn mit –enable-ldap kompiliert) | ja | nein |
| automatisches Übertragen von Mail-Adressen ins Adressbuch | via Kontextmenü | automatisch | ja, abstellbar |
| Import empfangener vCards | manuell per Mausklick im Mail-Fenster | nein | nein |
| Usability | |||
| integrierte Spamfilter | nein | nein | ja/sehr geringe Erkennungsrate |
| Darstellung von ASCII-Grafik | ja | ja | ja |
| Größenangabe bei zu versendenden/empfangenen Attachments | nein | nur für Empfang | nur für Empfang |
| SMTP-Absenderprofile | ja | ja | ja |
| Definieren eigener Header | nein | nein | ja |
| alle Header editierbar | nein | nein | nein |
| Tastaturbedienung | teilweise | teilweise | teilweise |
| Scoring | nein | nein | ja |
| Threading | ja | ja | ja, per Default aber nur nach Subject, nicht nach References |
| mehrere Mails gleichzeitig bearbeitbar | ja | ja | ja |
| Bouncen | ja | nein | nein |
| Adresskomplettierung | ja | ja | ja |
| Link-Darstellung in text/plain | für URLs und www-Servernamen | für URLs und www-Servernamen | für vollständige URLs |
| Farbige Darstellung von HTML-Text | ja | ja | ja |
| Inline-Darstellung mitgeschickter Abbildungen in HTML-Mails | nein (Anzeige über Dropdown-Menü zuschaltbar) | ja | ja |
| Sicherheits- und Privacy-Features | |||
| PGP/GnuPG-Support | ja | mit Enigma-Plugin (Paket mozilla-enigmail) | nein |
| SSL/TLS für SMTP/IMAP/POP | ja/ja/ja | ja/ja/ja | ja/ja/ja, wenn configure mit –with-ssl= den Pfad zu OpenSSL gesagt bekommt |
| Quelle eines Links (HREF-Angabe) in HTML-Mail ist | unsichtbar | sichtbar (in Statuszeile) | sichtbar (Statusleiste) |
| Anzeige aktiver HTML-Inhalte (JavaScript/IFRAME) | nein/ja | nein/ja (JavaScript kann für Mail und News aktiviert werden, abgestellt werden kann nur das Nachladen von Grafiken aus dem Internet) | nein/nein |
| zeigt Webbugs in HTML-Mails | nein (Default) auf User-Wunsch ja | nein | nein |
| Versenden von Lesebestätigungen | nein | auf Nachfrage (konfigurierbar) | nein |
| Dokumentation | |||
| beigefügte Dokumentation | HTML-Dokumentation (Englisch, teils Norwegisch), Manpage (Englisch) | HTML-Dokumentation, Sprache abhängig von installierten Sprachpaketen | Handbuch und Entwicklerhandbuch (jeweils Englisch; HTML und PDF) |
Glossar
-
inline
-
Die Darstellung von Nicht-Text-Komponenten “zwischen den Zeilen” einer Mail, also ohne, dass ein neues Fenster geöffnet wird.
-
IRC
-
Mit einem Client-Programm für den “Internet Relay Chat” verbindet man sich mit einem zu einem IRC-Netz (z. B. dem IRCNet) gehörenden Server, um dort in thematisch meist festgelegten Channels (“Kanälen”) mit anderen Nutzern schriftlich zu plaudern (“chatten”).
-
Webbug
-
Als IMG-Tags integrierte Links auf externe Grafiken in HTML-Dokumenten, die, wenn sie geladen werden, dem Verantwortlichen dieser Seite zeigen, dass und von wem das Dokument gelesen wird.
Infos
[1] Nico Lumma: “Ausguck für Linux”, LinuxUser 06/2002, S. 24, http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/06/024-evolution/evolution_005.html
[2] Jörg Mudrack, Patricia Jung: “Schloss für die Post”, LinuxUser 05/2002, S. 28 f.











