Wenn eine Rechnerspezies vom Aussterben bedroht ist, dann die der allein und ohne Kontakt zu anderen Computern vor sich hin werkelnden “Stand-alone”-Maschinen. Lokale Netzwerke – ob mit oder ohne Anbindung ans Internet – erleichtern Arbeit und Freizeit ungemein.
Daten auf Disketten durch die Gegend zu tragen, das war noch vor ein paar Jahren gängige Praxis, ganz egal, ob auf diesem Wege eine Tabellenkalkulation durch die Firma gereicht, die Diplomarbeit häppchenweise zwischen Uni-Rechenzentrum und Institutsrechner transportiert oder Freunde mit netten Geschichtchen beglückt wurden. Heute wirkt solcher Datentransport nach der Turnschuhmethode eher anachronistisch: Da soll der Laptop in der Küche bitteschön das Kochbuch ersetzen, die Hifi-Anlage ihre Daten von einem zentralen MP3-Server in der Abstellkammer beziehen, und die Firmenkommunikation geht ohnehin mittels elektronischer Medien vonstatten.
Während Büros in der Regel ordentlich verkabelt sind, sorgt insbesondere die drahtlose Vernetzung per WLAN dafür, dass Rechnernetze in immer mehr Haushalte einziehen. Ist erst einmal die Frage der physikalischen Vernetzung geklärt, schlägt die Stunde der Software: Jeder Rechner muss eine eindeutige Adresse bekommen, muss wissen, in welchem Netzwerk er “lebt” und über welchen Computer er ggf. Pakete über die Grenzen des lokalen Netzes hinaus in die weite Welt schicken kann.
Einmal etwas mehr oder ständig viel Arbeit – das ist die Frage
Das kann man mühsam jedem Rechner einzeln beibringen oder einen speziellen Server damit beauftragen (Seite 28 ff.). Der zahlt sich insbesondere dann aus, wenn das Netz wächst und Konfigurationsänderungen nötig werden. Kommen Laptops ins Spiel, die mal hier, mal dort “eingestöpselt” werden, bringen moderne Distributionen mittlerweile Tools mit, die das Ändern der Einstellungen erleichtern, so zum Beispiel Suses SCPM (Seite 69 f.).
Gibt es nach einer solchen Anfangskonfiguration Schwierigkeiten, helfen Linux-Bordmittel weiter (Seite 36 ff.). Die fühlen sich zunächst zwar oft ein wenig sperrig an, haben aber den Vorteil, fast überall dabei zu sein – selbst, wenn das manchmal Nachinstallieren von den Distributionsdatenträgern bedeutet.
Wenn das Netz dann reibungslos funktioniert, kann man anfangen, einzelne Rechner mit Aufgaben für die Allgemeinheit zu betrauen, zum Beispiel einen Druckserver einzurichten (Seite 40 ff.). Wer die Selbstbastellösung scheut, findet in käuflich zu erwerbenden Netzwerkadaptern für Drucker eine Alternative (S. 66 ff.).




