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Aus EasyLinux 02/2010

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Amarok 2.3 mit neuen Funktionen

Das Amarok-Team bringt ungefähr monatlich neue Releases des KDE-Audioplayers heraus. Die neue Version 2.3 setzt eine komplett neue Toolbar ein und vereinfacht das Stöbern in der lokalen Sammlung.

Wegen der zahlreichen Änderungen entschieden sich die Amarok-Entwickler für den Versionssprung auf 2.3 anstelle des geplanten kleineren Updates auf 2.2.3. Neben ganz neuen Features bringt Amarok 2.3 vor allem beim Podcast-Support, den Playlisten und der Unterstützung für einfache MP3-Player, die sich beim Einstöpseln als USB-Stick anmelden, merkliche Verbesserungen mit.

Zu den neuen Features gehört der neue Fortschrittsbalken, der die “Moodbar” und die Vor- und Zurück-Funktionen integriert. Der Lautstärkeregler ist jetzt deutlich besser zu erkennen, und ein einziger Play-/Stop-Knopf sorgt für mehr Übersichtlichkeit.

Das Layout der neuen Version lässt sich über Ansicht / Ansicht sperren frei gestalten, wobei die neue Amarok-Version auch Tabs unterstützt, um kleinere Displays besser zu nutzen. Wer Amarok z. B. ohne Kontextbrowser nutzen möchte, hebt einfach die Sperrung auf und schließt das unerwünschte Fenster.

Neben dem Quellcode bieten einige Distributionen bereits fertige Pakete [1] an. Eine gute Übersicht gibt es auf der Amarok-Downloadseite. (Marcel Hilzinger/hge)

[1]http://amarok.kde.org/wiki/Download

Was bringt Debian 6.0 (“Squeeze”)?

Debians Release-Team bittet die Entwickler, die Software-Auswahl für Version 6.0 der Distribution mit dem Codenamen Squeeze festzulegen.

Philipp Kern schreibt in seiner Mail an die Entwickler-Liste [1], die Projektmitarbeiter sollen entscheiden, welche Versionen der von ihnen betreuten Softwarepakete in die fertige Version 6.0 (Squeeze) eingehen sollen. Er fordert sie außerdem auf, im Bugtracker zu dokumentieren, wie viele Bugs sie noch in ihren Paketen beheben müssen. Sollte ein Paket voraussichtlich nicht mehr fertig werden, kann der Betreuer es auch aus dem Testing-Zweig entfernen. Bisher ist laut Kern absehbar, dass Debian Squeeze Kernel 2.6.32, Gnome 2.30 und KDE 4.4 enthält. (Mathias Huber/hge)

[1]http://lists.debian.org/debian-devel-announce/2010/03/msg00005.html

Gnome 2.30 ist (fast) fertig

An die Versionsnummer Gnome 2.30 wird man sich vermutlich noch lange erinnern. Sie markiert den voraussichtlich letzten größeren Versionssprung vor Gnome 3.0 und ist jetzt als Release Candidate erhältlich.

Wer eine aktuelle Testversion von Ubuntu, Fedora oder OpenSuse benutzt, arbeitet in der Regel schon mit Gnome 2.29, allerdings in einer frühen Beta-Variante. Die jetzt veröffentlichte Version 2.29.92 [1] gilt als weitgehend stabil und soll Ende März als “bestes Gnome aller Zeiten” (alias Version 2.30) veröffentlicht werden – bei Erscheinen dieser Ausgabe also bereits verfügbar sein.

Nautilus arbeitet nur in der Grundeinstellung im Browser-Modus und kennt – endlich – einen Zweifenstermodus. Zahlreiche Verbesserungen haben auch die Gnome-Anwendungen Evince, Brasero, der VNC-Client Vinagre, das Gnome-Terminal und das Chat-Programm Empathy erfahren, Details finden sich in den noch provisorischen Release-Notes [3]. (Marcel Hilzinger/hge)

[1]http://permalink.gmane.org/gmane.comp.gnome.devel.announce/87

[2]http://live.gnome.org/PolicyKit

[3]http://live.gnome.org/TwoPointTwentynine/ReleaseNotes

Erste Alpha-Version von Fedora 13

Mit kleiner Verspätung auf den ursprünglichen Fahrplan hat das Fedora-Projekt heute die erste Testversion von Fedora 13 zum Download freigegeben. Sie bringt einen Vorgeschmack darauf, was Fedora-Nutzer von der kommenden Version 13 erwarten dürfen. Dazu gehört unter anderem die automatische Installation von Druckertreibern und Sprachpaketen, wenn diese benötigt werden. Nvidia-Nutzer profitieren vom deutlich verbesserten freien Nouveau-Treiber.

Fedora 13 bringt zudem ein komplett überarbeitetes Tool für das Benutzer-Management mit, mit dem sich auch die Login-Einstellungen vornehmen lassen. Als eine der ersten Distributionen soll Fedora 13 zudem dank Gnome Color Manager über ein komplettes Farb-Management für das einheitliche Setup von Druckern, Scannern und Monitoren verfügen. Eine Übersicht über sämtliche geplanten Features von Fedora 13 gibt es im Fedora-Wiki [1]. Neben den offiziellen Download-Versionen mit Gnome oder KDE als Desktop [2] gibt es auch die “Spin”-Versionen mit LXDE, XFCE und anderen Desktop-Oberflächen [3]. (Marcel Hilzinger/hge)

[1]http://fedoraproject.org/wiki/Releases/13/FeatureList?anF13a

[2]http://fedoraproject.org/get-prerelease?anF13a

[3]http://alt.fedoraproject.org/pub/alt/nightly-composes/?anF13a

Mandriva mit Navi

Die deutsche Mandriva-Community hat eine spezielle Live-Version von Mandriva 2010.0 für die mobile Navigation veröffentlicht [1]. Das Kartenmaterial beruht auf OpenStreetMap, die Distribution ist eine erweiterte MUD-LXDE-Edition v3 [2] mit der freien Navigationssoftware Navit [3]. Ziel der Zusammenstellung war ein System, das es jedem Anwender ermöglicht, ohne Linux-Kenntnisse sofort mit der Navigation zu starten. Das System enthält neben der Navigationssoftware nur einige grundlegende Programme, darunter den Dateimanager pcmanfm, den PDF-Betrachter ePDF und die Browser-Suite Seamonkey.

Zur Verfügung stehen vier MUD-Navigation-Varianten für Deutschland (1 GByte), Deutschland+Österreich+Schweiz (1 GByte), Europa (1,6 GByte) und die ganze Welt (3,7 GByte). Alle Livesysteme lassen sich auch fest installieren und durch weitere Pakte aus den Mandriva-Repos erweitern. Im Test unserer Schwesterzeitschrift LinuxUser stellte sich allerdings heraus, dass die Navigationssoftware teilweise Probleme hat, Städte zu erkennen [4]. Die Schwierigkeiten treten vor allem dann auf, wenn es einen Ortsnamen mehrfach (z. B. in mehreren Ländern) gibt. (Marcel Hilzinger/Hans-Georg Eßer/hge)

[1]ftp://ftp.mandrivauser.de/mud-editionen/MUD-Navigation-Edition/

[2]http://www.mandrivauser.de/wordpress/?p=509

[3]http://sourceforge.net/projects/navit/

[4]https://www.linux-community.de/Internal/User-Blogs/Noesis/Wo-gemastert-wird-fallen-Bits

Linux New Media Award 2010 für die besten Projekte

Regelmäßig zur CeBIT vergibt die Linux New Media AG, Herausgeber von EasyLinux und den Schwesterzeitschriften LinuxUser und Linux-Magazin, eine Reihe von Awards – Auszeichnungen für besondere Personen, Projekte oder Produkte rund um Linux. Die Gewinner werden dabei von einer großen Jury gewählt.

Neu war in diesen Jahr die Kategorie “Beste Open-Source-Firefox-Erweiterung”. Für den Browser Firefox gibt es in Form von leicht zu installierenden Erweiterungen eine unüberschaubare Menge an Zusatztools. Von denen hat sich die Erweiterung Adblock [1], welche die Anzeige von Onlinewerbung verhindert, dieses Jahr einen Preis verdient. Entgegen nahm den Preis Wladimir Palant, der Entwickler des Add-ons. Auch er wies bescheiden auf die Leidenschaft der Community hin.

Die über 200-köpfige Jury aus Journalisten sowie Open-Source-Freunden aus Wirtschaft und Projekten bestimmten Android [2] als Preisträger der Kategorie “Bester Open-Source-Beitrag für mobile Geräte”. Ines Wasner von Google Deutschland, die den durchsichtigen Linux New Media Award an Stelle der Android-Entwickler entgegennahm, sagte: “Der Award ist für uns eine Motivation, Android noch besser zu machen.”

Wie letztes Jahr räumte Intel auch 2010 die Auszeichnung als Open-Source-freundlichster Hardwarehersteller ab. Den Preis nahm der Business Developer Manager (EMEA) Wolfgang Rosenberg entgegen. Der Intel-Veteran, der seit über 20 Jahren für das Unternehmen arbeitet, sagte: “Wir werden uns in der nächsten Zeit besonders für Meego einsetzen”. Meego ist die Zusammenführung der beiden Linux-Distributionen Maemo und Moblin, die beide für den Einsatz auf Mobilgeräten bestimmt sind.

Auch OpenStreetMap [3] gewinnt den Linux New Media Award als “innovativstes Open-Source-Projekt”. Sven Anders, der von Anfang an bei dem Projekt dabei war, nahm den Preis entgegen und sagte bei der Preisübergabe, die mittlerweile 250.000 Mitglieder stellen das Projekt vor Herausforderungen. Aber Nutzer wie Geizhals.de bestätigen das Projekt in seiner Arbeit: “Die haben uns erzählt, dass sie lieber uns als Google Maps nehmen, damit niemand unsere Kunden ausspionieren kann.”

In der Kategorie “Herausragender Open-Source-Beitrag” verlieh die Jury den Preis an das ganze Linux-Projekt. Stellvertretend nahm Hans-Joachim Picht die Trophäe in Empfang, dessen erste Linux-Installation auf 1995 datiert und der beruflich als Kernelentwickler für IBM tätig ist.

Passend zum Trendthema Cloud Computing gab es dieses Jahr erstmals einen Preis in der Kategorie “Beste Open-Source-Lösung für Cloud Computing”: Gewinner wurde Xen [4]. Den Preis nahm Xen-Entwickler Keir Fraser persönlich entgegen. Er implementierte Xen 2002 im Rahmen seiner Promotionsforschung und gründete auch das darauf aufbauende Open-Source-Unternehmen Xensource. “Dieser Preis geht an alle in der Community, die Xen zu dem gemacht haben, was es heute ist”, sagte Fraser nach Entgegennahme der Trophäe. (Anika Kehrer/hge)

[1]http://adblockplus.org/de/

[2]http://android-developers.de/

[3]http://www.openstreetmap.org/

[4]http://www.xen.org/

Firefox knackt die 50-Prozent-Schwelle

Laut einer aktuellen Auswertung von Webmasterpro [1] hat Firefox im Februar in Deutschland erfolgreich die 50-Prozent-Hürde übersprungen. Mit verantwortlich für den unerwartet schnellen Erfolg sind laut Pressemeldung auch die im Januar bekannt gewordenen Sicherheitslücken im Internet Explorer. Durch die zusätzliche Warnung des BSI, das von der Nutzung des Internet Explorers abriet, stieg der Marktanteil des freien Browsers im Januar um über 1,5 % an – in früheren Monaten lag der Anstieg nur bei 0,4 % pro Monat. Mit Spannung wird aus Browsersicht auch der von der EU geforderte Browserauswahldialog in Windows erwartet. Die genauen Zahlen der Webmasterpro-Statistik vom 02.03.2010:

  • Firefox: 50,3 %
  • Internet Explorer: 39,4 %
  • Safari: 3,6 %
  • Opera: 2,8 %
  • Chrome: 2,3 %
  • Mobile Safari: 0,7 %
  • Mozilla Seamonkey: 0,3 %
  • Netfront: 0,1 %

(Marcel Hilzinger/hge)

[1]http://www.webmasterpro.de/portal/news/2010/03/04/webanalyse-firefox-ueber-50-in-deutschland.html

Linux-Kernel: Gratis aber wertvoll

Der Linux-Kernel ist 11 Millarden Dollar wert: Im Open Source Forum der CeBIT nannte Jim Zemlin von der Linux Foundation [1] drei Gründe für den Erfolg von Linux. Der Leiter des Industrieverbands sieht aber auch drei künftige Herausforderungen für das freie Betriebsystem.

“Jeder Bewohner der westlichen Welt, jede Börse nutzt täglich Linux”, begann Zemlin seine Rede, “sei es in einer Google-Suche oder im Mobiltelefon”. Nach 18 Jahren Existenz sei Linux überall angekommen, stellte er fest.

Danach untermauerte er die Erfolgsgeschichte mit weiteren Daten: 2.700.000 Zeilen Code seien 2009 zum Kernel hinzugekommen. 90 % der Kernel-Autoren arbeiteten hauptberuflich am Linux-Kern, der also längst kein Amateurprojekt mehr sei. 10,8 Milliarden Dollar würde der Linux-Kernel laut Zemlin kosten, wollte eine Firma das Betriebssystem von Grund auf neu entwickeln, und 50 Milliarden US-Dollar verdienen Linux-Firmen jährlich allein im Enterprise-Geschäft. (Mathias Huber/hge)

[1]http://www.linuxfoundation.org/

Ubuntu: Änderungen bei Schrift, Stil & Logo

Mark Shuttleworth hat es schon einige Male angekündigt, nun ist es da: Das neue Design von Ubuntu. Aus “Linux for Human Beings” wird “Light”. Canonical stellt das neue Branding und Artwork für Ubuntu 10.04 vor [1].

Das neue Theme setzt auf die Farben Weinrot und Orange, die einzelnen Braunrot-Töne aus dem Logo verschwinden, und der Ubuntu-Schriftzug erhält eine feinere und weniger runde Schrift. Mit dem neuen Slogan “Light” verbindet die Distribution die Punkte Präzision, Zuverlässigkeit, Zusammenarbeit und Freiheit.

Canonical will in Kürze die passenden Schriften und weitere Designelemente veröffentlichen, damit Webseitenbetreiber und Ubuntu-Fans die Logos und Schriftzüge entsprechend anpassen können. (Marcel Hilzinger/hge)

[1]http://www.jonobacon.org/2010/03/03/refreshing-the-ubuntu-brand/

Ubuntu One Music Store

Der Ubuntu One Music Store [1] ist online: Songs im neuen Musikladen von Ubuntu kosten zwischen 79 und 99 Cent (EU-Shop), die Premium-Labels, die nur in Deutschland, England und der USA zur Auswahl stehen, verlangen manchmal auch 1,49 Euro pro Song.

Als Teaser gibt es die ersten 60 Sekunden jedes Stücks zum Reinhören. Die Integration in den Gnome-Musikplayer Rhythmbox [2] funktioniert nahtlos, die Qualität der MP3-Songs liegt zwischen 192 und 320 kBit/s und ist unabhängig vom Preis.

Wer tatsächlich Musik kaufen möchte, sollte aber noch etwas Geduld haben. Beim Checkout kommt es in der aktuellen Version zu Verzögerungen, in einigen Fällen stürzt Rhythmbox auch einfach ab. Es lohnt sich deshalb für den entspannten Einkauf, auf die als stabil bezeichnete finale Version zu warten. (Marcel Hilzinger/hge)

[1]https://wiki.ubuntu.com/UbuntuOne/MusicStore

[2]http://projects.gnome.org/rhythmbox/

Plasma Netbook Reference Platform

Mit der “Plasma Netbook Reference Platform” möchten die KDE-Entwickler eine spezielle Linux-Distribution zur Verfügung stellen, mit der Anwender die Netbook-Variante von KDE möglichst einfach testen können.

Die Plasma Netbook Reference Platform steht als rund 500 MByte großes, komprimiertes Abbild auf den OpenSuse-Spiegelservern im Verzeichnis repositories/KDE:/Netbook/images/ zum Download bereit. Wer es installieren will, entpackt das mit bzip2 komprimierte Abbild und kopiert es anschließend auf einen mindestens 2 GByte großen USB-Stick:

bunzip2 Plasma-Netbook-Reference.i686-0.1.0-*.raw.bz2
dd if=Plasma-Netbook-Reference.i686-0.1.0-*.raw of=/dev/sdX

wobei /dev/sdX durch den Gerätenamen eines eingestöpselten USB-Sticks zu ersetzen ist. (Marcel Hilzinger/hge)

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