Die Europäische Union hat sich “Building Grids for Europe” auf die Fahnen geschrieben. Das geförderte Projekt Xtreem OS hat Version 2.0 seines Grid-Betriebssystems zusammengebaut und für die Öffentlichkeit freigegeben.
Version 2.0 von Xtreem OS bringt ein neues Anwendungsmanagement mit, das sich auf die Suche nach verfügbaren Rechenressourcen im Grid macht, die den Anforderungen der aktuellen Anwendung entspricht. Dazu kommen unter anderem das verteilte Dateisystem XtreemFS in der aktuellen Version 1.1, das sich aus dem Internet mounten lässt. Globales Prozessmanagement erlaubt Cluster-weite PIDs und Management-Tools wie “ps”, “top” oder “kill” sowie – als experimentelles Feature – eine Restart-Funktion für Anwendungen. Das Team von Xtreem OS stellt außerdem eine Programmierschnittstelle namens XOSAGA zur Verfügung, die auf den Standard “Simple API for Grid Applications” (SAGA) des Open Grid Forum aufbaut. Einzelheiten zu allen Features enthaltend ie Release Notes.
Ab Version 2.0 ist das EU-Projekt außerdem für Externe offen. Es gibt ISO-Varianten und Images für Virtualbox und KVM auf der Downloadseite des Projekts, sowie die Source-Versionen auf der Forge-Seite eines der Mitglieder. Xtreem OS basiert auf Mandriva Linux und steht unter der GPL, Teile unter der BSD-Lizenz. Mailinglisten und ein “lebendiger” IRC-Channel namens #xtreemos-dev stehen Interessierten offen.
Das Projekt Xtreem OS hat ein quelloffenes Grid-Betriebssystem auf Grundlage eines “general purpose Linux” zum Ziel. Mit dem offiziellen Auftrag “Building and Promoting a Linux-based Operating System to Support Virtual Organizations for Next Generation Grids” erfährt es zwischen 2006 und 2010 rund 15 Millionen Euro Förderung aus dem 6. Rahmenprogramm für Forschung und technologische Entwicklung der Europäischen Union, das auch andere Grid-Projekte ermöglicht (zum Beispiel Grid für Debian). Das Projekt arbeitet als internationales Konsortium. Jüngst beigetreten ist die hinter dem Grid-Linux Kerrighed stehende Firma Kerlab, ein Spin-off des staatlichen französischen “Institute for Research in Computer Science and Automatic Control” (INRIA). Die anderen Xtreemler rekrutieren sich vor allem aus französischen Organisationen wie INRIA, aber auch zum Beispiel die NEC Deutschland GmbH, SAP und die Vrije Universiteit Amsterdam sind dabei.






XtreemOS ist ein weiteres Beispiel für die gute Arbeit die Mandriva “an der Allgemeinheit” leistet.
Leider schaffen sie es nicht, dass auch mehr in die Öffentlichkeit zu tragen.
Mandriva engagiert sich mit XtreemOS, Nepomuk und Scribo aktiv an einigen sehr wichtigen OpenSource Projekten aber davon bekommt man nichts mit.
Nur mit Mühe konnte ich überhaupt Informationen dazu finden:
http://www.mandriva.com/enterprise/en/company/r-d
http://doc4.mandriva.org/bin/view/labs/
Schade eigentlich.
TeaAge