Der Python-Vater van Rossum hat sich auf der Entwicklerliste des Projekts für ein mehrjähriges Moratorium an der Skriptsprache ausgesprochen: keine Änderungen an der Grammatik oder Semantik.
Die Gründe von Guido van Rossum leuchten ein: auf der einen Seite gibt es noch sehr viel Arbeit, um Python 3.0 auf den Stand früherer Python-Versionen zu bekommen und die Verbreitung zu fördern, auf der anderen Seite stehen die zahlreichen alternativen Implementierungen wie Jython, IronPython oder PyPy, die durch die ständigen Änderungen an der Semantik oder Grammatik ihre Projekte stets anpassen müssten, ohne das der Nutzer dadurch irgendeinen Vorteil bekäme.
In seiner Mail an die Python-Entwicklergemeinde fordert van Rossum deshalb ein mehrjährigen Moratorium. In der Zeit sollen sich die Arbeiten auf die Akzeptanz von Python 3.x und die Entwicklung passender Bibliotheken konzentrieren. Vom Eingriff ausgenommen wäre lediglich die Standardbibliothek. Hier hält Guido van Rossum Änderungen für nützlich und wertvoll, auch andere Ausnahmen hält er nach Absprache für möglich.





