XP-Aktivierung
Warum Linux? Weil Linux in seiner Vielfältigkeit Spaß macht und immer was Neues bietet. Ich kam zu Linux (zur Zeit Ubuntu), weil mich die telefonische Aktivierung von XP gestört hat.
J. Hack
Linux als Hobby
Klingt banal, trifft bei mir aber auf jeden Fall zu. Ich bin schon immer gerne etwas gegen den “Mainstream” geschwommen, musste aber auch Federn lassen: Damals war ich von IBMs OS/2 begeistert, das war ein tolles Betriebssystem, hatte letztendlich gegen das übermächtige Windows aber keine Chance. Grund: Internet war praktisch noch nicht vorhanden.
Seit gut einem Jahr habe ich mich komplett von Microsoft verabschiedet, und ich habe den Schritt zu Linux nicht bereut, auch wenn der Anfang nicht leicht war. Mein PC und meine Notebooks haben wieder so eine Art Seele, ich kann mit Befehlszeilen in sie hineinschauen.
Windows ist nur ein Mittel zum Zweck, es ist halt installiert, und man arbeitet damit. Wenn ich von jemandem nach meinen bevorzugten Hobbies gefragt werde, dann antworte ich: Radfahren, Lesen und “Linuxen”. Ja, es ist ein richtiges Hobby, die verflixte Webcam zum Laufen zu kriegen oder den Fingerprint-Reader am Thinkpad, aber dank der Community kriegt man das hin. Wer erwähnt “Windows Vista” als Hobby? Ich kenne niemanden.
Helmut Schäfer
Viel Software, viel Sicherheit
Meine Gründe: Übersichtlichkeit, Stabilität, große Versionsauswahl, große Softwareauswahl, Sicherheit vor Viren, da man Programme ausführbar machen muss. Leider gibt es keine vernünftigen OCR-Programme für Linux, bzw. die erhältlichen sind sündhaft teuer.
Hermann Merk
Läuft und ist sicher, aber …
Ich bin vor gut einem Jahr durch Ihre Zeitschrift auf Linux gestoßen und habe aus purer Neugier und durch Zufall Ubuntu 7.04 auf meine Rechner geladen, die Installation ging reibungslos vonstatten, und oh Wunder: Ich wurde sofort mit meiner WLAN-Fritz!Box 7113 verbunden und war damit im Internet. Ich muss sagen, ich bin ein ganz normaler User, 70 Jahre alt und habe auch keine besonderen Kenntnisse in der Computerei. Ich verwende aber Ubuntu nur privat für meine Bankgeschäfte, E-Mail und natürlich zum Surfen.
Aber warum Linux? Ich bilde mir ein, dass ich auf der sicheren Seite vor Schädlingen bin, die ja überall lauern – so wird es einem jedenfalls gesagt.
Neulich hat ein Ausfall der DSL-Verbindung bei laufender Ubuntu-Aktualisierung mein System zerschossen – die Fehlermeldung war komplett unverständlich. Das sind Probleme, die einem bei Windows nicht passieren, und darum gibt es also so wenig Nutzer bei Linux; ich kann mich hier nur durch Neuinstallation retten. Erwähnen möchte ich noch, dass viele Benutzer kein Englisch können und die ganzen Fehlermeldungen ja fast ausnahmlos in Englisch sind und dies keinerlei zu einer größeren Verbreitung von Linux führt.
Christian Ladinig
Kann einfach alles
Wir schreiben das Jahr 1998: Ich bin Lehrgangsleiter für angehende Medientechniker, und wir arbeiten mit Apple Macintosh. Privat habe ich gerade einen neuen PC mit Windows 98 gekauft und sehr sehr häufig diesen netten blauen Bildschirm. In meiner Computerzeitung liegt eine CD mit SuSE Linux 6.0.
Linux? Was ist das denn? Artikel gelesen, Neugier geweckt, installiert und vom Virus befallen – also ich vom Linux-Virus befallen.
Seit dieser Zeit habe ich nahezu jeden Versionssprung mitgemacht. Als Trainer habe ich viele Linux-Seminare abgehalten und organisiere seit 2004 die Linux- & BSD-User-Group im Weserbergland. Pflege der Internetseite und Newsletterversand mit Joomla (Open Source).
Also warum Linux? Ich finde es faszinierend das viele tausende Menschen unentgeldlich und in ihrer Freizeit rund um den Globus sitzen und das Betriebssystem weiterentwickeln, und das mit der jetzt schon erreichten Perfektion.
Ich kann meine Webserver von jedem Ort der Welt mit Internetzugang via SSH sicher und schnell administrieren, via OpenVPN von meinem Firmenserver eine Schulungsdatei herunterladen, meine wichtigen geschäftlichen E-Mails revisionssicher archivieren und kinderleicht mit Volltextsuche auch wiederfinden, digitales Satellitenfernsehen genießen – meine Dreambox 7025 hat mit dem alternativen Betriebssystem viel mehr Features als die Originalversion vom Hersteller. Meinen Access-Point kann ich dank Linux mit viel mehr Funktionen ausstatten kann, als der Hersteller es vorgesehen hat. All das sind Gründe für Linux.
Karsten Müller
Windows-Absturz
Vor einigen Jahren verabschiedete sich mein Windows, und ich wollte was Neues probieren. So habe ich mit Suse Linux 9.0 begonnen. (Damals gab es sogar noch ein Benutzerhandbuch.) Inzwischen bin ich bei OpenSuse 10.2 und bleibe erstmal da, weil es stabil läuft. Allerdings kann ich keine Updates mehr aktivieren, aber ich bin mit dem Vorhandenen zufrieden.
Ich arbeite mit OpenOffice, Firefox, Thunderbird, Kaffeine, K3b und ein bisschen mit Gimp, wenn ich an den Fotos was verändern will. Schade ist nur, dass mein Brockhaus auf neueren Linux-Versionen nicht läuft. (Es geht mit Suse 9.3.)
Insgesamt bin ich mit allem zufrieden, was Linux bietet, und fühle mich vor allem auch im Internet relativ sicher.
Karlo Pasemann
Ständig Updates für den Virenfilter
Für mich hat das Computerzeitalter mit dem Amiga 500 angefangen, später habe ich mir einen 1200er gekauft. Wegen der Schwierigkeiten bei Commodore und deren Nachfolgern stieg ich dann auf Windows 98 um. Der Internetanschluss brachte aber dann die Wende: Ich hatte das Virenprogramm installiert und ärgerte mich jedesmal, wenn beim Einstieg zuerst einmal die Updates heruntergeladen wurden. Ich sah mich nach Alternativen um, der Mac war mir zu teuer, und so probierte ich Linux – zuerst Suse Linux 6.4 an. Mich beeindruckten der günstige Preis und die riesige Softwareauswahl, die noch dazu gratis war. Zugegeben: Es war schon schwierig, mit Linux richtig umzugehen, weil alles auf Windows fixiert war und man fast keine Unterstützung hatte. Unter Windows brauchte man nur die CD einlegen, und der Internetanschluss oder diverse Geräte waren in kurzer Zeit konfiguriert. Unter Linux musste man halt komplett umdenken.
Heute habe ich OpenSuse 11.0. Alle meine Zusatzgeräte laufen, Internet ist problemlos, Viren sind nicht unbedingt zu fürchten, und die Programme können alles, was man unter Windows teuer kaufen und auch registrieren muss. Es ist ein beruhigendes Gefühl, mit Linux zu arbeiten.
Josef Stiegler
Amiga ohne USB-Anschluss
Bis 2004 habe ich immer mit AmigaOS gearbeitet. Dann habe ich eine Digitalkamera gekauft und stand nun vor der Frage: Kaufe ich eine USB-Zorro-Karte für meinen Amiga oder für etwa dasselbe Geld gleich einen kompletten PC mit USB-Anschluss? Ich habe mich dann für einen PC entschieden. Da war beim Kauf bereits SuSE Linux 8.2 drauf. Meine neue Digitalkamera wurde sofort erkannt, Digikam war somit die erste Linux-Anwendung, die ich verwendete. Natürlich probierte ich auch andere Sachen aus, so gefiel mir auch der Browser Konqueror ganz gut. Dann habe ich mich auch mit Amarok angefreundet, und so habe ich mit der Zeit immer mehr Sachen mit Linux gemacht, bin immer mehr darauf umgestiegen.
Anzumerken ist noch, dass ich kein Spieler bin, sieht man von einem gelegentlichen Solitaire, Tetravex oder Neverputt ab.
Windows habe ich noch nie verwendet und kenne es nur vom Hörensagen, aber was ich da meistens höre, reicht mir vollkommen ;-)
Werner Ammann
Pioniergeist der Entwickler
Ich arbeite schon seit längerem mit Linux als reinem Heim-PC und bin deshalb auch Abonent Ihrer Zeitschrift. Angefangen hat alles eigentlich damit, dass mir der Pioniergeist der Entwickler sehr gefallen hat. Ein Produkt auf den Markt zu bringen, das seinen kommerziellen Konkurrenten in nichts nachstehen soll.
Weitere Gründe: Wenn man sich mal an die diversen Paketmanager gewöhnt hat, belächelt man seine Freunde nur noch, die im Internet nach Freewaredownloads für ihr Windows suchen.
Und es freut mich auch zu sehen, dass die Argumente der Windows-Nutzer immer weniger werden, gerade das Thema mit DRM und Musikdownloads empfand ich immer als einen der größten Nachteile von Linux. Jetzt musste ich erstaunt feststellen, dass Amazon auf seiner Homepage DRM-freie Musikdownloads anbietet. Selbst das Miniprogramm, den Amazon-Mp3-Loader, gibt es auch für verschiedene Linux-Derivate. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, weiß ich nicht, was in Zukunft noch gegen Linux sprechen soll.
Markus Kaiser
Unabhängig vom Softwareanbieter
Ich bin es leid, laufend die von den Softwareherstellern eingeplanten Folgegeschäfte mitzumachen und mich durch die Programme immer mehr an ihre Produzenten zu binden.
Windows 98 hat mich – trotz kostenpflichtiger Schutzprogramme – davon überzeugt, persönliche Daten ausnahmlos auf einem PC ohne Netzverbindung zu speichern. XP bietet aus meiner Sicht keinen Vorteil gegenüber Windows 2000; es wird nur benötigt, um bestimte Kaufprogramme aus der Werbung zu nutzen.
Helmut H. Wieser
Erst Neugier, dann Ideologie
Zu Linux gebracht hat mich einfach nur die Neugier. Immer häufiger bin ich auf Berichte gestoßen. Ich habe dann mal einen ebenso computerbegeisterten Freund darauf angesprochen, der mir eine Kubuntu-Live-CD 6.06 mitgegeben hat. Wenige Wochen später war dann mein Notebook auf Dual-Boot umgerüstet, mit Kubuntu und XP. Seit ca. einem Jahr gibt es bei mir zu Hause nichts mehr aus Redmond, weder auf meinem Desktop-Rechner noch auf dem Notebook.
Nach näherem Kennenlernen bin ich der Ideologie rund um Open Source und Freie Software, die Richard Stallman “zum Leben erweckt hat”, verfallen. Und genau das ist es, was mich zum überzeugten Linuxer macht.
Natürlich gibt es auch andere Gründe, wie Sicherheit, Stabilität, volle Kontrolle, (fast) alles ist kostenlos, die tolle Community usw. Auch schätze ich sehr die Möglichkeiten, PCs miteinander zu vernetzen.
Aber die Ideologie steht für mich im Vordergrund. Und ich bin davon überzeugt, dass sich noch viel mehr Leute von Windows und proprietärer Software verabschieden würden, wenn sie sich einmal damit auseinandersetzten, worum es hier geht. So, let’s share the software!
Sascha Wegener
Linux-Community-Aktion
Nach C64, Amiga 500 und Amiga 3000 kam bei mir der Umstieg auf PCs mit Windows 95, 98, Me und letztlich XP – das war ja jeweils bei den Rechnern dabei.
Angeregt duch die Linux-Community-Aktion “Sommer-Spezial: Drei Monate ohne Windows” habe ich vor einer Woche, nach einigen Versuchen mit Linux-Life-CDs, Ubuntu auf einem Eee-PC und einem Notebook installiert und bin vom schonenden Umgang mit den Systemressourcen begeistert: Anders als XP läuft EasyPeasy dort “out of the box”.
Die einzigen Probleme bei Linux waren die Soundkarte (ALC 883 Chip) und ein HBCI-Homebanking-Programm – beide Probleme sind inzwischen gelöst. So habe ich dank Linux eine neue “Leichtigkeit” erfahren.
Darum benutze ich seit einer Woche Linux.
Dirk Sonne
