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Aus EasyLinux 04/2009

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Firefox 3.6 im November, Firefox 4.0 Ende 2010

Das Mozilla-Projekt hat die Roadmap [1] für die kommenden Firefox-Versionen aktualisiert. Demnach erscheint die nächste große Firefox-Version 4.0 Ende 2010 und setzt voraussichtlich auf die Browser-Engine Gecko 1.9.4.

Das nächste kleinere Update steht laut dem vorläufigen Plan im November an: Dann will die Mozilla-Foundation voraussichtlich Firefox 3.6 mit dem Codenamen Namoroka veröffentlichen. Gleichzeitig möchten die Entwickler auch Fennec 1.0 [2], die für mobile Geräte optimierte Firefox-Version heraus bringen. Für Firefox 3.6 gibt es eine Wiki-Seite [3], welche die einzelnen Entwicklungsschritte detailliert aufzeichnet.

Im ersten Quartal 2010 soll dann bereits Firefox 3.7 folgen, mit Gecko 1.9.3 als Unterbau. Als Hauptfeature sollen hier Plug-ins getrennt vom Browser laufen, um die Stabilität des Browsers zu erhöhen. Zudem planen die Entwickler eine Synchronisationsmöglichkeit für Lesezeichen (siehe auch Linux-Tipps in dieser Ausgabe).

Firefox 4.0 und Fennec 2.0 sind für das dritte oder vierte Quartal 2010 geplant. Firefox soll dann unter allen Platformen eine neue grafische Oberfläche erhalten. Erste Entwürfe für die neue Optik gibt es auch schon zu bestaunen [4]. (Marcel Hilzinger/hge)

[1]https://wiki.mozilla.org/Firefox/Roadmap

[2]https://wiki.mozilla.org/Fennec

[3]https://wiki.mozilla.org/Firefox/Namoroka

[4]https://wiki.mozilla.org/Firefox/4.0_Windows_Theme_Mockups

Parallels Desktop 4

Der Virtualisierungsanbieter Parallels bietet Version 4 seiner gleichnamigen Desktop-Virtualisierung jetzt auch für Windows und Linux an. Bislang gab es die Desktop-Variante der Schweizer Firma nur für Mac OS X, nun ist Parallels Desktop 4 die erste Version, die auch auf Linux- und Windows-Rechnern läuft. Damit ist jede beliebige Kombination von Anwendungen aus beiden Welten möglich. Das Programm läuft unter 32-Bit- und 64-Bit-Betriebssystemen und unterstützt die Virtualisierungstechnologien Intel Vt-X und AMD-V.

Mit der neuen Version verspricht Parallels Desktop 4 gleichzeitig mehr Tempo, denn bis zu acht virtuelle CPUs und 8 GByte virtueller Arbeitsspeicher stehen zur Verfügung. Die grafische Oberfläche soll es dem Anwender leicht machen, die virtuellen Maschinen einzurichten, allerdings gibt es diese derzeit nur in Englisch. Auch eine Migrationshilfe bietet die Software in Form des so genannten Parallels Transporters: Sie wandelt echte Windows- und Linux-Installationen in virtuelle Maschinen für die Verwendung mit Parallels Desktop 4 um.

Parallels Desktop 4 für Linux und Windows gibt es im Onlineshop des Herstellers [1] für knapp 70 Euro. Die Workstation-Varianten sind schon seit längerem auch für Linux und Windows erhältlich. (Britta Wülfing/hge)

[1]http://www.parallels.com/de/products/desktop/pd4wl/

Lubuntu: LXDE-Version von Ubuntu

Damit Ubuntu auch auf Rechnern mit weniger als 265 MByte Hauptspeicher flott läuft, arbeitet das LXDE-Team an einer Ubuntu-Ausgabe mit dem Desktop LXDE. Jetzt stehen erste Images zum Test bereit.

Lubuntu basiert auf der aktuellen Vorabversion von Ubuntu 9.10 (“Karmic Koala”, siehe Test ab Seite 110) und nutzt die Desktop-Umgebung LXDE, die deutlich geringere Ansprüche an die Hardware stellt als KDE oder Gnome. Die aktuelle Version umfasst gerade mal 381 MByte, eine zweite Version soll sogar mit 292 MByte auskommen. In einem Blog-Posting [1] berichtet einer der Entwickler über die ersten Lubuntu-Images.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt im März 2009, basierend auf den Arbeiten von David Sugar. Ziel der Entwickler ist eine leichte, ressourcenschonenende Alternative zum Ubuntu-Derivat Xubuntu. In ihren Augen unterstützt Xubuntu ältere Hardware nicht ausreichend, Lubuntu soll auch auf Systemen mit weniger als 256 MByte RAM gut arbeiten. Im Launchpad [2] ist mehr über das Projekt zu erfahren, bei Ubuntu gibt ein Wiki-Eintrag weitere Auskünfte [3]. Wie Kubuntu und Xubuntu strebt das Projekt nach dem Status als offiziell unterstützte Ubuntu-Variante.

Die endgültige Version soll am 29. Oktober erscheinen, abgestimmt auf den Release-Termin von Ubuntu 9.10 alias Karmic Koala. (Britta Wülfing/hge)

[1]http://blog.lxde.org/?p=514

[2]https://launchpad.net/~lubuntu-desktop

[3]https://wiki.ubuntu.com/Lubuntu

KDE 4.3.1 korrigiert lästige Fehler

Das KDE-Team hat ein erstes Bugfix-Update für KDE 4.3 veröffentlicht [1]. Neben vielen kleinen Fehlerkorrekturen hat das KDE-Team in erster Linie drei Probleme gelöst: Stabilitätsprobleme bei KMail und KWin sowie Fish-Support, der grafische SSH-Zugriffe über URLS der Form http://fish:/rechnername erlaubt. Einige weitere Änderungen führt die Changelog-Datei [2] auf. Die aktuelle Release hat das KDE-Team Emma Hope Pyne gewidmet: Die kleine Tochter des JuK-Entwicklers Michael Pyne ist vor kurzem gestorben. (Marcel Hilzinger/hge)

[1]http://kde.org/announcements/announce-4.3.1.php

[2]http://www.kde.org/announcements/changelogs/changelog4_3_0to4_3_1.php

Opera 10

Der alternative Webbrowser Opera ist in Version 10 erschienen. Mit dem neuen Turbo-Modus beschleunigt Opera das Browsen, indem es die angeforderten Webseiten mit komprimierten Grafiken anzeigt. Zu den weiteren Neuerungen gehören unter anderem ein neues Design und ein verbessertes Tab-Handling: Sie können einzelne Reiter aufziehen und in eine Miniansicht verwandeln. Auch die “Speed Dial” genannte grafische Übersicht haben die Entwickler verbessert, jetzt sind beliebige Ansichten mit zwei mal zwei bis zu fünf mal fünf Vorschaubildern möglich. Zudem können Sie ein individuelles Hintergrundbild einstellen. Neben dem Browser hat das Opera-Team auch den integrierten Mail-Client verbessert. Eine Liste sämtlicher Änderungen enthält die Ankündigung auf der Opera-Homepage [1].

Die Oberfläche von Opera 10 sieht zwar sehr modern aus, verwendet aber weiterhin die Qt-Version 3. Damit läuft der Browser auch auf älteren Linux-Distributionen problemlos.

Der Download beträgt nur knapp 10 MByte und ist direkt über die Opera-Startseite erreichbar. Die Norweger bieten für sehr viele Linux-Distributionen angepasste Pakete an. Auch die Heft-DVD enthält aktuelle Opera-Pakete. (Marcel Hilzinger/hge)

[1]http://www.opera.com/press/releases/2009/09/01/

[2]http://

LyX 1.6.4 korrigiert Fehler

Das LyX-Team hat eine neue Version der auf LaTeX basierenden KDE-Textverarbeitung veröffentlicht, die vor allem die Stabilität unter Qt 4.5 verbessert.

Zu den Verbesserungen des vierten Wartungs-Updates von Version 1.6 gehört unter anderem ein Workaround, der lästige Abstürze mit Qt 4.5.0 bis 4.5.2 abstellt. Die Entwickler haben zudem weitere Fehler behoben, die LyX instabil werden ließen oder sogar zu Datenverlust führen konnten; ein Update ist deshalb dringend empfohlen.

Über Korrekturen am Importfilter funktioniert nun der Import von alten LyX-Dokumenten besser, auch das Einlesen von LaTeX-Dokumenten haben die Entwickler laut Ankündigung [1] verbessert. Die neue LyX-Version gab es auf dem FTP-Server des Projekts bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe nur im Quellcodeformat. (Marcel Hilzinger/hge)

[1]http://www.lyx.org/announce/1_6_4.txt

CUPS-Update auf Version 1.4.0

Das Common Unix Printing System (Cups) [1] ist in Version 1.4.0 erhältlich. Unter anderem haben die Entwickler die Unterstützung für das “Zero Configuration Networking” verbessert: Das ist ein Verfahren, das es erleichtert, neue Drucker einzubinden. Auch Apple verwendet im Drucksystem von Mac OS dieses Feature. Vor rund zwei Jahren hatte Apple den CUPS-Hauptentwickler Michael R. Sweet eingestellt und die Markenrechte an der Software erworben [2]. Die aktuellen Verbesserungen helfen dem Server auch beim Aufspüren von Netzwerkdruckern (“Service Discovery”).

Die neue Cups-Version kann auch Meldungen von Druckern über den Bedarf an Verbrauchsmaterialien empfangen. Daneben verzeichnet das Changelog einige Bugfixes sowie Updates für Dokumentation und Lokalisierungen.

Der Großteil der Software unterliegt der GPL, einige Komponenten sind unter der LGPL lizenziert. (Mathias Huber/hge)

[1]http://www.cups.org/

[2]https://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/CUPS-gehoert-jetzt-zu-Apple

OpenOffice 3.1.1

Das OpenOffice-Projekt hat mit Version 3.1.1 eine Bugfix-Release seiner freien Bürosoftware veröffentlicht. Das Update korrigiert z. B. Java-Probleme sowie kleinere Fehler in der Tabellenkalkulation Calc. Zudem war in der Vorgängerversion das Debian-Paket für 64-Bit-Rechner fehlerhaft. Außerdem haben die Entwickler die Erweiterung für den PDF-Import verbessert. Eine Liste der Änderungen findet sich in den Release Notes [1].

Nach Angaben des OpenOffice-Projekts behebt die Bugfix-Release auch eine potenzielle Sicherheitslücke. Allen Anwendern sei daher ein Update empfohlen. Näheres zu der Schwachstelle verrät das Projekt erst am 11. September (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) auf der Security-Seite [2].

Deutschsprachige Pakete der Version 3.1.1 stehen auf Mirror-Seiten zum Download bereit [3]. Das OpenOffice-Projekt weist ausdrücklich darauf hin, dass der Download der LGPL-Software kostenlos ist, und warnt vor kommerziellen Anbietern, die das Herunterladen an ein kostenpflichtiges Software-Abonnement binden. (Mathias Huber/hge)

[1]http://development.openoffice.org/releases/3.1.1.html

[2]http://www.openoffice.org/security/bulletin.html

[3]http://de.openoffice.org/downloads/quick.html?version=3.1.1

Patentabkommen für ExFAT-Treiber

Tuxera [1], das finnische Unternehmen hinter dem Open-Source-Treiber NTFS-3G, hat auf eigene Initiative ein Abkommen mit Microsoft zu ExFAT-Treibern abgeschlossen.

NTFS-3G ist ein freier NTFS-Treiber für Linux, FreeBSD, OpenSolaris und verschiedene weitere Betriebssysteme und mittlerweile in den meisten Linux-Distributionen enthalten. Gegenüber dem alten Standard-NTFS-Treiber aus dem Linux-Kernel bietet er vollständige NTFS-Unterstützung und erlaubt vor allem, auf solche Windows-Partitionen zu schreiben, was im alten Treiber nur ein experimentelles (also gefährliches) Feature ist. 2008 gründete der Projektleiter und Entwickler Szabolcs Szakacsits das Unternehmen Tuxera mit dem erklärten Ziel, mit ExFAT- und NTFS-Treibern Plug-and-Play-Interoperabilität mit Windows zu bieten.

Dies scheint nun erreicht, denn mit dem jetzt abgeschlossenen Vertrag mit Microsoft erhalten die Entwickler Zugang zu den technischen Daten und Test-Tools des Microsoft-eigenen ExFAT-Treibers. Tuxera wird Linux-Treiber für Gerätehersteller anbieten, die ExFAT für die Flash-Speicher in zahlreichen Elektronikgeräten verwenden. Das Dateisystem Extended File Allocation Table, auch FAT64 genannt, hat Microsoft im Jahr 2006 mit Windows CE 6.0 eingeführt. Es erlaubt Dateigrößen jenseits von 4 GByte, der Grenze für FAT32. Die SD Card Association, ein Verband der SD-Kartenunternehmen, hat das Microsoft-Dateisystem als Standard für SDXC-Karten [2] gewählt. (Britta Wülfing/hge)

[1]http://www.tuxera.com/

[2]http://www.sdcard.org/developers/tech/sdxc

Slackware 13 erschienen

Die traditionsreiche Linux-Distribution Slackware ist in Version 13 erschienen. Erstmals gibt es auch eine offizielle Ausgabe für 64-Bit-Rechner.

Die 64-Bit-Version ist laut Release-Notes vor allem der Arbeit des Entwicklers Eric Hameleers zu verdanken. Dessen Slackbuild-Skripte für den 64-Bit-Port seien so gut, dass sie nun auch für die 32-Bit-Variante und weitere Architekturen zum Einsatz kommen.

Daneben vollzieht Slackware in seiner neuen Release den Umstieg auf KDE-Version 4. Die Distribution enthält KDE 4.2.4, bei einigen Anwendungen wie K3b liefert sie allerdings auch die KDE-3-Versionen mit, falls die KDE-4-Ausgaben störende Bugs aufweisen. Die Desktop-Umgebung Xfce erfuhr ein Update auf Version 4.6.1, Gnome-Anwender sind nach wie vor auf externe Paketquellen angewiesen.

Der mitgelieferte Kernel 2.6.29.6 unterstützt Grafikbeschleunigung per DRI und steht in Varianten für Ein- und Mehrprozessormaschinen zur Verfügung. Als Testing-Paket gibt es auch die Kernel-Version 2.6.30.5.

Weitere Details gibt es in der Ankündigung der neuen Version [1] und in den Release Notes [2]. Slackware 13 steht auf zahlreichen Mirrors zum Download bereit [3]. Wer das Projekt finanziell unterstützen möchte, bestellt die DVD, das CD-Set oder Fanartikel im Slackware-Shop [4]. (Mathias Huber/hge)

[1]http://www.slackware.com/announce/13.0.php

[2]http://www.slackware.com/releasenotes/13.0.php

[3]http://www.slackware.com/getslack/

[4]http://store.slackware.com/

Ubuntu 9.10 mit Software Store

Rechtzeitig zum Feature Freeze von Ubuntu 9.10 hat Canonical nun auch erstmals eine öffentliche Version des unter dem Codenamen AppCenter programmierten Software-Warenhauses vorgestellt.

Wer bereits eine Vorabversion von Ubuntu 9.10 nutzt, findet das neue Softwaremodul im Paket software-store. Im jetzigen Stadium handelt es sich dabei um eine übersichtliche Oberfläche für das Paketmanagement. Später soll die Anwendung laut einem Artikel auf Phoronix.com [1] auch den Update-Manager, GDebi und Synaptic sowie das Launchpad integrieren. Ob der Software-Store auch kommerzielle Produkte zum Kauf anbieten wird, ist noch offen – die Entwickler sammeln zurzeit Ideen im Ubuntu-Brainstorm Nummer 18538 [2].

Details zum Software-Store-Projekt finden sich im Ubuntu-Wiki [3]. Die Abbildung zeigt eine frühe Skizze des Software Stores, den Canonical nun für Ubuntu 9.10 verwirklicht hat. (Marcel Hilzinger/hge)

[1]http://www.phoronix.com/vr.php?view=14147

[2]http://brainstorm.ubuntu.com/idea/18538/

[3]https://wiki.ubuntu.com/SoftwareStore

Linux-Telefon Nokia N900

Nokia erweitert seine mit Linux bestückten Internet-Tablets mit dem N900 [1] um ein neues Gerät, das Maemo als grafische Oberfläche verwendet. Anders als die bisherigen Tablets kann das N900 nun in die Mobilfunknetze (GSM/UMTS) funken und ist nicht mehr ausschließlich auf WLAN-Verbindungen angewiesen, wie es die beiden Vorgänger N800/810 waren.

Das N900 bringt einen 3,5-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 800 x 400 Pixeln und eine ausklappbare Tastatur mit. Das Smartphone verfügt über die in diesem Segment inzwischen üblichen Ingredenzien wie 5-Megapixel-Kamera, (A-)GPS und Radioempfänger.

Waren die Vorgänger noch eher als eine Art Tischgerät konzipiert, passt das N900 mit Dimensionen von 110 x 60 x 18 mm – bei 181 Gramm Gewicht – in die Hemdtasche. Die Verfügbarkeit gibt Nokia mit “coming soon” an. Spezifikationen listet der Hersteller ebenfalls [2]. (Ulrich Bantle/hge)

[1]http://maemo.nokia.com/n900

[2]http://maemo.nokia.com/n900/specifications/

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