In einer geradezu erschlagenden Fülle bietet das Internet Texte, Videos und Podcasts rund um das freie Betriebssystem. Doch welche der Angebote sind brauchbar und wo kann man sich die Zeit sparen? Wir stellen die besten Anlaufstellen vor.
Nach der Installation einer Linux-Distribution tauchen meist viele kleinere und größere Fragen auf. Das gilt insbesondere, wenn der Drucker zickt oder die WLAN-Verbindung einfach nicht zustande kommen möchte. Und wie halten sich Linux-Nutzer über Neuheiten und aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert das Internet. Dort offerieren zahlreiche Blogs, Portale und Podcasts aktuelle Nachrichten zum freien Betriebssystem, während Mailinglisten, Foren und IRC-Chats bei Problemen helfen. Die richtigen Stellen im riesigen Angebot zu finden, ist jedoch alles andere als einfach. Wir haben deshalb nach den besten und interessantesten Informationsquellen und Hilfestellungen gefahndet.
Damit Sie bei der Lektüre nicht ständig zur Link-Sammlung am Ende des Artikels blättern müssen, finden Sie alle Webadressen doppelt: einmal direkt im Artikel und zusätzlich mit einer EasyLinux-Short-URL im Infos-Kasten auf der letzten Seite.
Breaking News
Wer sich über das Geschehen rund um Linux auf dem Laufenden halten möchte, sollte einen Blick auf Pro-Linux (Abbildung 1) werfen (http://www.pro-linux.de/) [1]. Trotz des Namens richtet sich das Portal auch an reine beziehungsweise private Linux-Nutzer. Neben Nachrichten veröffentlicht Pro-Linux im Bereich Magazin immer wieder nützliche Artikel, ein Forum zum Meinungsaustausch rundet das Angebot ab. Nachrichten für Linux-Anwender liefert auch die Linux-Community (https://www.linux-community.de) [2]. Dort finden Sie übrigens auch das vollständige Artikelarchiv von EasyLinux und unserer Schwesterzeitschrift LinuxUser. Ist ein Artikel älter als ein Jahr, lässt er sich dort sogar vollständig kostenlos online lesen.
Das Nachrichtenportal Golem bietet zwar laut eigenem Slogan IT-News für Profis, in der Linux-Abteilung (http://www.golem.de/specials/linux/) [3] finden sich jedoch auch zahlreiche, leicht verständliche Nachrichten und Artikel für Ein- und Umsteiger. Einen Blick wert ist auch der Linux-Kanal des Technikportals Heise Online (https://www.heise.de/thema/Linux-und-Open-Source) [4].
Wer gerne spielt, sollte Holarse (Abbildung 2) im Auge behalten (https://www.holarse-linuxgaming.de/) [5]. Das deutschsprachige Portal liefert im unteren Bereich der Startseite zunächst aktuelle Meldungen aus der Spielewelt. Darüber hinaus bietet die Seite ein Wiki, das einen großen Teil aller erhältlichen Linux-Spiele katalogisiert. Um in den Beschreibungen zu stöbern, müssen Sie lediglich auf der linken Seite die passende Kategorie auswählen. Beispielsweise finden Sie unter Open Source / Flugsimulator eine Liste mit kostenlosen Flugsimulatoren.

Abbildung 2: Holarse widmet sich Linux-Spielen, die Seiten sehen auf kleineren Bildschirmen jedoch etwas unansehnlich aus.
Welche Linux-Distribution ist gerade in einer neuen Version erschienen? Und welche Distribution ist derzeit die beliebteste? Diese Fragen beantwortet die englischsprachige Seite Distrowatch (http://distrowatch.com/) [6]. Auf ihrer Startseite vermeldet sie alle gerade neu veröffentlichten Distributionen nebst einer kurzen Beschreibung (Abbildung 3). Wenn Sie auf das Symbol einer Distribution klicken, erhalten Sie zahlreiche weitere Informationen – darunter beispielsweise das Herkunftsland und die standardmäßig verwendete Desktopumgebung. Rechts unten auf der Startseite wartet zudem der etwas unscheinbare Kasten Page Hit Ranking: In dieser Hitparade können Sie ablesen, welche Distribution in der letzten Zeit besonders beliebt war. Da Distrowatch jedoch nur die Anzahl der Zugriffe auf die entsprechenden Websites der Distributionen misst, gibt die Tabelle nur eine Tendenz an. Wenn Sie Hilfe bei der Wahl der richtigen Distribution benötigen, können Sie den Distrochooser heranziehen (https://distrochooser.de) [7]. Er stellt Ihnen mehrere Fragen und nennt Ihnen anschließend eine passende Distribution.

Abbildung 3: Distrowatch bietet auch ein Verzeichnis mit (fast) allen Linux-Distributionen, das man über die Eingabefelder links oben auf der Seite durchsuchen kann.
Nachgeschlagen
Wer seine ersten Schritte mit Linux wagt, sieht sich häufig neuen Konzepten und unbekannten Programmen gegenüber. Aber auch alte Hasen müssen hin und wieder eine Anleitung konsultieren. (“Wie war das noch gleich?”) Eine erste Anlaufstelle ist dabei die gute alte Wikipedia (https://de.wikipedia.org) [8]. Sie birgt zahlreiche leicht verständliche Artikel rund um Linux und die dort verwendeten Programme: Tippen Sie in das Suchfeld einfach den Namen eines Programms, einer Distribution oder einer Komponente, zu der Sie Hilfe benötigen. Meist finden Sie am Ende des entsprechenden Artikels nützliche weiterführende Links. Das Stöbern vereinfachen zudem gleich zwei Wikipedia-Portale: Vom Linux-Portal aus gelangt man schnell zu Wikipedia-Artikeln, die sich um das Betriebssystem selbst oder Distributionen drehen (https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Linux) [9]. Im Portal zum Thema Freie Software stehen Lizenzen, das Urheberrecht und entsprechende Projekte im Vordergrund (https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Freie_Software) [10].
Wem die Wikipedia-Artikel nicht ausreichen, der wirft einen Blick in Wikibooks (https://de.wikibooks.org/wiki/Hauptseite) [11]. Das Schwesterprojekt der Wikipedia bietet freie Lehr-, Fach- und Sachbücher an. Dort findet sich unter anderem eine Anleitung zum Malprogramm Gimp (https://de.wikibooks.org/wiki/GIMP) [12] (Abbildung 4). Die Texte in Wikibooks sind jedoch teilweise veraltet und lückenhaft. Eine Alternative ist Selflinux, das ein frei lesbares Handbuch für Linux anbieten möchte (http://www.selflinux.org/selflinux/) [13]. Es geht allerdings sehr schnell in die Tiefe und empfiehlt sich somit für alle, die Linux nicht nur benutzen, sondern auch hinter die Kulissen schauen möchten.
Eine weitere Anlaufstelle ist die Homepage der eigenen Distribution. Die Kubuntu-Macher bieten beispielsweise eine englischsprachige Dokumentation an, die sowohl die Installation als auch die ersten Schritte ausführlich erklärt (http://docs.kubuntu.org/) [14]. Das OpenSuse-Projekt stellt sogar gleich mehrere Handbücher bereit (https://doc.opensuse.org/) [15] (Abbildung 5). Dazu gehört neben einer Installationsanleitung für Einsteiger (Startup Guide) auch eine Anleitung für die Desktopumgebung Gnome (GNOME User Guide). Des Weiteren gibt es für viele Distributionen auch ein Wiki mit weiteren wertvollen Informationen. Manche Wikis wie etwa das von OpenSuse sind allerdings etwas unübersichtlich aufgebaut (https://de.opensuse.org/Hauptseite) [16].

Abbildung 5: Für OpenSuse-Nutzer hält die Seite doc.opensuse.org nicht nur Handbücher bereit, sondern bietet auch Links zu weiteren Seiten.
Einen riesigen, leicht verständlichen Informationsschatz beherbergt das Wiki der Seite Ubuntuusers (https://wiki.ubuntuusers.de/) [17] (Abbildung 6). Auch wenn dort die Distributionen Ubuntu und Kubuntu im Vordergrund stehen, passen viele Artikel für beliebige Distributionen. Das trifft vor allem für die Anleitungen aus der Rubrik Software zu, die einzelne Programme vorstellen und beschreiben. Wertvoll sind auch die Texte aus der Hardwarerubrik: Mit ihnen lässt sich schnell klären, ob ein Gerät unter Linux funktioniert. Eine Hardwaredatenbank findet sich zudem im Linux Hardware Guide (http://www.linux-hardware-guide.de/) [18].

Abbildung 6: Das Portal Ubuntuusers bietet neben einem Wiki auch ein Forum und ist die erste Anlaufstelle für deutschsprachige Nutzer von Ubuntu oder einem Derivat wie Kubuntu.
Der Rheinwerk-Verlag stellt einige seiner Bücher kostenlos auf seinen Webseiten bereit (https://www.rheinwerk-verlag.de/openbook/) [19]. Zu diesen so genannten OpenBooks gehören auch mehrere Linux-Bücher für Einsteiger und Fortgeschrittene. Besonders interessant dürfte “Linux – Das umfassende Handbuch” von Johannes Plötner und Steffen Wendzel sein, das fast alle Aspekte eines Linux-Systems beleuchtet (http://openbook.rheinwerk-verlag.de/linux/) [20]. Sämtliche OpenBooks lassen sich kostenlos online lesen sowie für Aus- und Weiterbildungszwecke nutzen.
Tagebücher
Viele Linux-Nutzer und Entwickler von freier Software betreiben eigene Blogs. Während Anwender in ihnen vor allem neue Programme vorstellen und Tipps geben, berichten Entwickler über Neuheiten in ihrer eigenen Software. Zu den bekannteren Bloggern zählen Christoph Langner (https://linuxundich.de/) [21] (Abbildung 7), den Sie vielleicht als Redakteur unserer Schwesterzeitschrift LinuxUser kennen, und Michael Kofler (https://kofler.info/blog/) [22]. Beide Autoren decken mit ihren Beiträgen viele verschiedene Themen ab – angefangen von einfachen Anleitungen, über Produkttests bis hin zu Tipps für Administratoren. Christoph Langner legt dabei seinen Schwerpunkt auf den Mini-Computer Raspberry Pi und die Distribution Arch-Linux. Michael Kofler hingegen testet immer wieder größere Distributionen und richtet sich mit seinen Beiträgen an etwas fortgeschrittenere Linux-Anwender. Ein besonders beliebtes englischsprachiges Blog betreibt die Technikseite Tecmint (http://news.tecmint.com/) [23]: Dort mischen sich News mit Umfragen, Tipps und kleineren Artikeln.
Viele private Blogs konzentrieren sich auf eine ganz bestimmte Software. So berichtet beispielsweise Sören Hentzschel über alle Neuheiten rund um den Browser Firefox (https://www.soeren-hentzschel.at/) [24]; um den Konkurrenten Chrome kümmert sich Hersteller Google selbst (https://blog.google/products/chrome/) [25]. Mehrere Blogs zu einem Thema bündeln Seiten, die man im Englischen auch als Planet bezeichnet. Unter (https://planet.ubuntuusers.de/) [26] finden Sie beispielsweise die Beiträge aus gleich mehreren Blogs, die sich mit Ubuntu oder einem Derivat befassen. Auch die Blog-Beiträge von Sören Hentzschel sind dort zu finden. Wer sich für OpenSuse interessiert, findet einen passenden Planet unter (http://planet.opensuse.org/global/) [27]. Die Entwickler der beiden großen Desktop-Umgebungen bieten jeweils einen englischsprachigen Planet an: KDE-Nutzer werfen einen Blick auf die Seite https://planetkde.org/ [28] (Abbildung 8), Gnome-Anwender finden das Pendant unter http://planet.gnome.org/ [29].

Abbildung 8: Der Planet KDE bündelt Blog-Beiträge zum Thema KDE. Je nach Planet kann es passieren, dass dort auch Texte in anderen Sprachen auftauchen.
In die Röhre geschaut
Auf YouTube lagern unzählige Videos, die Distributionen vorstellen, in die Bedienung von Programmen einführen, Neuheiten rund um das freie Betriebssystem zusammenfassen oder im Stil eines TV-Magazins daher kommen. In die letztgenannte Kategorie fällt auch die englischsprachige Linux Action Show (https://www.youtube.com/playlist?list=PL1438E85AF384217E) [30] (Abbildung 9). Wöchentlich erscheint eine neue, rund 90 Minuten dauernde Folge. Die Themen sind dabei bunt gemischt: Angefangen bei Tipps zur Wahl der richtigen Distribution bis zu Interviews mit Linux-Entwicklern bieten die Sendungen einen bunten Themenmix. Zum Redaktionsschluss gab es bereits 446 Folgen.
Zu verschiedenen Linux-Themen produziert auch Joe Collins fleißig neue Videos (https://www.youtube.com/user/BadEditPro) [31]. Seine wenige Minuten langen Filmchen stellen unter anderem neue Distributionen vor oder geben kurze Tipps. Die Neuheiten in frisch erschienenen Distributionen präsentiert ohne viele Worte und Schnörkel Linux Scoop (https://www.youtube.com/user/linuxscoop) [32].
Ebenfalls sehenswert ist der deutschsprachige YouTube-Channel von Knietief Linux (https://www.youtube.com/channel/UCliSUwp2oL_0G45PTO9hrvA) [33] (Abbildung 10). Im Fokus steht dort vor allem OpenSuse. Warum Linux besser ist, verrät nicht nur die entsprechende Homepage (http://warumlinuxbesserist.de/) [34], sondern auch der zugehörige YouTube-Kanal (https://www.youtube.com/user/WarumLinuxBesserIst) [35]. Dort gibt es unter anderem Videos zu Ubuntu, Tipps für Anwender, Hardware-Tests und Vorschläge für Linux-taugliche Notebooks.

Abbildung 10: Knietief Linux beschäftigt sich immer wieder mit Distributionen – unter anderem mit der Schnelleinrichtung von OpenSuse.
Die Document Foundation bietet auf YouTube zahlreiche Lehrvideos zu ihrem Büropaket LibreOffice an, darunter auch viele deutschsprachige (https://www.youtube.com/channel/UCQAClQkZEm2rkWvU5bvCAXQ) [36] (Abbildung 11). Des Weiteren finden sich dort auch die Vorträge von verschiedenen Konferenzen, die unter anderem Einblicke in die Entwicklung des Büropakets geben. Sie sollten daher die Videos über die Playlists gezielt durchforsten.
Auch die Linux Foundation stellt die englischsprachigen Vorträge ihrer Veranstaltungen auf YouTube bereit (https://www.youtube.com/user/TheLinuxFoundation) [37]. Dazu zählen unter anderem Interviews mit Linus Torvalds. Die Videos richten sich allerdings durchweg an fortgeschrittene Anwender. Anders sieht es mit den Vorträgen von den Grazer und den Kieler Linux-Tagen (Abbildung 12) aus: Letztgenannte sammelt Lui Kast Stahl auf seiner Seite (https://www.youtube.com/user/grazerlinuxtage und https://www.youtube.com/playlist?list=PLRE9q5mHhkV1jMtJz8CiQ6C6SRwS7BRFs) [38, 39]. Sie enthalten auch leicht verständliche deutschsprachige Vorträge zu Anwenderthemen. So stellte sich etwa bei den Kieler Linux-Tagen das Freifunk-Projekt vor, während man in Graz erfahren konnte, wie man mit Linux ein YouTube-Video produziert.

Abbildung 12: Auf den Kieler Linux-Tagen 2015 hat unter anderem Torsten Franz das Ubuntu-Smartphone vorgestellt.
Wer auf eigene Faust bei YouTube sucht, sollte auf das Veröffentlichungsdatum der Videos achten: Viele Anleitungen beziehen sich auf ältere Distributionen oder längst überholte Programme. Viele Videos beschäftigen sich zudem mit fortgeschrittenen Themen oder setzen umfangreicheres Wissen voraus. Davon sollte man sich jedoch nicht abschrecken lassen.
Schwarzes Brett
Wenn Sie Hilfe benötigen und ein passendes Forum suchen, sollten Sie als Erstes immer die Homepage der Distribution oder des Programms ansteuern. Für gewöhnlich gibt es dort irgendwo einen Link zum offiziellen Forum. Im Fall von Kubuntu hangeln Sie sich über Get Help zur Community Page, die direkt zum englischsprachigen, aber gut besuchten Kubuntu-Forum führt (https://www.kubuntuforums.net) [40]. Die deutschsprachigen Kubuntu-Anwender treffen sich zudem im Forum von kubuntu-de.org (http://forum.kubuntu-de.org/) [41]. Kubuntu-Anwender sollten auch einen Blick in das Forum von Ubuntuusers.de werfen: Die dortigen Fragen, Lösungen und Hilfestellungen gelten in weiten Teilen auch für Kubuntu (https://forum.ubuntuusers.de/) [42].
Auch für OpenSuse gibt es ein offizielles und ein von Nutzern betriebenes Forum. Das offizielle Forum wartet unter https://forums.opensuse.org [43], wobei sich die deutschsprachige Abteilung etwas versteckt (https://forums.opensuse.org/forumdisplay.php/843-Deutsch-(German)) [44]. Fleißige Helfer betreuen zudem die Seiten https://www.opensuse-forum.de/ [45] (Abbildung 13) und http://www.suseforum.de/ [46].

Abbildung 13: Für jede Distribution gibt es meist gleich mehrere Foren, hier die von Freiwilligen betreute Seite “OpenSuse-Forum.de”.
Allgemeine deutschsprachige Foren rund um Linux gibt es beim Linux-Club (http://forum.linux-club.de/) [47] und bei Pro-Linux (http://www.pro-linux.de/forum/) [48]. LibreOffice bietet übrigens kein eigenes Forum, sondern ein Frage-und-Antwort-System an: Auf der Seite Ask LibreOffice (https://ask.libreoffice.org/de/questions/) [49] kann jeder Nutzer Fragen stellen und solche auch beantworten (Abbildung 14). Zudem kann man die Qualität der Antworten bewerten, wobei der Beitrag mit den besten Bewertungen optisch hervorgehoben wird. Mit Ask Ubuntu gibt es eine ähnliche Seite für die Distribution Ubuntu (http://askubuntu.com/) [50].

Abbildung 14: Auf Ask LibreOffice kann jeder nicht nur Fragen stellen und beantworten, sondern die Antworten auch bewerten.
Sie haben Post
Eine Alternative zu Webforen sind Mailinglisten. Jede über die Mailingliste geschickte E-Mail erreicht dabei automatisch alle Abonnenten der Liste. Die meisten Mailinglisten zeichnen zudem die Korrespondenz auf und veröffentlichen sie auf der Webseite. Sie müssen folglich damit rechnen, dass Ihre E-Mail-Adresse und Ihre über die Liste verschickten Nachrichten im Internet auftauchen. Umgekehrt können Sie die E-Mail-Archive auch jederzeit durchstöbern und so Lösungen zu Problemen nachschlagen.
Wie bei den Foren gibt es auch offene Mailinglisten für fast alle Distributionen – mitunter sogar gleich mehrere. Für OpenSuse-Nutzer ist insbesondere die deutschsprachige Mailingliste interessant (https://lists.opensuse.org/opensuse-de/) [51] (Abbildung 15). Auf ihr können sich vor allem die OpenSuse-Nutzer austauschen. Neuheiten und wichtige Ankündigungen verschicken die OpenSuse-Entwickler hingegen in englischer Sprache über die Mailingliste OpenSuse Announce (https://lists.opensuse.org/opensuse-announce/) [52]. Auf den entsprechenden Seiten können Sie die bereits über die Listen geschickten E-Mails durchsuchen. Nutzen Sie dazu auch links oben das Eingabefeld für die Suche. Um sich bei einer Mailingliste anzumelden, klicken Sie am linken Seitenrand auf Subscribe. Eine Aufstellung mit sämtlichen vom OpenSuse-Projekt angebotenen Mailinglisten finden Sie unter https://lists.opensuse.org/ [53].

Abbildung 15: Wie hier bei der OpenSuse-Mailingliste können Sie alle bereits über die Liste geschickten E-Mails nach Thema (“Thread”) oder Versanddatum (“Date”) durchstöbern.
Die Kubuntu-Entwickler bieten ebenfalls eine Mailingliste in englischer Sprache an (https://lists.ubuntu.com/mailman/listinfo/kubuntu-users) [54]. Ergänzend gibt es die Mailingliste von Kubuntu-de.org (http://www.kubuntu-de.org/mailingliste) [55]. Übrigens bietet auch EasyLinux Mailinglisten zu OpenSuse, Ubuntu und Mandriva an (http://www.easylinux.de/Kontakt/Mailinglisten) [56], der Verkehr auf der Mandriva-Liste ist allerdings eingeschlafen.
Eine Mailingliste zu allen Themen rund um Linux betreibt die Berliner Linux User Group (https://www.belug.de/kommunikation-mailinglisten.html) [57]. Trotz der regionalen Ausrichtung sind auf der Mailingliste linux-l alle Linux-Nutzer willkommen. Ähnliche Listen bieten auch andere Linux User Groups (LUGs) an. Da die Gruppen zudem regelmäßige Treffen und Installationspartys veranstalten, kann es sich lohnen, die Liste der LUG in der eigenen Region zu abonnieren. Eine Liste mit aktiven LUGs im deutschsprachigen Raum finden Sie bei unseren Schwesterzeitschriften unter http://www.linux-user.de/LUG [58] und http://www.linux-magazin.de/Heft-Abo/Linux-User-Groups [59] sowie in gedruckter Form regelmäßig auf den letzten Seiten der EasyLinux-Ausgaben.
Neben den Distributionen bieten auch die Entwickler von Anwendungsprogrammen Mailinglisten an. Erste Anlaufstelle ist auch hier wieder die jeweilige Projekt-Homepage. Im Fall von LibreOffice klicken Sie beispielsweise auf Hilfe / Mailinglisten (https://de.libreoffice.org/get-help/mailing-lists/) [60].
Laberbacke
Die Popularität von Chats im IRC (Internet Relay Chat) hat mit dem Aufkommen von Social Networks etwas abgenommen. Viele Entwickler nutzen IRC-Kanäle (Channels) jedoch nach wie vor für Diskussionen und Absprachen untereinander. Auch die meisten Distributionen bieten noch einen Kanal, auf dem Anwender Fragen stellen können. Es gibt dabei nicht ein einzelnes, zentrales IRC-Netzwerk, sondern mehrere IRC-Netze, die nicht miteinander verbunden sind. Wenn Sie im Netz Informationen über einen IRC-Kanal finden, brauchen Sie darum auch immer die Angabe zum Server, über den der Kanal erreichbar ist.
Das OpenSuse-Projekt verwendet beispielsweise den Kanal #opensuse-projekt im Freenode-Netzwerk (https://de.opensuse.org/Portal:Projekt/Kommunikation) [61]. Dort ist auch die Kubuntu-Gemeinde im Kanal #kubuntu zu erreichen. Auf der Kubuntu-Homepage gibt es sogar unter http://kubuntu.org/support/ [62] einen Web-Client (Abbildung 16), über das man schnell dem Chat beitreten kann. Die Macher hinter Ubuntuusers.de bieten gleich mehrere Kanäle auf Freenode, die Sie zusammen mit ein paar weiteren interessanten Kanälen unter https://wiki.ubuntuusers.de/IRC/#Channel [63] übersichtlich aufgelistet finden. Die Namen der IRC-Kanäle für andere Distributionen oder Anwendungsprogramme erfahren Sie in der Regel auf deren Homepages. LibreOffice-Anwender treffen sich beispielsweise im Kanal #libreoffice auf Freenode (http://www.libreoffice.org/get-help/community-support/) [64]. Abschließend gibt es im Freenet einen englischsprachigen Kanal rund um das freie Betriebssystem namens #linux. In jedem Fall sollten Sie damit rechnen, dass gerade in den Abendstunden die Kanäle verwaist sind oder andere Teilnehmer nur verzögert antworten.

Abbildung 16: Kubuntu bietet auf seinen Seiten einen Web-Client für IRC an: Man muss sich lediglich einen Nutzernamen ausdenken und landet dann über “Start” im Chat.
Auf Sendung
Einmal im Monat veröffentlicht das Team von RadioTux einen neuen Podcast (https://www.radiotux.de) [65] (Abbildung 17). Jede Folge enthält mehrere Beiträge zu ganz unterschiedlichen Linux-Themen. Die November-Ausgabe widmet sich beispielsweise alternativen Paket-Formaten.
Der Podcast der Webseite “Linux ohne Angst” bezeichnet sich selbst als den “Podcast über Linux, freie Software und Sicherheit im Netz – für Einsteiger, Neugierige und Eingeweihte” (http://linuxohneangst.net/category/podcast/) [66]. Die einzelnen Folgen erscheinen mit mehreren Monaten Abstand, decken aber viele verschiedene Themen ab. So widmet sich beispielsweise die August-Ausgabe 2016 ausführlich der Videobearbeitung unter Linux.
Die Macher des englischsprachigen Magazins Linux Voice (das Ende 2016 in das englische Linux Magazine integriert wurde) produzieren ergänzend zu ihren Heften einen Podcast (https://www.linuxvoice.com/category/podcasts/) [67]. Jede Folge behandelt verschiedene aktuelle Themen. So geht die im Dezember veröffentlichte Episode 18 der vierten Staffel auf die Distribution Fedora 25 ein, feiert zehn Jahre Distrowatch und liefert Tipps für Anwender.
Nur genau einem Thema pro Folge widmet sich der englischsprachige Podcast “Going Linux” (http://goinglinux.com) [68], dafür erscheinen einzelne Folgen wesentlich häufiger. Einen witzigen Blick auf die Welt freier Software liefert “Bad Voltage” (http://www.badvoltage.org/shows/) [69]: Die vier Macher engagieren sich auch außerhalb des Podcasts für Linux: So hat Jono Bacon lange Zeit als Community-Manager für Ubuntu gearbeitet, während Bryan Lunduke dem Suse-Board angehört.
Der englischsprachige “MintCast” fokussiert sich eigentlich auf Linux Mint, spricht in der Regel aber auch Themen an, die für Nutzer anderer Distributionen von Interesse sind (https://mintcast.org/) [70]. Gleiches gilt für den Ubuntu Podcast, den die britische Ubuntu-Community produziert (http://ubuntupodcast.org/) [71]. Jede Folge des Ubuntu-Podcast ist dabei mit besonders vielen Themen vollgestopft. Wer sich für Linux-Spiele interessiert, sollte schließlich noch einen Blick auf den “Linux Game Cast” werfen (https://linuxgamecast.com/2016/12/linux-weekly-daily-wednesday-its-gnu-to-me/) [72].
Zuhörer können alle genannten Podcasts direkt im Browser abspielen oder die einzelnen Folgen herunterladen. Letztere stehen dabei in der Regel im MP3- oder Ogg-Format bereit. RadioTux bietet zudem weitere Formate an – angefangen bei FLAC bis hin zum noch exotischen Opus.
Noch mehr!
Dieser Artikel konnte bei Weitem nicht alle interessanten Internetquellen zu und über Linux vorstellen. Weitere Link-Tipps liefert die Webseite “Linux Links” (http://www.linuxlinks.com/) [73]. Die Suchmaschine Tuxsucht.de fahndet anders als Google zudem gezielt nach Seiten, die sich auf Linux spezialisiert haben (http://tuxsucht.de/) [74]. Abschließend liefert auch unsere regelmäßige Rubrik “Angeklickt” weitere interessante Link-Tipps.
Infos
- http://www.pro-linux.de/
- https://www.linux-community.de
- http://www.golem.de/specials/linux/
- https://www.heise.de/thema/Linux-und-Open-Source
- https://www.holarse-linuxgaming.de/
- http://distrowatch.com/
- https://distrochooser.de
- https://de.wikipedia.org
- https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Linux
- https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Freie_Software
- https://de.wikibooks.org/wiki/Hauptseite
- https://de.wikibooks.org/wiki/GIMP
- http://www.selflinux.org/selflinux/
- http://docs.kubuntu.org/
- https://doc.opensuse.org/
- https://de.opensuse.org/Hauptseite
- https://wiki.ubuntuusers.de/
- http://www.linux-hardware-guide.de/
- https://www.rheinwerk-verlag.de/openbook/
- http://openbook.rheinwerk-verlag.de/linux/
- https://linuxundich.de/
- https://kofler.info/blog/
- http://news.tecmint.com/
- https://www.soeren-hentzschel.at/
- https://blog.google/products/chrome/
- https://planet.ubuntuusers.de/
- http://planet.opensuse.org/global/
- https://planetkde.org/
- http://planet.gnome.org/
- https://www.youtube.com/playlist?list=PL1438E85AF384217E
- https://www.youtube.com/user/BadEditPro
- https://www.youtube.com/user/linuxscoop
- https://www.youtube.com/channel/UCliSUwp2oL_0G45PTO9hrvA
- http://warumlinuxbesserist.de/
- https://www.youtube.com/user/WarumLinuxBesserIst
- https://www.youtube.com/channel/UCQAClQkZEm2rkWvU5bvCAXQ
- https://www.youtube.com/user/TheLinuxFoundation
- https://www.youtube.com/user/grazerlinuxtage
- https://www.youtube.com/playlist?list=PLRE9q5mHhkV1jMtJz8CiQ6C6SRwS7BRFs
- https://www.kubuntuforums.net
- http://forum.kubuntu-de.org/
- https://forum.ubuntuusers.de/
- https://forums.opensuse.org
- https://forums.opensuse.org/forumdisplay.php/843-Deutsch-(German)
- https://www.opensuse-forum.de/
- http://www.suseforum.de/
- http://forum.linux-club.de/
- http://www.pro-linux.de/forum/
- https://ask.libreoffice.org/de/questions/
- http://askubuntu.com/
- https://lists.opensuse.org/opensuse-de/
- https://lists.opensuse.org/opensuse-announce/
- https://lists.opensuse.org/
- https://lists.ubuntu.com/mailman/listinfo/kubuntu-users
- http://www.kubuntu-de.org/mailingliste
- http://www.easylinux.de/Kontakt/Mailinglisten
- https://www.belug.de/kommunikation-mailinglisten.html
- http://www.linux-user.de/LUG
- http://www.linux-magazin.de/Heft-Abo/Linux-User-Groups
- https://de.libreoffice.org/get-help/mailing-lists/
- https://de.opensuse.org/Portal:Projekt/Kommunikation
- http://kubuntu.org/support/
- https://wiki.ubuntuusers.de/IRC/#Channel
- http://www.libreoffice.org/get-help/community-support/
- https://www.radiotux.de
- http://linuxohneangst.net/category/podcast/
- https://www.linuxvoice.com/category/podcasts/
- http://goinglinux.com
- http://www.badvoltage.org/shows/
- https://mintcast.org/
- http://ubuntupodcast.org/
- https://linuxgamecast.com/2016/12/linux-weekly-daily-wednesday-its-gnu-to-me/
- http://www.linuxlinks.com/
- http://tuxsucht.de/







