2 + 2

OpenSuse verkürzt Maintenance-Zyklus auf 18 Monate

OpenSuse verkürzt Maintenance-Zyklus auf 18 Monate

Marcel Hilzinger
15.08.2009 Anstatt 24 Monaten und drei Versionen will Novell in Zukunft nur noch zwei Versionen von OpenSuse mit Updates ausstatten.

In einer kurzen Mail teilte Michael Löffler die Umstellung des Maintenance-Zyklus von 24 auf 18 Monate mit. Die Mail auf der OpenSuse-Announce-Liste folgte, nachdem Marcus Meissner am Vortag bekannt gegeben hatte, dass die Maintenance-Zeit von OpenSuse 10.3 im Oktober ende. Laut dem neuen Modell wird das OpenSuse-Projekt jeweils zwei Monate nach dem Erscheinen der Nach-Nachfolgerversion den Support für die alte Variante einstellen (2 + 2), bei dem geplanten Releasezyklus von 8 Monaten pro Version bedeutet das somit 18 Monate.

Mit dem Schritt nähert sich das OpenSuse-Projekt dem Maintenance-Zyklus von Fedora an: Red Hat beendet den Support seiner Community-Distribution jeweils einen Monat nach dem Erscheinen der übernächsten Fedora-Version (2+1).

Erste Reaktionen auf die Änderung gab es auch bereits: So regt Boyd Lynn Gerber zum Beispiel an, eine auf dem jeweiligen Enterprise-Produkt basierende OpenSuse-Version zu bauen, um auch ohne kostenpflichtigen Maintenance-Vertrag mit Novell eine über fünf Jahre unterstützte OpenSuse-Version zu haben, wie dies zum Beispiel CentOS für die Red-Hat-Enterprise-Version anbietet.

Ähnliche Artikel

Kommentare
Zu früh!
Dieter (unangemeldet), Sonntag, 16. August 2009 10:39:02
Ein/Ausklappen

Da in dem Falle auch die Version von den Downloadservern auch verschwindet, ist das eindeutig zu früh! Auf der einen Seite zwar verständlich, den Aufwand minimieren zu wollen, aber die finale Version einer Distribution muss auf jeden Fall länger auf den Servern liegen.
Der Nutzer will schließlich nicht alle 18 Monate sein Linux neu aufsetzen wollen, wenn er mal etwas hinzuinstallieren (hier mit yast) will.
In dem Punkte bieten die Konkurenzbetriebsysteme (z.B. eines aus Redmond, Washington) eindeutig länger die Möglichkeit bis zum letzten Updates der Betriebssystemversion alles auf den Rechner zu ziehen, auch wenn der Support (keine Patches mehr erstellt werden) schon lange eingestellt wurde.





Bewertung: 161 Punkte bei 19 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht
-
Re: Zu früh!
Ulf B., Sonntag, 16. August 2009 19:00:11
Ein/Ausklappen

Du brauchst bei openSUSE eigentlich Dein System nicht neu Aufsetzen, sondern Du kannst bequem ein Update machen. Ab openSUSE 11.1 geht das mit "zypper dist-upgrade" oder kurz "zypper dup" nach dem umstellen der Paketquellen, auch ohne CD/DVD rein online wie bei Debian (geht mit einem kleinen Trick sogar schon mit openSUSE 11.0 - indem man zuerst den zypper nach dem umstellen der Quellen auf die neue Version updatet).

Ciao
Ulf


Bewertung: 174 Punkte bei 24 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Aktuelle Fragen

Start-Job behindert Bootvorgang, Suse 13.2, KDE,
Wimpy *, 20.02.2015 10:32, 4 Antworten
Beim Bootvorgang ist ein Timeout von 1 Min 30 Sec. weil eine Partition sdb1 gesucht und nicht gef...
Konfiguration RAID 1 mit 2 SSDs: Performance?
Markus Mertens, 16.02.2015 10:02, 4 Antworten
Hallo! Ich möchte bei einer Workstation (2x Xeon E5-2687Wv3, 256GB RAM) 2 SATA-SSDs (512GB) al...
Treiber für Canon Laserbase MF5650
Sven Bremer, 10.02.2015 09:46, 1 Antworten
Hallo ich weiß mittlerweile das Canon nicht der beste Drucker für ein Linux System ist. Trotzd...
Linux und W7 im Netz finden sich nicht
Oliver Zoffi, 06.02.2015 11:47, 3 Antworten
Hallo! Ich verwende 2 PCs, 1x mit W7prof 64 Bit und einmal mit Linux Mint 17 64 Bit, welches ich...
Rootpasswort
Jutta Naumann, 29.01.2015 09:14, 1 Antworten
Ich habe OpenSuse 13.2 installiert und leider nur das Systempasswort eingerichtet. Um Änderungen,...