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© Sans5, sxc.hu

Bilder mit Geodaten aufbereiten

Orientierungshilfe

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen – und das am besten nicht mit endlosen Diashows, sondern einem hübsch aufgemachten Track, mit den passenden Aufnahmen garniert.

Nach der Rückkehr aus dem Urlaub in heimische Gefilde steht das Aufbereiten der gesammelten Fotos an. Als Ergebnis der Bemühungen erhalten Sie im besten Fall eine Landkarte mit den Etappen der Route, jeweils ergänzt durch die Aufnahmen an der richtigen Position. Mit dem richtigen Know-how und den passenden Tools haben Sie so einen Hingucker im Handumdrehen erstellt.

Zum Zusammenstellen der Karte mit Bildern benötigen Sie Informationen, etwa Zeitstempel, geografische Angaben wie Längen- und Breitengrad sowie Blickwinkel und -richtung. Das Verknüpfen von Objekten mit diesen Daten heißt Geotagging. Das erleichtert den Umgang mit den Mediadaten.

Zusatzinfo Exif

Die Informationen für das Geotagging stammen aus den Sensoren der Digitalkameras oder Smartphones. Ein GPS-Modul gehört inzwischen vielfach zur Grundausstattung mobiler Geräte. Gute Digitalkameras mit GPS-Modul sind heutzutage bereits für rund 300 Euro zu haben. Die von den Geräten erfassten Sensor-Informationen landen häufig automatisch in den Exif-Daten der Aufnahmen.

Wie die letzten Monate gezeigt haben, leiten Nachrichtendienste aus diesen Metadaten im großen Stil persönliche Profile ab, die Fragen beantworten, wie: "Wo ist der Fotograf mit der Kamera gerade unterwegs?" und "Über welche technischen Geräte verfügt der Nutzer?". Daher ist es ratsam, diese Funktionen in Zeiten permanenter digitaler Überwachung stets mit Bedacht zu verwenden oder zu deaktivieren [2].

Werkzeuge

Über erprobte Schnittstellen lesen Sie die Exif-Daten jederzeit aus den digitalen Bildern aus und verändern sie nach Bedarf. Bildbetrachter wie Geeqie [3] stellen die Exif-Daten zu einer Aufnahme bereit (Abbildung 1). Für die Kommandozeile bieten sich hingegen Exifprobe [4] und Exiftran [5] an, etwa zum Drehen von JPGs unter Berücksichtigung des Bildausrichtung.

Abbildung 1: Der Bildbetrachter Geeqie liefert die Informationen aus den Exif-Daten zu einem Bild.

Das sehr umfangreiche Perl-Programm Exiftool [6] beinhaltet darüber hinaus eine Bibliothek für eigene Entwicklungen. Die Ausgabe der Informationen in deutscher Sprache gelingt mit der Option -lang de (Abbildung 3).

Pyexiv2 [7] und dessen empfohlener Nachfolger Gexiv2 [8] leisten hingegen Python-Entwicklern sehr gute Dienste. Die Python Imaging Library (PIL) [9] verfügt ebenso über entsprechende Methoden, die aber undokumentiert und deshalb noch mit etwas Vorsicht zu genießen sind.

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Kommentare
Unbekannte Symbole in der Druckausgabe
Joachim Heuser (unangemeldet), Donnerstag, 05. Dezember 2013 01:23:07
Ein/Ausklappen

Sie sollten in der Druckausgabe (i.e. gedrucktes Linuxuser-Heft)
entsprechende Symbole erklären. Insbesondere meine ich hier
"linke rechte Klammer + Pfeil nach rechts".
Habe leider nicht die entsprechenden Symbole auf meiner Tastatur.

Mit dem Anti-Spam-Code klappt es daher auch nicht (MacOS-Tastatur)



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