Konversation

Ähnlich umfangreich in der Funktionalität und genauso flexibel wie Xchat zeigte sich Konversation (Abbildung 4), der bevorzugte IRC-Client für KDE-Nutzer [5]. Das einzige, was Konversation fehlt, ist vollständiger IRC-Colorcode-Support, wobei das wohl durchaus zu verschmerzen wäre. Obwohl der IRC-Client als einziger im Test einen Extra-Menüpunkt insert IRC-Color bietet, stellt er selbst keine Hintergrundfarben dar.

Konversation gefällt durch umfangreiche Notify-Funktionen und frei definierbare Tastaturkürzel. Das einfache Anlegen von Bookmarks für bevorzugte Channels und das Verknüpfen von Chat-Teilnehmern mit dem System-Adressbuch gehören zu den pfiffigen Ideen, die das Programm von der Konkurrenz abhebt.

Abbildung 4: Konversation erweist sich, wie Xchat, als umfangreiches und flexibles Programm zum Chatten im Internet.

Kvirc

Zu den Überraschungen im Test zählte das weniger bekannte Chatprogramm Kvirc (Abbildung 5). Vom Funktionsumfang und der Konfigurierbarkeit schlägt Kvirc [6] bekanntere Clients wie Chatzilla locker, und problemlos hält es mit IRC-Platzhirschen wie Xchat oder Konversation mit. Als einziger Client im Test erlaubt er DCC-Traffic-Shaping um die Bandbreite zu regeln, was sie insbesondere beim Versenden größerer Dateien über ADSL per IRC als echter Segen erweist.

Die ein- und ausgehenden Datenströme zeigt Kvirc bei Bedarf grafisch als Verlaufsbalken an. Das Programm bringt ein integriertes Terminal mit, es gibt Skin- und Scripting-Support über eine eigene API namens KVS, die ihre Funktionalität von zahlreichen anderen Skriptsprachen abgeschaut hat. Auch umfangreiche Notification-Features fehlen nicht.

Kvirc speichert auf Wunsch Screenshots ab und bringt eine Funktion zum Durchsuchen aller Log-Dateien nach einem Begriff mit, ebenfalls ein sehr praktisches Feature. Eine Flood-Protection gegen IRC-Warscripts ist ebenso integriert wie IRC-Spamschutz. Das einzig störende an Kvirc ist, dass es schon sehr auf KDE optimiert ist – Konversation funktioniert dagegen auch unter Gnome gut. Bei Kvirc gilt es dagegen diverse KDE-spezifische Dinge anpassen, zum Beispiel die Aktion beim Klick auf URLs.

Abbildung 5: Kvirc ist ein unbekannterer, aber sehr mächtiger Client.

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