Home / LinuxUser / 2009 / 01 / Popcorn und Pantoffeln

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.
AA_Fotolia_3147892_L.png

© Fotolia

Popcorn und Pantoffeln

Wohnzimmer-PC mit Linux-tauglichen Komponenten

04.12.2008 Mit wenig Aufwand stellen Sie aus aktuellen und stromsparenden Komponenten ein schickes, leistungsfähiges und preiswertes Media-Center für Ihr Wohnzimmer zusammen.

Nicht zuletzt wegen der gestiegenen Energiekosten in den letzten Jahren rücken stromsparende Rechner immer mehr ins Rampenlicht. Viele Benutzer planen deshalb den Kauf eines leisen und effizient arbeitenden Geräts – oder haben es schon unter oder auf dem Schreibtisch. Vor rund acht Jahren läutete die Firma Transmeta den Trend zum besonders energieeffizienten Prozessor ein, heute beherrschen fast alle CPUs Stromspartechniken und reduzieren im Idle-Modus durch eine niedrigere Taktrate den Verbrauch.

Zugleich begnügen sich die integrierten Schaltkreise mit immer weniger Spannung: Benötigten Prozessoren früher noch mehr als 2 Volt, reicht heute schon die Hälfte – mobile CPUs zeigen sich teils noch genügsamer. Das allein sagt aber noch nichts über den tatsächlichen Verbrauch aus, da sowohl AMD als auch Intel Prozessoren auf den Markt werfen, die im ungünstigen Fall bis zu 140 Watt schlucken. Glücklicherweise haben beide Hersteller auch CPUs im Portfolio, die "nur" 35 bis 70 Watt verbrauchen.

Als Referenzboard für unseren Media-PC dient das KT690/mITX von Kontron [1]. Es besitzt unter anderem einen S1-Sockel für Mobilprozessoren, einen Compact-Flash-Sockel, zwei RAM-Steckplätze (DDR2 SO-DIMM) die theoretisch bis zu 32 GByte aufnehmen, sowie vier SATA- und einen PATA-Anschluss zum Betrieb von insgesamt sechs Laufwerken. Eine genauere Übersicht finden Sie in LinuxUser 07/2008. Das Board benötigte im damaligen Test unter normalen Arbeitsbedingungen, ausgestattet mit einer 4-GByte-CF-Karte, 512 MByte RAM und einem AMD Sempron 2100+, etwa 20 Watt – ein sehr guter Wert: Typische Desktop-Rechner ziehen nicht selten das vier- bis fünffache aus der Steckdose. Das Kontron-Board ist mittlerweile in Deutschland bei verschiedenen Versandhändlern [2] erhältlich, inklusive Verpackung und Transport kostet es etwa 200 Euro.

Prozessor

Grundsätzlich gilt es zwischen Mobil- und Desktop-Prozessoren zu unterscheiden: Letztere kosten erheblich weniger als die mobilen Zeitgenossen. Im Falle des Boards der Firma Kontron fühlen sich AMD-Prozessoren für den S1-Sockel dort heimisch. Diese recht selten Exemplare sind eigentlich nur für den OEM-Markt gedacht. Aus diesem Grund fällt der Prozessor für unseren Wohnzimmer-PCs vergleichsweise teuer aus.

Für den S1-Sockel gibt es verschiedene CPU-Modelle: Semprons, die nur einen Kern besitzen, und Turions mit zwei Kernen – im Volksmund Dual-Core-Prozessoren. Obwohl die Turions etwa 5 bis 8 Watt mehr an Leistung verbrauchen, liegt der Griff zu diesem Modell nahe, da sich sparsamere Alternative Sempron 2100+ nur schwer auftreiben lässt. Zugleich bietet ein Turion (Abbildung 1) wesentlich mehr Leistung als eine Sempron-CPU – wichtig etwa beim Umgang mit Filmen im Blu-Ray-Format.

Ebenfalls recht rar machen sich die CPU-Kühler für den S1-Sockel. Glücklicherweise hält Kontron zwei entsprechende Modelle [3] parat. Der Aufbau einer lüfterlose Variante setzt ein entsprechend gut durchblasenes Gehäuse voraus, da sonst die CPU und eventuell andere Komponenten infolge zu hoher Temperaturen Schaden nehmen.

Abbildung 1: AMDs Turion-Prozessoren bieten eine gute Performance bei vergleichsweise niedriger Energieaufnahme.

Arbeitsspeicher

Die Speicherpreise befinden sich derzeit auf Talfahrt: Der 1-GByte-Riegel geht schon für etwa 15 Euro über den Ladentisch. In der Regel reichen zweimal 512 MByte für einen Wohnzimmer-PC vollkommen aus. Möchten Sie auf Nummer Sicher gehen, statten Sie das System mit 2 GByte aus. Das Board benötigt die von Laptops bekannten DDR2-SO-DIMMs mit einer Frequenz von 667 MHz. Dieser Speichertyp kostet nicht viel mehr als gängiger Desktop-Arbeitsspeicher.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1770 Hits
Wertung: 121 Punkte (4 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Christian Meyer

Linux-Nutzer seit 1996, aktiv bei Gnome zwischen 2000 und 2006.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...