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Das CMS Joomla

Buschtrommel

In nur drei Jahren mauserte sich Joomla zu einem der beliebtesten Content-Management-Systeme auf dem Markt. Dafür sorgen sowohl die extrem einfache Bedienung als auch der recht ordentliche Funktionsumfang, der sich über kostenlose Erweiterungen aufstocken lässt.

Wer den eigenen Internetauftritt nicht mehr in Handarbeit im Texteditor schreiben möchte, der greift heute zu einem Content-Management-System (kurz CMS). Es verwaltet auf dem Webserver alle Inhalte der Homepage, sorgt für ein einheitliches, schickes Aussehen und bietet komplexe Zusatzfunktionen an, wie etwa ein Diskussionsforum. So auch das noch recht junge Joomla [1]: Dessen Hauptentwickler hatten zuvor am Konkurrenten Mambo mitgestrickt [2], stiegen schließlich aus und bauten aus der letzten Mambo-Fassung die erste Joomla-Version. Deren Erfolg hält auch in der aktuellen Version 1.5.7 an, seine Mambo-Wurzeln hat das CMS mittlerweile größtenteils abgestreift.

Einspieler

Für den Betrieb von Joomla benötigen Sie einen Webserver mit PHP-Unterstützung und eine kleine MySQL-Datenbank – das wars. Solche Pakete bieten Webhoster für einige Euro im Monat an. Sie holen dann das aktuelle Paket von der Joomla-Homepage oder der Heft-DVD, entpacken es auf dem Server, rufen dessen Internetadresse auf und folgen den sieben Schritten des Installationsassistenten (Abbildung 1). Als Neueinsteiger sollten Sie auch die Beispiel-Homepage nutzen. Auf deren Basis bauen Sie nicht nur bequem den eigenen Auftritt auf, sie demonstriert auch alle Möglichkeiten des CMS. Der Umfang hat aber auch Schattenseiten: Bis Joomla eine Seite ausliefert, vergeht mehr Zeit, als bei so manchem Konkurrenten.

Abbildung 1: Der Installationsassistent prüft im ersten Schritt, ob alle Voraussetzungen für einen reibungslosen Betrieb erfüllt sind, und führt anschließend komfortabel durch die eigentliche Installation.

Bei einigen Webspace-Providern dürfen Sie über die Upload-Funktion des CMS einzelne Dateien nur bis zu einer bestimmten Größe hochladen. Um dennoch größere Bilder oder Dateien zum Download anzubieten, nutzen Sie den in Joomla vorhandenen FTP-Zugang. Da das CMS jedoch die Zugangsdaten im Klartext auf dem Webserver ablegt, sollten Sie bei Ihrem Webhoster einen zweiten FTP-Zugang anlegen und dessen Zugriff auf ein bestimmtes Verzeichnis begrenzen.

Hinterzimmer

Wie bei der Konkurrenz konfigurieren Sie auch Joomla über ein spezielles Backend. Wer diesem Deutsch beibringen möchte, muss ein deutsches Sprachpaket einspielen. Dieses übersetzt generell nur die Schaltflächen und Oberflächenelemente von Joomla, eine komplett mehrsprachige Homepage verlangt nach einer speziellen Erweiterung und eigenen Dolmetschern.

Wie Abbildung 2 zeigt, bedienen Sie das Backend wie normale Anwendungen: Am oberen Rand thront das vertraute Hauptmenü, im Bereich darunter zeigt Joomla Listen mit den vorhandenen Inhalten oder Konfigurationsmenüs. Diese nutzen Sie durchweg intuitiv – vorausgesetzt, Sie lassen sich auf die teilweise etwas merkwürdige Terminologie von Joomla ein.

Abbildung 2: Die Einstiegsseite des Backends, die Steuerzentrale von Joomla, bietet neben einem Schnellzugriff auf die wichtigsten Funktionen auch kleine Statistiken in den Registern am rechten Rand.

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