Home / LinuxUser / 2008 / 09 / Bezaubernde Dynamik

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(195 Punkte bei 6 Stimmen)
Bezahlstandard
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Bezaubernde Dynamik

HDR/DRI-Bilder unter Linux erstellen

01.09.2008 Ob als knallige, effektgeladene Eyecatcher oder perfekt ausgeleuchtete Kunstwerke: Die HDR-Technik eröffnet Fotografen auch unter Linux neue Perspektiven.

Jeder, der schon einmal ein stimmungsvolles Foto eines Sonnenuntergangs aufnehmen wollte, kennt das Problem: Entweder versinkt der Vordergrund in Schwarz oder der Abendhimmel überstrahlt das ganze Bild, das dann jegliche Konturen verliert. Das Problem: Die Kamera sieht anders als das Auge. Während der Mensch vierzehn Lichtwertstufen problemlos verarbeitet, schafft die Digitalkamera je nach Typ nur sieben bis neun.

In der Regel verwendet der Fotograf deswegen einen Durchschnittswert, indem er die Helligkeit in der Mitte des Motivs misst. Bereiche, die stark über oder unter diesem gemittelten Wert liegen, erscheinen auf dem Bild dann in grellem Weiß oder kontrastarmen dunkelgrauen Tönen.

Was sind HDR-Bilder?

HDR steht für "High Dynamic Range". Solche Bilder besitzen einen höheren Dynamikumfang und stellen deshalb ein größeres Spektrum an Helligkeitsstufen dar als gewöhnliche Aufnahmen. Echte HDR-Bilder lassen sich nur mit speziellen, für den Normalanwender praktisch unerschwinglichen Apparaten aufnehmen. Um solche Bilder auch mit einer gewöhnlichen Kamera zu erstellen, gilt es deshalb, auf einen kleinen Trick zurückzugreifen.

Der Fotograf macht mehrere Bilder eines Motivs mit verschiedenen Belichtungszeiten, die er später am Computer mit dem DRI-Verfahren übereinanderlegt (Abbildung 1). Diese Bearbeitung macht zwar die einzelnen Bilder nicht besser, jedes davon enthält aber andere Helligkeitsinformationen, die in der Summe eine Aufnahme mit einem sehr hohen Dynamikumfang ergeben. Je mehr Fotos Sie benutzen, desto besser – drei Schnappschüsse mit unterschiedlichen Belichtungen reichen jedoch gewöhnlich aus.

Abbildung 1: Die DRI-Technik erlaubt es, Kontrastbereiche, die den Dynamikumfang der Kamera normalerweise übersteigen darzustellen.

Die richtige Ausrüstung

Als Minimalanforderung benötigen Sie eine Kamera, die es ermöglicht, die Belichtungszeit manuell einzustellen – das können die meisten derzeit auf dem Markt erhältlichen Digitalkameras. Da Aber jedes Nachjustieren potentiellen zum Verwackeln führt, empfiehlt sich der Einsatz von Kameras mit einer Belichtungsreihenfunktion, auch Bracketing genannt. Dieses Feature erstellt automatisch drei bis fünf verschieden belichtete Fotos direkt hintereinander. Der Belichtungsabstand zwischen den Bildern lässt sich meist zwischen 0,3 und 2 Blendenstufen frei wählen. Darüber hinaus leistet ein Selbstauslöser zum Vermeiden von Wacklern beim Drücken des Auslösers gute Dienste.

Wichtig ist, dass Sie das Motiv aus genau dem selben Winkel und der identischen Position heraus aufnehmen. Selbst die kleinste Bewegung der Kamera macht es schwieriger, später die Fotos zu einem HDR-Bild zusammenzufügen. Die Bearbeitungssoftware bügelt zwar Verschiebungen in einem begrenzten Umfang aus, aber bereits ein leichtes Drehen macht eine Korrektur nahezu unmöglich.

Aus diesem Grund empfiehlt sich der Einsatz eines Stativs. Die gibt es in allen möglichen Formaten und Höhen. Einsteiger-Stative kosten etwa 20 Euro, eine optimale Stabilität bekommen Sie aber erst in der Preisklasse ab etwa 80 Euro. Es gilt die Faustregel, dass das Stativ mindestens das Gewicht der Kamera besitzen sollte. Eine Ausnahme machen Tisch- und Kleinstative wie etwa der Gorillapod [1], den der Hersteller in drei Größen anbietet. Die biegsamen Beine lassen sich gut an den Untergrund anpassen oder sogar um Äste oder Zäune wickeln.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

3405 Hits
Wertung: 169 Punkte (25 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Terminator
Viele Terminals im Griff mit Terminator
Tim Schürmann, 07.05.2013 10:57, 1 Kommentare

Wer morgens nach dem Einschalten des Rechners erst einmal mehrere Terminals öffnet und sich diese mühevoll auf dem Bildschirm drapiert, der sollte einen Blick auf Terminator werfen. Das kleine...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...