Leserbriefe
Mehr Geduld!
LU 01/2008, S. 6: Sehr geehrter Herr Roewer, beim Lesen Ihres Gastkommentars in Ausgabe 01/2008 musste ich unweigerlich schmunzeln, da ich an meine ersten Gehversuche mit Linux denken musste. Was mich jedoch ein wenig ärgert, ist Ihre Einschätzung im Bezug auf "Klicki-Bunti"-Anwender. Wenn ich Ihre letzte Aussage in Ihrem Kommentar mal weiter interpretiere, so soll sich LinuxUser mehr auf erfahrene Linux-Anwender wie Sie konzentrieren, als auf die vielen kleinen "Klicki-Bunti-Anwender". Diese Einschätzung finde ich mit Verlaub ein wenig hochmütig.
Auf Grund der immer komfortableren Installation, Hardware-Erkennung und grafischen Oberfläche wird Wechselwilligen der Weg zu Linux immer einfacher gemacht, zum Segen oder zum Fluche erfahrener Linux-Nutzer. Ich glaube, die meisten Anwender wollen ein Betriebssystem hauptsächlich benutzen und sehen in Linux eine Alternative zu Windows. Und ich glaube auch, dass diese Gruppe immer größer wird. Warum also darf Linux nicht auch komfortabel sein?
Wenn man, wie Sie auf einige Erfahrung zurückblicken kann, bleiben auf Grund der vielfältigen Linux-Distributionen, die es auf dem Markt gibt, viele Möglichkeiten, sich weiter zu entwickeln. Dann kann man ja auch beizeiten zum Linux-Magazin umsteigen, wenn einem die alte Zeitschrift keine Herausforderung mehr bietet. Nichts für ungut, Herr Roewer, aber haben Sie auch etwas Geduld mit den kleinen "Klicki-Bunti-Anwendern", denn aus einigen werden vielleicht auch mal erfahrene Linux-Nutzer. Jürgen Bartels
Zum Heulen
LU 01/2008, S. 6: Wenn Helmut Roewer über seine Umstiegsgründe von SuSE zu Ubuntu berichtet, könnte ich weinen. Wer Suse kennt, der weiß: Ich kann (fast) alles über YaST abwickeln, muss es aber nicht. Niemand hat bei Suse die Shell abgeschafft, alle Dateien lassen sich editieren. Ich verstehe Herrn Pelkmann gut: Linux hat nur dann eine Chance gegen Windows, wenn ein Klickibunti-System zur Verfügung steht, das auch ein DAU befriedigend bedienen kann. "Everything is a file", heißt es so schön für Linux – ja aber wo steht denn da bitte sehr, das es nicht grafisch sein darf? Martin Kammlott



