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Mit vereinten Kräften

GParted und Clonezilla im Duo auf einer Live-CD

Clonezilla live

Arbeiten Sie mit GParted, dann braucht es für den Einsatz von Clonezilla einen Reboot des Rechners. Wählen Sie im Grub-Menü diesmal den Clonezilla-Eintrag aus. Der Init sucht nach einem DHCP-Server. Die Maintainer schicken den Prozess jedoch nicht in den Hintergrund, so dass sich der Start verzögert, falls keiner im Netzwerk keiner arbeitet.

Anschließend startet ein Debian mit dem von dort bekannten dialogbasierten grafischen Setup und fordert zur Auswahl einer Sprache auf. Zur Auswahl stehen Englisch und traditionelles Chinesisch. Weil die Felder zum Bestätigen oder Abbrechen auch in chinesischen Schriftzeichen gehalten sind, sollten Sie nicht raten, sondern mit einem beherzten [Enter] das voreingestellte Englische bestätigen. Im nächsten Schritt wählen Sie den Eintrag Select keymap from full list aus und suchen nach dem Tastaturlayout pc / qwertz / German / Standard / latin1 - no dead keys.

Sie stehen nun vor der Wahl Clonezilla zu starten oder die Kommandozeile zu benutzen. Clonezilla bietet an, lokale Laufwerke einzubinden oder entfernte SSH-Server sowie Samba-Server zwecks Datensichern zu kontaktieren. Zielpfad des Mount-Vorganges ist in jedem Falle /home/partimag auf der Festplatte. Wählen die mit der Taste [Leertaste] vorerst den Eintrag local_dev zum Einbinden lokaler Laufwerke aus. Mit [Tab] springen Sie auf OK und bestätigen mit [Enter]. Wählen Sie nun die Partition aus, welche Sie nach /home/partimag mounten wollen. Hierhin schreibt die Software später die Imagedatei. Verwenden Sie daher nicht die zu sichernde Partition.

Aktion auswählen

Im nächsten Schritt weist Sie das System zuerst darauf hin, dass Clonezilla als freie GPL-Software ohne Garantie daherkommt. Anschließend haben Sie die Möglichkeit entweder eine einzelne Partition zu sichern (saveparts) oder wiederherzustellen (restoreparts). Möchten Sie eine ganze Festplatte mit all ihren Partitionen in ein Abbild zu schreiben, wählen Sie (savedisk). Analog schreibt (restoredisk) die Image-Daten auf die Festplatte zurück.

Entscheiden Sie sich vorerst mit dem Eintrag saveparts für das Sichern einer Partition. Der darauf folgende Dialog erlaubt es, Extraparameter für die Tools zu bestimmen, die beim Sichern zum Einsatz kommen. Welche Paramter das Setup allerdings noch übergibt, verrät es nicht. Sie haben die Möglichkeit, das Programm Ntfsclone beim Sichern zu verwenden, um ein Backup einer NTFS-Partitionen zu erstellen. Falls Sie die GUI von Partimage nicht benötigen, schalten Sie diese hier ab. Außerdem finden Sie hier noch einen Schalter, der verhindert, dass Clonezilla die Festplatte im DMA-Modus anspricht.

Wählen Sie danach das gewünschte Kompressionsverfahren für das Image aus. Es stehen Gzip, Bzip2 und LZO zur Verfügung, wobei Bzip2 zwar das kleinste Image baut, aber auch die längste Rechenzeit benötigt. Im nächsten Schritt schlägt das Programm einen Namen vor für das Verzeichnis unter /home/partimage, in dem die gesicherten Daten (Image, Angaben über Zylinder, Köpfe und Sektoren sowie die Partitionstabelle landen. Der Name enthält das aktuelle Datum plus einen Zusatz. Sie dürfen es aber umbenennen.

Je nach Größe der zu sichernden Partition dauert der Vorgang eine Weile. Das Programm gibt recht detailliert Auskunft über voraussichtliche Dauer, verbleibende Zeit und Dateigröße. Möchten Sie das Image oder ein anderes in der gleichen Session zurückspielen oder ein weiteres Sichern, geben Sie nach der Prozedur 2 ein und drücken [Enter]. Damit erreichen Sie die Befehlszeile. Mittels sudo su - wechseln Sie in den Administratoren-Account und geben als solcher ocs-live in die Konsole ein. Clonezilla startet wieder von vorn.

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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LinuxUser 06/2012

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