Die Desktop-Suchmaschine Beagle [1] indiziert alle auf lokalen Laufwerken liegenden Dateien und erlaubt das schnelle Auffinden von Informationen auf dem heimischen PC. Das in Mono [2] entwickelte Programm verwendet für die Oberfläche Gtk#. Darum integriert es sich nicht gerade nahtlos in KDE. Zwei Programme treten an, die von Beagle gehüteten Datenschätze unter KDE nutzbar zu machen: KBeaglebar [3] und Kerry Beagle [4].
Durch die zuweilen aufwändigen Installation von Mono und Beagle führt Sie bei Bedarf ein früherer LinuxUser-Artikel [5]. Mono ist sehr umfangreich und benötigt eine große Zahl von Bibliotheken. Wenn Sie kein aktuelles Mono installiert haben, sollten Sie sich auf eine längere Download-Zeit einstellen, bis alles an Ort und Stelle ist.
KBeaglebar
Das Mini-Programm KBeaglebar nistet sich in der KDE-Kontrolleiste Kicker ein und öffnet auf Tastendruck oder Mausklick ein Feld zur Eingabe eines Suchbegriffs. Der Autor von KBeaglebar plant die spätere Integration in die Software Yabi [6], eine in Python programmierte Applikation. KBeaglebar benötigt das aktuelle Mono ab Version 1.1.10, ein möglichst aktuelles Beagle ab 0.2.1 und KDE ab Version 3.4 zum reibungslosen Betrieb.
Installation
Auf Basis einer funktionierenden Beagle-Installation lässt sich die Anwendung schnell einrichten: Sie entpacken dazu das Quelltextarchiv von [3] mit dem Befehl tar -xjvf kbeaglebar-0.4.0.tar.bz2, wechseln in das Verzeichnis kbeaglebar und stoßen mit dem Befehl ./configure das Erzeugen der für das Übersetzen nötigen Makefiles an. Ein make startet das Kompilieren, nach dessen Ende der Befehl su -c "make install" KBeaglebar nach Eingabe des Passworts für root installiert.
Noch ist vom Programm nichts zu sehen. Um es zu aktivieren, klicken Sie auf einen freien Bereich im Kicker und wählen Kontrollleisten-MenüZur Kontrollleiste hinzufügenMiniprogrammBeagle KDE Bar. Jetzt erscheint die Schaltfläche für die Beagle-Suche in der Kontrollleiste. Mit der Tastenkombination [Strg]+[Alt]+[Leertaste] öffnen Sie das Eingabefeld für die Suche (Abbildung 1).



